Montag, 31. Dezember 2012

Der Jahresrückblick

Während ich hier sitze, muss ich mich immer wieder versichern, dass ich nicht in einem Kriegsgebiet sitze, denn es geht eine Rakete nach der anderen krachend in die Luft. Anscheinen muss das geübt werden, oder mein bescheuerter Nachbar will uns alle erschrecken, denn eben dachte ich fast mir bleibt das Herz stehen und ihm fehlen Gliedmaßen. Sein wahnsinniges Lachen schien aber Entwarnung zu geben. 
Also zurück zu meinem Jahresrückblick:

Das Jahr begann mit einer wunderschönen Überraschung, denn die Alster fror so zu, dass über eine Million Hamburger darauf gehen konnten. Eine von uns tanzten sogar Tango auf ihr. Für eine Freundin, die aus Australien zu Besuch war, ein ganz besonderes Spektakel, wenn auch ein sehr kaltes.

Richtig toll war mein Sommerurlaub in Schottland. Ein Traum, den ich mir nach langer Zeit endlich erfüllen konnte. 12 Tage auf Tour mit meiner besten Freundin. Und trotz der üblichen Kämpfe, die entstehen, wenn zwei Dickköpfe unterwegs sind, war dieser Roadtrip etwas ganz besonderes. Wir haben so viel gesehen, alte Freunde getroffen und neue Menschen kennengelernt, für deren Anwesenheit in meinem Leben ich sehr dankbar bin. Schottland macht mir auf jeden Fall eine Menge Heimweh.


In diesem Jahr fanden sich auch hier in Hamburg viele neue Freunde und bestehende Freundschaften verfestigten sich. Wir haben so viele schöne Dinge zusammen gemacht. Grillen am Strand, Feiern auf dem Kiez, CSD ... Es macht einfach so viel Spaß mit euch.

Jahre mit einer 2 am Ende scheinen für mich immer wieder Schicksalsjahre zu sein. Naja, sind halt auch immer die, in denen ich einen runden Geburtstag feiere. Runde Geburtstage waren dieses Jahr auch das große Thema: Es hagelte 40, 50, 30. Und so kam in diesem Jahr die Familie mal an den unterschiedlichsten Orten zusammen. Und zum ersten Mal in den bald drei Jahren, die ich nun hier wohne, haben mich alle besucht. Das hat mich besonders gefreut. Wir haben uns so oft gesehen, wie schon lange nicht. Was sehr schön war. Eigentlich schade, dass man das immer nur zu großen Feiern so macht.


Eine der größten Sachen überhaupt aber war, dass ich mit meinem Gesang so überzeugen durfte, dass ich von der Karaokebühne weg auf die Bühne des Schmidt Tivoli geschupst wurde. Eine riesen Gelegenheit! Seitdem weiß ich auch erst, was für eine Rampensau ich bin. Und mit Kay Ray zusammen auf der Bühne zu stehen, macht schlichtweg so viel Spaß, dass das Lampenfieber sofort weg ist. Danke dafür Kay und alle, die das möglich gemacht haben und vor allem Danke, dass ich wieder kommen darf!

All das hilft mir momentan den Kopf oben zu halten und weiter zu machen.

Aber lasst uns auch an die denken, für die das laute Knallen der Bomben und Raketen der traurige Soundtrack ihres Lebens ist. Die in Syrien und andernorts mit Angst ins Neue Jahr blicken und die nicht wissen, was werden soll, ob sie das Neue Jahr überhaupt erleben werden, oder ob ihre Lieben es werden.

An vielem können wir als einzelne nichts ändern, aber wir können Veränderungen im Kleinen bewirken. Also geht ohne Altlasten ins Neue Jahr und versucht das zu tun, was euch glücklich macht.