Freitag, 31. Mai 2013

Freitagsinspiration #5


In den letzten Tagen begegnet mir immer wieder dieses Zitat des Dalai Lama, deshalb möchte ich es mit euch teilen. Es bedeutet nicht, dass man sich alles bieten lassen muss, aber dass man fremden Menschen erst einmal freundlich begegnen kann. Dabei muss ich an die Damen aus dem Bus denken, die sich das Leben ganz schön schwer machen, indem sie gleich losblaffen. Ich stelle immer wieder fest, dass man meist mehr erreicht, wenn man die Worte "Guten Tag", "Bitte" und "Danke" benutzt. Das scheinen viele vergessen zu haben, denn wie sonst kann es sein, dass so viele Menschen einen Laden, z.B. den Bäcker betreten, ohne auch nur ein Wort der Begrüßung und dann nur "Ein Brötchen" bestellen ohne ein "Bitte" oder "Danke"? 
Viele erwarten dann aber im Gegenzug einen schönen Tag vom Verkäufer gewünscht zu bekommen. Ich finde, der Nichtgebrauch solch einfacher Floskeln, die einen nichts kosten, nicht mal Zeit, macht das Leben ärmer. Und ich merke das daran, weil ich sie benutze und dafür meist ein strahlendes Lächeln der Dankbarkeit ernte. Die Dame bei der Telekom war auch ganz baff, weil ich ihr, obwohl mein Anruf ein Beschwerdeanruf war, nach der zufriedenstellenden Lösung des Problems noch einen schönen Tag gewünscht habe. 
Freundlichkeit vereinfacht den Umgang miteinander. Dadurch bin ich nicht naiver, denn auch ich beschwere mich über Dinge, die nicht in Ordnung sind, oder mir nicht passen. Alles andere wäre einfältig. Aber ich vergebe mir nichts dabei, Höflichkeit walten zu lassen und auch Grenzen lassen sich auf freundliche aber bestimmte Weise setzen. Harte Worte und laute Stimmen, sollten immer nur das letzte Mittel sein.
Vielleicht ist das aber auch ein sehr deutsches Phänomen, denn im Ausland begegnete man mir bisher immer nur sehr freundlich. In UK sind die Menschen aber auch von sich aus fähig eine Schlange zu bilden und wollen nicht alle als Erstes in den Bus einsteigen. Sie stehen nicht wirklich gerne in einer Schlange, das tut keiner. Sie haben aber eingesehen, dass schlechte Laune den Vorgang nicht beschleunigt.
Viele Deutsche schildern mir immer wieder, dass sie in Frankreich unfreundlich behandelt wurden. Meine Familie und ich sind viel in Frankreich unterwegs gewesen und das ist uns nie passiert. Ich kenne Franzosen nur als nette, hilfsbereite und fröhliche Menschen. Vielleicht schallt es bei anderen nur zurück, wie es hinein rief? 

This quote by the Dalai Lama crosses my path very often now. It doesn't mean that one has to chew and swallow everything but that one can encounter other people with friendlyness. I am thinking of the ladies in the bus who started with barking and make their lifes more hard with it. I learned that one reaches more by using "Hello", "Please" and "Thank you". Many people seem to have forgotten about it, otherwise it wouldn't be possible that so many people enter a bakery without a greeting and order there bread without using one of the possible forms of politeness.
The same people demand to get a "Have a good Day" from the baker.
Being polite doesn't cost a thing, not even time, but life has become poorer by unpolitness. How I noticed? It becomes apparent when the lady at the Telekom hotline becomes speechless after I wished her a good day after she had satisfactory solved my problem.
Friendliness makes coping with others easier. I am not naiv, I also complain about things gone wrong. But harsh words and loud voices should be the last resort.
Many Germans complain about being mistreated by the Frensh, but me and my family nevery made this experience in years and years of travel France. Maybe it was just a reaction on how they were treated?