Montag, 8. Juli 2013

Blogger Themenwoche: Jeden Tag ein Buch - Lolita

Ich mache diese Woche bei einer schönen Aktion mit. Bei "Jeden Tag ein Buch" werden ganz viele Blogger euch so viele Bücher wie möglich vorstellen. Ich hoffe, dass ich es wirklich schaffe sieben Bücher zu posten. Dass ich hier keine Neuerscheinungen poste, hat den Grund, dass ich wirklich gute Literatur posten will, von der ich überzeugt bin und die ich euch wirklich ans Herz legen will.

Das erste Buch ist eines, dass mir beim Lesen wirklich Probleme gemacht hat. Bei einigen Stellen hätte ich es am liebsten wütend in die nächste Ecke geworfen und nie wieder angesehen. Es geht um "Lolita" von Vladimir Nabokov, das einen wirklich an psychische Grenzen drängt. Aber genau das soll Literatur, denn nur so denkt man über bestimmte Dinge nach.
Der Grund, weshalb es einen so quält ist, dass der größte Teil aus der Position von Humbert Humbert geschrieben ist, der die kleine Lolita begehrt und sie schließlich auch besitzt. Ich tue mich immer noch schwer damit, ihre gemeinsame Zeit als Beziehung zu bezeichnen, auch, wenn Lolita durchaus weitgehend zu wissen scheint, was sie tut. Sie bleibt trotz allem ein Kind. Die Sympathien fliegen durchaus zwischen beiden hin und her, denn Humbert quält sich auch durchaus mit seiner Neigung. 
Humbert Humbert zieht in den 1950er Jahren bei Mrs. Haze, Lolitas Mutter, zur Untermiete ein. Mrs. Haze ist natürlich sofort auf den Junggesellen scharf und merkt dabei nicht, dass es dem mehr um das Nympchen geht. Als sie es merkt, geht es auch ihr nicht um den Schutz des Kindes, sondern um das Entfernen einer Rivalin. Dass sie dann bei einem Autounfall ums Leben kommt, und Lolita nach der Heirat ihrer Mutter mit Humbert in dessen Obhut zurückbleibt, scheint irgendwie vom Schicksal bestimmt.
Es beginnt ein Roadtrip durch ganz Amerika, immer auf der Flucht. Lolita wird älter und Humbert beginnt zu fürchten, dass sie ihn verlassen wird. Im Endeffekt tut sie das auch, wobei sie ihm eigentlich eher von einem noch perverseren Mann entführt wird.
Als es erschien schienen viele Menschen den Autor mit dem Protagonisten zu verwechseln, was es zu einem riesen Skandal machte und auf den Index brachte. 
Ich bitte euch, differenzierter zu lesen, dann wird es zu einem wirklich Literaturerlebnis. Ich sage nicht, dass es ein Genuss wird, aber dieses Buch ist meiner Meinung nach eines der ganz wichtigen und jeder, der über das Thema Pädophilie diskutieren will, sollte es gelesen haben, um eine Ahnung davon zu bekommen, wie die für uns so unfassbare Seite aussieht.

I am taking part in the series "A book a day". But I won't choose the latest novels, because there are already so many out there that deserve to be read and read again.
My first book is Lolita by Nabokov and it isn't an easy read. I was the first that really made me problems and I wanted to through it in a corner more than once. But this is what literature that deserves its name has to do.
As most of you know it is about Humbert Humbert and his inappropriate desire for the child Lolita. I can't decide to call what they had a relationship because it wasn't on equal terms, even if it occurs that Lolita seems to know pretty good what she is doing in some scenes.
Humbert Humbert moves in with Mrs Haze, Lolita's mum in the 1950s. Mrs. Haze is pretty keen to become Mrs. Humbert and doesn't even see what is going on in her own house. When she notices that there is something between her new husband and her daughter, she doesn't fight for her own child, bringing him in front of the court. No, she sees Lolita as a rival and tries to get rid of her. So it seems to be kind of karma that she dies and Lolita is left with Humbert.
A weird road trip through the US starts until an even more pervert man steals Lolita from Humbert.
Many people mistook the other for the protagonist, please don't follow this path. I know it is difficult and even sometimes disgusting but it is so important to read it. To see a side that mostly nobody cares to evaluate in the discussion. The side of the pedophiliac.