Donnerstag, 13. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 13


Erinnert ihr euch noch daran, wie ihr als Kinder vor Weihnachten euren Wunschzettel geschrieben habt? Ich habe immer meine Wünsche aus einem Versandhauskatalog ausgeschnitten und aufgeklebt. Den Wunschzettel habe ich dann fürs Christkind auf die Fensterbank gelegt, damit es sie auch findet. Zuverlässig am nächsten Morgen war sie von dort auch verschwunden und ich konnte sicher sein, dass zumindest ein paar meiner Wünsche in Erfüllung gehen würden. Wäre es nicht schön, wenn das heute noch so ginge? Aber wie schneide ich immaterielle Wünsche aus dem Katalog aus? Als Kind, war Weihnachten vor allem dazu da, materielle Wünsche zu erfüllen. Wir wussten es ja nicht besser. Inzwischen können sich die meisten von uns diese Wünsche selbst erfüllen, auch, wenn es ein wenig Sparsamkeit erfordert. Aber wer erfüllt den Wunsch nach dem Traumjob, der uns glücklich macht, nach Liebe, nach dem Gefühl angekommen zu sein, nach Zufriedenheit, nach Gesundheit? Diese Dinge kann man nicht im Laden kaufen, in Geschenkpapier wickeln und mit einer Schleife versehen unter den Weihnachtsbaum legen. Die Wünsche können wir uns nur selbst erfüllen und dabei wohl manchmal auch viel Geduld haben. Und manche davon liegen nicht einmal in unserer eigenen Macht. Verliert nicht den Mut, gebt die Hoffnung niemals auf und vergesst nicht, es gab einmal eine Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat. Schickt doch mal wieder einen Wunschzettel ans Universum, denn alles, was ihr euch wünscht, steht euch auch zu.