Montag, 15. Juli 2013

Primark Hannover - Eine echte Servicewüste


Ich muss mal meckern, denn ich habe mich so maßlos geärgert, dass ich dem Luft machen muss und ich finde, dass die Leute das wissen sollten und ich finde auch, dass Primark es wissen sollte. Da sie leider keine Bemerkungskärtchen im Laden haben und meine Anmerkung im Laden unfassbar unfreundlich aufgenommen wurde, tue es es jetzt hier, öffentlich.
Letzte Woche waren wir in Hannover um unsere Shoppingsucht bei Primark auszuleben. Ich kenne den Laden aus England, Schottland und unter anderem Namen auch aus Irland. Dort ist es immer sehr angenehm, die Verkäufer sind hilfreich und zuvorkommend und der Laden ist immer aufgeräumt und das auch in großen Stresszeiten. Niemals würde ein britischer Mitarbeiter die Stimme gegen einen Kunden erheben, oder auf Fragen oder Anmerkungen nahezu beleidigend reagieren.
Es gibt das fliegende Wort "Servicewüste Deutschland" und der hannoveraner Primark tut leider nur wenig, um das Gegenteil zu beweisen. Vor alle die Verkäuferinnen, lassen sich ihren Stress nur zu sehr anmerken und schlagen einen Ton an, der einem Kunden gegenüber gar nicht geht. Uns war aufgefallen, dass obwohl die Größen auf den Kleiderbügeln standen zu 80 % die Kleidung falsch aufgebügelt war und die Größen nicht im Geringstens mit der auf dem Bügel übereinstimmten. Ich griff mir wirklich sehr nett eine Verkäuferin, um sie darauf aufmerksam zu machen, denn das erschwert einem die Suche nach der richtigen Größe schon erheblich. Statt einer Entschuldigung oder ähnlichen wurde ich angeblafft: Bei der Menge der Klamotten ginge das nicht anders und ich solle gefälligst in die Kleidung schauen. Daraufhin zog sie beleidigt weiter. Nun muss man sagen, dass das In-die-Kleidung-Scheuen oft zur Folge hätte, dass man die Kleidung sehr in Unordnung bringen muss, was dem allgemein schon etwas schrubbeligen Bild des Ladens nicht wirklich zuträglich wäre und den Verkäuferin damit zusätzliche Arbeit beim Aufräumen mache würde.
Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt mich an einen der Vorgesetzten zu wenden als ich ein Telefonat mitbekam, bei dem einer dieser Vorgesetzten in ähnlichem Ton unflätige Dinge über seinen Vorgesetzten sagte, die ich hier nicht wiederholen will. Es hätte also keinen Sinn gehabt, denn offensichtlich gibt es in dieser Filiale eine sehr gestörtes Betriebsklima. 
Ich kann verstehen, dass es eine stressige Situation ist, wenn hunderte vor allem junger Mädchen, die sich nicht immer ordentlich benehmen können und gerne ihre Sachen, die sie nicht nehmen, in irgendwelche Ecken stopfen. Doch der Umgang damit wäre doch anders zu lösen. Es würde schon helfen, größer zu vermerken, wie die Modalitäten in der Umkleidekabine aussehen (nur 8 Teile und danach muss man sich neu anstellen). Außerdem fehlen, wie es in anderen Läden üblich ist, Stangen oder ähnliches, wo man die Sachen, die man nicht nimmt, hinhängen kann. Nicht immer entscheidet man sich ja schon in der Umkleidekabine gegen ein Kleidungsstück. 
Zur Ehrenrettung muss man sagen, dass die Herren im Laden ihre Aufgabe doch ein wenig besser verstehen. Einer ist sogar für meine Freundin ins Lager gegangen, um die richtige Größe zu holen. Vielleicht könnte dieser Herr seinen Kollegen noch einmal erklären, wie das mit der Dienstleistung funktioniert.  Ich war jedenfalls enttäuscht, dass die englische Art nur in Kleidungsform nach Deutschland geschwappt ist. Ich gebe außerdem zu Bedenken, dass in diesem Laden immer ein Kunde zuhören kann, wenn man telefoniert. Sollte es einen Zusammenhang damit geben, dass man bei den günstigen Preisen mit Sicherheit an den Gehältern sparen müsste, dann bitte ich Primark doch mal darüber nachzudenken, ob eine ordentliches Gehalt nicht motiviert.