Dienstag, 1. Oktober 2013

Alles Easy, oder? - Die Rückkehr nach Edinburgh

Oh Mann! Edinburgh ist schon wieder zwei Wochen her und ich habe euch noch immer keinen Bericht geliefert. Mea culpa. Aber mit dem neuen Job und allem drum herum ist die Zeit so schnell vergangen, dass ich heute das erste Mal dazu komme, Luft zu holen. So lange passierte gar nichts und jetzt geschieht alles gleich auf einmal.
Der Kurztripp nach Edinburgh war von mir gar nicht geplant und traf mich unerwartet. Dafür war es umso schöner. Diesmal haben wir uns mehr in der New Town umgesehen. Die Old Town wurde ja letztes Jahr schon eingehend erkundet.
OMG! Edinburgh was already two weeks ago and I didn't deliver my report for you. Mea culpa. But with the new job and everything else time is flying so fast.
Edinburgh wasn't even planned but it was very welcome. Needed that time out of town. This time, we explored the New Town.

Mit dem easyHotel hatte ich mich allerdings verbucht. Denn das "easy" im Namen ist Programm. Es setzt dem Adjektiv "einfach" quasi noch eins oben drauf, denn alles, was ihr hier seht, ist schon das ganze Zimmer.  Wir haben die ganze Zeit den Eingang nach Narnia gesucht, denn diesen Kleiderschrank als Zimmer zu bezeichnen, wäre zu viel der Ehre. Ein Bett, ein Spiegel und eine Nasszelle. Kein Fenster, dafür ein Ventilator, Beklemmungen und Erstickungsgefühle inklusive. Das ist alles, was man für 59 Pfund die Nacht erhält. Ein Fenster hatte nochmal je Nacht 25 Pfund mehr gekostet. Aber wir hatten ja sowieso nicht vor uns länger im Zimmer aufzuhalten. Einen Vorteil hatte es allerdings: die zentrale Lage, denn es ist direkt auf der Princess Street. Besser geht es nicht.
"easy" is a ridicules understatement in our hotel's name. We were looking for the entry to Narnia all the time, because this wasn't a room but a cupboard. A bed, a mirror and a cell called bathroom. No window. That's all you get for 59 GBP per night. A window would have costed 25 GBP per night on top. Klaustrophobia included. Fortunately, we didn't have enough time to spend it indoors. And there was one advantage: It was in the middle of Princess Street.

Auf den Schreck mussten wir uns etwas wirklich Gutes gönnen. Da wir erst abends ankamen, war das ein drei Gänge Menü in einem französischen Fresstempel. Das La p'tite Folie in der Frederick Street ist einfach nur genial. Es gab Salat und dieses lecker Fischgericht mit Garnelen, Lachs, Kartoffeln und den tollsten Bohnen, die mir je jemand bereitet hat. Zum Nachtisch gab es einen Triffle Kuchen mit Vanilleeis. Die Atmosphäre war sehr gemütlich und das Personal jung und total nett. 
Since we arrived in the evening, we only had time for a great dinner at La P'tite Folie at Frederick Street, one of Edinburgh's great French restaurants. It was a delicious three-course menu with salad, fish and gambas and a triffle cake with vanilla ice cream. A feast! And the atmosphere was very comfortable and the young staff amazing. 

Um gleich beim Essen zu bleiben. Zum Frühstück oder zur Tea Time solltet ihr unbedingt mal im "eteaket" vorbeischauen. Wir haben uns dort sehr leckere French Toasts mit Bacon und Honig schmecken lassen. Wer Tee liebt, kommt hier voll auf seine Kosten, aber auch für die Kaffeetrinker ist gesorgt. 
To stick to the food: If you're looking for a great place for breakfast or tea time, try "eteaket". We had yummie French Toasts with bacon and honey. The bst place for people who love tea in every form. But there's also a lot to find for coffee lovers.

Dean Village ist ein Dörfchen mitten in der Stadt. Das hatte ich beim letzten Mal total übersehen. Diesmal sind wir dann aber ganz gemütlich durch die kleinen Gassen geschlendert und haben die schicken alten Häuschen bewundert. Man fühlt sich gleich in einen Jane Austen Roman versetzt. Ein bisschen ist es, wie das Hamburger Treppenviertel, nur mit viel älteren Häusern.
Dean Village is a small village within the city. We had a nice stroll through the old narrow streets and admired the beautiful stone houses and I felt a bit like walking through a Jane Austen novel. 

Was macht man, wenn man nur ganz wenig Zeit hat, aber ganz viel sehen will, ohne sich zu Fuß völlig zu verausgaben? Man macht eine Stadtrundfahrt. In Edinburgh gibt es verschiedene. Wir haben die durch die New Town gemacht, weil ich auch endlich mal in den Hafen wollte. Was dann doch weniger spektakulär  und vor allem windiger als gedacht war. Aber die Tour ging vorbei am Balmoral Hotel. Da hätten wir wesentlich lieber genächtigt als in unserer Gummizelle.
If you are limited in the time you have for sightseeing, a bus tour is a great idea. We took one of the buses from Majestic Tours to see a bit of the New Habour but it wasn't as spectacoular as I thougt. The tour also passed the famous Balmoral Hotel. Maybe we can stay there next time, instead of our padded cell.
Der typische Backpiper durfte natürlich auch nicht fehlen. Aber richtig unheimlich wurde es beim abendlichen Bummel durch die Stadt. Der blaue Punkt erschien nur auf den Fotos, aber er kam auf jedem Foto näher, obwohl ich mich nicht bewegte. Da die Stadt ja voller Geister sein muss, schauderte es mich doch sehr.
A typical backpiper may not lack this post. But a very creepy thing happend at night in the Old Town: I took a picture of a ghost! The little blue dot moved while I didn't. It came close in every picture!