Sonntag, 30. September 2012

Zurück in Edinburgh - Die schottische Bürokratie schlägt zu

Nachdem wir in Nairn so herrliches Wetter hatten, holte uns in Perth der Regen ein. "Extrem teure Straßenreinigung" so nannte es der Typ vom Hostel, das eigentlich das örtliche College war. Das wird in eine Jugendherberge umgewandelt, solange die Studenten in den Sommerferien sind. So konnten wir uns mal ansehen, wie schottische Studenten so wohnen. Fazit: Zum Glück fangen die Studenten schon mit 17 an zu studieren, denn sie leben in zweier Buden auf engstem Raum mit einem winzigen Bad. Die Küche war ein Lichtblick, denn von dort hatten wir einen tollen Blick über Perth. Mehr sahen wir von der Stadt nicht, denn mit einer extrem erkälteten Freundin, muss man ja nicht noch durch den strömenden Regen stapfen. Und nachdem wir hier ein Ticket für Falschparken bekommen hatte, als wir verzweifelt das Tourist Office suchten, reizte es uns auch nicht mehr so, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. 
Schon in Inverness hatten wir Heimweh nach Edinburgh bekommen und beschlossen, einfach ein bisschen eher dorthin zurück zu kehren und uns ein wenig auszuruhen. Hier kassierten wir dann netterweise noch ein zweites Ticket, weil wir 2 cm über der Parkmarkierung waren und der gute Bobby, der hier tagtäglich die  Straße auf und ab seinen Dienst versieht, anscheinend echte Langeweile hatte. Damit war unser Glück vollkommen und unser vorletzter Tag in Schottland bestand daraus, dass wir erst eine Post suchten, dann unser überzähliges Gepäck verschnürten und im Nieselregen wieder zur Post zerrten. Ihr erinnert euch bestimmt an unseren Hinflug. Und da wir inzwischen ordentlich shoppen waren und ich die Finger wieder nicht von Büchern lassen konnte, musste das ganze Zeug ja irgendwie heim. Allerdings haben wir etwas bedeutendes gelernt: Ein Päckchen nach UK ist eindeutig günstiger als eines von Schottland aus zu verschicken, denn ich habe sage und schreibe 45€ bezahlt! Aber eine Wahl hatten wir ja nicht.
Als nächstes waren die Parktickets dran, denn wir wollten schließlich sauber aus Schottland abziehen. Es ist nämlich so: Zahlt man sein Ticket innerhalb von 14 Tagen, vermindert sich die Summe von 60 GBP auf 30GBP, was wir natürlich nutzen wollten, vor allem auch, um die Bearbeitungsbegühr von Hertz zu sparen. Am Telefon sagte uns eine nette Dame in Perth, dass sie unser Ticket streichen werde, da wir ja Touristen in ihrer schönen Stadt gewesen seien und die örtlichen Regeln nicht kennen könnten. Dies hat sich im Nachhinein als heimtückische Lüge herausgestellt, was uns nicht nur die 60GBP sondern noch zusätzliche 40 GBP Bearbeitungsgebühr von Hertz einbrachte. Das wussten wir da aber noch nicht.
Der nächste Gang führte uns aufs Rathaus in Edinburgh, wo uns ein netter Herr ein Formular in die Hand drückte, auf dem wir Widerspruch gegen das Ticket einlegen sollten. Ich möchte betonen, wir waren gekommen, um zu bezahlen... Aber, wenn er uns schon solche Hoffnung machte, warum es nicht probieren, wo wir doch schon einmal vermeintlich so viel Glück gehabt hatten. Also fühlten wir das Formular brav aus und hofften das Beste. Dass meine Freundin Wochen später eine weitere Abbuchung von 102 GBP auf ihrer Kreditkartenrechnung fand, brauche ich nicht zu erwähnen, oder? 
Fehlte nur noch der Unfallbericht (Ihr erinnert euch an unser Missgeschick in Fort William?), den wir mit besonders schönen Skizzen des Unfallhergangs am nächsten Tag im Wagen deponierten.
So war der Tag schon fast rum, aber ich wollte mich von dieser Schönen Stadt in Ruhe verabschieden und zog nochmal alleine los, um ein paar Bilder zu machen und mir die Schottische National Bibliothek anzusehen. Dort gab es passenderweise gerade eine Ausstellung zu schottischen Schriftstellern, wie Arthur Conan Doyle  und eine zum schottischen Film. Der Eintritt war kostenlos und da es sowieso immer noch regnete, konnte ich so noch ein bisschen Zeit totschlagen. 
Abends waren wir mit Alan von der Rezeption verabredet, um uns das Spiel Deutschland gegen Italien in einem Pub am Grassmarket anzusehen. So eine Pleite...Unser allerletzer Tag verging irgendwie wie im Fluge mit einer kleinen Tour in die Unterstadt, wo wir uns eigentlich Hollyrood House, den schottischen Sitz der Queen ansehen wollten. Doch das war samt Park geschlossen, weil die Queen tatsächlich zugegen war. Dafür konnte man sich das gegenüber gelegene schottische Parlament ansehen, das wohl hässlichste Gebäude der Welt. 
Entschädigt wurden wir im People's Story Museum. Bei freiem Eintritt kann man sich hier die Geschichte der Schotten ansehen. Mit viel Liebe zum Detail werden hier etwas die verschiedenen Epochen dargestellt. Komischerweise traf man hier nur Deutsche an. Anscheinen finden wir als Erstes die Orte, wo es was kostenlos gibt... Das Museum der Kindheit gehört übrigens auch dazu, falls mal jemand seine Kinder einen Regennachmittag lang beschäftigen muss. Das Café, in dem J.K. Rowling "Harry Potter" geschrieben hat, haben wir auch gefunden.
Die  Nacht sollten wir mit Allan in einem Appartment schlafen, da sich eine Norwegische Reisegruppe angesagt hatte,die das ganze Haus belegt hatte. Wie wir ihn dazu gebracht haben, für uns zu kochen, weiß ich gar nicht mehr, aber es war vorzüglich. Weil unser Flug schon sehr früh gehen sollte, mussten wir um 4 Uhr nachts los, also machten wir einfach die Nacht durch. Geschlafen hätten wir nach der Ankunft der Norweger sowieso nicht mehr. Es gibt nämlich noch etwas schlimmeres als Deutsche Jungendreisegruppen: Norwegische Rentner! Sowas unfreundliches habe ich noch nie erlebt. Unsere Betten blieben diese Nacht also gänzlich unberührt, weil wir sie mit Allan und den anderen Mitarbeitern des Hostels komplett verquatscht haben.
Dafür bekamen wir noch eine Tour ins oberste Stockwerk, von wo aus man einen perfekten Blick aufs Castle hat. Wahnsinn! Ein toller letzter Eindruck von Ediburgh. Und so ging unser schottisches Abenteuer nach 12 Tagen zu Ende. Schön war's und ich werde auf jeden Fall zurückkehren. Schließlich gibt es noch so viele Orte, die wir uns noch nicht angesehen haben und einige, die ich gerne wiedersehen möchte. 

Dienstag, 25. September 2012

Aus der vegetarischen Kombüse: Gemüsequiche




 Für eine Form von etwa 26cm Durchmesser
Für den Teig:
200g Mehl
1 Eigelb
100g weiche Butter
Für die Füllung:
Gemüse nach Wahl
z.B. Karotten, Tomaten, Brokkoli, Blumenkohl
2 Eigelbe
2 Eier
300ml Sahne
1 Becher körniger Frischkäse
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
Etwas Rosmarin unf Thymian
Mehl für die Arbeitsfläche
Fett für die Form
1 Spring- oder Tarte-Form

Zubereitung:
1. Mehl mit 1/2 TL Salz mischen und auf die Arbeitsfläche geben (oder in eine Teigschüssel, wer nicht soviel Platz hat). In die Mitte eine Mulde drücken , Eigelb und 2 EL kaltes Wasser hineingeben.
2. Butter in kleinen Flöckchen auf dem Rand verteilen.
3. Alles mit einem Messer durchhacken und zu einem glatten Teig kneten.
4. Teig in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
5. Gemüse klein schneiden und in einer Pfanne kurz mit etwas Fett andünsten.
6. Backofen auf 220°C vorheizen und die Form fetten.
7. Den Teig auf etwas Mehl rund ausrollen. Den Boden und Rand der Form damit auslegen und ein paar
mal mit einer Gabel einstechen.
8. Das gedünstete Gemüse auf dem Teig verteilen.
9. Die Sahne mit den Eigelben und den Eiern gut verquirrlen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer und den Gewürzen würzen und dann über das Gemüse gießen.
10. Quiche im heißen Ofen (mittlere Schiene bei etwa 200°C) goldbraun backen.
Schmeckt besonders gut mit einem grünen Salat.

Sonntag, 2. September 2012

5 Jahre - Viel erlebt

Ich muss die Reiseberichterstattung mal kurz unterbrechen, denn gerade wird mir klar, dass ich mit diesem Blog inzwischen fünfjähriges Jubiläum feiern kann. Mit einem Praktikum in Köln fing es an und inzwischen sind so einige Posts zusammen gekommen. Eine bewegte Zeit und wie ihr seht, arbeite ich auch weiter daran, dass ihr hier Spannendes zu Lesen bekommt, denn die Leserzahl wächst stetig und wie ich in der Statistik sehen kann, sogar in der ganzen Welt, sogar in Alaska und Schweden, werde ich gelesen.
Für Vorschläge bin ich immer offen. Also topt euch aus. Hier, auf Facebook oder auch per Mail. Dann können wir vielleicht irgendwann weitere 5 Jahre feiern.
I have to interrupt the travel stories for a short notice: This blog exists since 5 years now! My first jubilee! It all started with an internship in Cologne and since then a lot of Posts and stories gathered here. And I am still working on exciting things to write, because the readership is growing and I have readers in Alaska and Sweden!
I am always open for tipps, advice and suggestiongs. So that I can improve this blog. Maby we will then have a reason to celebrate in 5 years again.

Nairn Beach - Ein bisschen Rosamunde Pilcher Feeling

Nach einigem Regen war uns nach goldenem Sandstrand und da auch endlich das Wetter wieder mitspielte, machten wir uns auf nach Nairn, einem kleinen netten Ort direkt am Strand. Hier holten wir uns, was die Seele brauchte und ließen uns den Wind um die Nase wehen.  Sah etwas  aus, wie man es aus den Pilcher Filmen kennt. Und am Ende schenkte mir Neptun sogar noch eine wunderschöne Zwirbelmuschel.
After some rain we needed some sandy beaches and went to Nairn, a nice tiny village near the beach. Here we finally got some sun and sand between our toes. And in the end Neptun gave a beautiful shell  as a present to remember this beautfiful place.





Inverness - die Luft ist raus

Von Inverness hatten wir uns einiges versprochen, weil so viele geschwärmt hatten, wie schön es sei, doch dann  war es doch eher enttäuschend. Das Einkaufzentrum schloss um 17 Uhr und die Stadt hatte auch nicht viel zu bieten. Die Entscheidung, den Abend lesend im Hostel zu verbringen fiel also nicht gerade schwer.
Das sind auch tatsächlich die einzigen Fotos, die ich hier geschossen habe.

We expected a lot from Inverness, because so many peopled praised its beauty. But we were rather dissapointed. Even the Shopping Centre closed at 5 p.m. So we spent the night reading in the hostle.