Sonntag, 4. November 2012

Die kleine Melina auf der großen Bühne des Tivoli

Ich schrieb ja bereits, dass mir seit ich dreißig bin, lauter wunderbare Dinge passiert sind. Dazu zählt auch mein erster öffentlicher Auftritt auf einer richtigen Bühne, und gleich die des Schmidt Tivoli!
Durch eine wundersame Fügung des Schicksals durfte ich mit und bei Kay Rays Latenight Show auftreten. 
Das erforderte Vorbereitung, nicht nur gesanglicher Natur, denn in meinem üblichen Schwarz wäre ich bei Kay glaube ich unsichtbar geworden. Also her mit der Farbe! Wie ihr seht, war die Verwandlung ziemlich erfolgreich:-)
Der Abend war der Hammer! Ich musste zwar drei Stunden hinter der Bühne warten, bis ich dran war, aber als ich dann dran war! Wow! Die Bühne, das Licht, die Leute und natürlich Kay! Das hat so Spaß gemacht! Davon will ich unbedingt mehr!
Ich bin Kay so dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe und hoffe, das Publikum hatte genauso viel Spaß wie ich.

Es gruselt im Hotel Atlantic *****

Manchmal muss man einfach die richtigen Leute kennen. In diesem Fall meine Beste, denn sie hatte eine Einladung für drei zur Halloween Party im Hotel Atlantic. Dort wollte ich schon immer einmal hin, bisher hatte ich mich aber nie über die Schwelle getraut. Mit einer offiziellen Einladung musste ich aber schließlich nicht fürchten, wieder hinausbefördert zu werden.
Zur Auswahl standen bei uns Diven der 40er Jahre oder Burgfräulein. Da Mittelalterkleider irgendwie besser zu Halloween passen, wurden es dann die Burgfräulein. Die Beste hatte sich sogar noch eine riesige Wunde ins Gesicht geschminkt. Wahnsinn? In letzter Sekunde fiel mir im Büro noch ein Windlicht in die Hände, das sich prima als Handtasche eignete. Da war das Foto aber schon geschlossen, also seht den kleinen Kürbis als Platzhalter an :-).
In der Lobby atmet man Geschichte. Hier kehrten die Kreuzfahrtgäste ein und das ganze Hotel ist aufgebaut wie ein Schiff. Die Lobby ist mit Ledersesseln bestückt und trotz der großen Renovierung der letzten Jahre, kann man den Tabak noch riechen, der hier geraucht wurde. Rauchen darf man hier inzwischen nicht mehr, dafür gibt es das distinguierte Zigarrenzimmer. Dafür kann man sich hier bei dem britischsten aller Bräuche den Nachmittag vertreiben: dem High Tea. Hier saß an diesem Abend ganz unbehelligt Philip Seymour Hoffman und genoss die Atmosphäre! Das geht nur, weil im Atlantic so sehr auf die Privatsphäre geachtet wird. Natürlich juckte es mich, ihn um ein Foto zu bitten. Aber stellt euch mal vor, ihr sitzt irgendwo und jemand in einem Mittelalterkleid kommt auf euch zu und will ein Foto. Also habe ich es gelassen.
Unsere Party war klein aber fein, mit gutem Essen, noch besserem Wein aus Rheinhessen (ja, hier weiß man, wo guter Wein her kommt) und einem lustigen Kürbisschnitzwettbewerb. Die Gewinnerinnen bekamen ein Wochenende im Adlon geschenkt. Wären die Kostüme bewertet worden, hätte die Beste gewonnen.
Das Highlight war eine private Führung durchs Hotel, bei der wir einige der nagelneuen Zimmer besichtigen durften. Die Zimmer wurden nach Eigenheiten und Farben aus Asien, Amerika, Europa und Afrika gestaltet und sind wirklich schon geworden. In die Bäder wäre ich am liebsten sofort eingezogen. 
Udo Lindenberg zieht wohl momentan so oft im Haus um, um alle neuen Stile zu testen, dass nicht einmal die Angestellten immer wissen, wo er gerade wohnt. Ruheloser geht es kaum.
Ich habe mich aber genauso in dieses Hotel verliebt und wenigstens ab und zu auf ein Glas Wein, werde ich bestimmt zurückkehren.
Sometime one has to know the right people, in this case my best friend. She had an invitation to the Halloween Party at the famous Hotel Atlantic. I always wanted to go their, since I live here, but I never dared to cross the door step.
We decided to wear dresses from the Middle Ages and my best friend even wore a creepy makeup prentending to have a big wound right in here face. If the competion were about hte costumes, she would have won a weekend at the famous Adlon Hotel in Berlin. But it was a pumpkin slicing competition.
We were also allowed to see some of the newly refurbished rooms. Amazing. I just wanted to move into one of the gorgious bathrooms. You can breath history in this house. This is were the passengers of the big cruisers slept during their stays.  And guess who was sitting in the lobby? Philip Seymour Hoffman! 
I fell in love with this hotel and maybe I can come back for a glass of wine, or two, because they serve wine from Rhine-Hessia.

Dreißig Jahre - Bin ich jetzt erwachsen, oder was?

Es war ja ein wenig länger Funkstille, aber es gab auch viel zu tun und vor allem viiiiiiieeeeeel zu erleben. Vor knapp drei Wochen hatte nämlich auch mir das Stündlein geschlagen. Mein dreißigster Geburtstag kam schneller, als es mir, ehrlich gesagt, lieb war. Das ganze Jahr schon war mir ziemlich mulmig, wenn ich an diesen Tag dachte. Was bedeutet diese drei vor der Null für mich? Muss ich jetzt erwachsen sein? Habe ich versagt, weil ich noch nicht verheiratet und Mutter bin, oder gar eine wahnsinns Karriere habe? Wo stehe ich im Leben? Bin ich zufrieden? Wo will ich noch hin? Mein Kopf schwirrte nur so vor Fragen. 
Und soll ich euch etwas sagen? Am Ende hat es dann gar nicht weh getan. Meine Freunde haben es mir aber auch leicht gemacht, auch, wenn ich unsere Lieblingskneipe von Bergen von Kronkorken befreien musste (Klinken geputzt hatte ich ja schon im Büro).  Meine Familie rückte auch beinahe vollzählig an, was wir viel gutem Essen und gutem Wein in einem tollen Restaurant feierten.
Danach habe ich beschlossen, dass 30 das neue 20 ist und ich mir wegen nichts Sorgen machen muss. Es wird sich schon alles finden. Und seitdem sind mir nur tolle Sachen passiert. Was, lest ihr in den nächsten Posts.
You didn't hear from me for sime time, but there was so much to do and to experience. Some weeks ago I turned thirty and this birthday arrived faster then I wanted. I panicked myself with the extential questions. What does thirty mean? Do I have to be grown up now? Did I fail because I am still not married and not a mother? What is my place in life? Am I satisfied? Where will I go from here? My head was buzzing.
And what shall I say? At least, it didn't hurt. My friends made it very easy for me, even if I had to clean my favorite bar (in the office I had to clean all the door handles). My family poped up for a big party with lots of good food and wine in a fabulous restaurant.
Now I decided, that 30 is the new 20. I don't have to worry. Everything will fall into place. And since then, so many good things happend. You will read about it soon.