Mittwoch, 4. Juli 2012

Edinburgh, die Schöne


“This was a townscape raised in the teeth of cold winds from the east; a city of winding cobbled streets and haughty pillars; a city of dark nights and candlelight, and intellect.” ( Alexander McCall Smith, The Sunday Philosophy Club)
Besser kann man diese Stadt nicht beschreiben, deshalb leihe ich mir McCall Smiths Worte zum Beginn meines Reiseberichts.  In keiner Stadt spürt man die Geschichte so sehr, wie in den kopfsteingepflasterten Straßen der Old Town, die sich in den Schutz des Edinburgh Castles drückt. Rings um den Grassmarket reihen sich Pubs an Secondhand Läden, Musikläden und ja, ganzjährige Weihnachtsläden. Besonders abends kann man hier ganz entspannt im Behive Inn, Black Bull oder im White Hart Inn chillen. Letzteres existiert seit Anfang des 16. Jahrhunderts und war übrigens eine der Lieblingskneipen des schottischen Nationaldichters Robert Burns. Das Black Bull gibt Studenten übrigens 20% Nachlass auf Essen und Getränke. Schade, dass ich keiner mehr bin.  Das Beehive Inn hat zweimal in der Woche eine Standup Comedy Show.
Über Grannys Green Steps geht es über gefühlt 1000 Stufen hinauf zum Castle und die Aussicht wurde immer besser, in die Hinterhöfe der alten Häuser, auf die Plätze...ja und dann wurde sie plötzlich abgeschnitten. Die Schotten sind nämlich scheinbar sehr rechtzeitig und haben schon die Tribüne für das Royal Tattoo aufgebaut. Beindruckend, aber leider war dann am Castle nichts mit dem gigantischen Rundumblick. Denn eigentlich kann man von hier aus, über die ganze Stadt sehen. 

Die 16€ Eintritt fürs Castle haben wir uns gespart, dafür haben wir uns nach einem Bummel über die Royal Mile, wo sich ein Kiltgeschäft an andere reiht, eine fantastische Teestunde im Café Truva gegönnt. Ich sage nur Windbeuteltorte und Käsekuchen mit Karamelltopping, der Wahnsinn!!! Hier kann man sich ganz der Schlemmerei hingeben und den Touristenströmen zusehen, die sich die High Street entlangschlängeln. Himmlisch!
Die Princess Street haben wir diesmal auch ausgespart, aber wer gerne elegant shoppt, wird hier garantiert fündig. Mir gefielen die kleinen Läden besser. Godiva führt zum Beispiel wunderschöne Secondhandsachen, Man kann sich aber auch aus Musterkleidern, seinen persönlichen Schnitt aussuchen und mit einem selbstausgewählten Stoff schneidern lassen. Stöbern und Anprobieren macht hier gleich viel mehr Spaß, als mit Klamotten von der Stange. 
Entlang der Royal Mile, die vom Castle hinter bis zum Holyrood House, dem schottischen Palast der Queen, führt, liefern sich die Dudelsackspieler einen wahren Kampf und so ist der Soundtrack sehr gewöhnungsbedürftig. Ein paar Meter weiter vor St. Giles verdienen sich junge Gesangsschülerinnen ein paar Pfund dazu. Und natürlich dürfen dort, wo sich so viele Touristen versammeln, auch die Straßenkünstler und Spinner nicht fehlen.  Augen und Ohren kommen auf ihre Kosten.

One can't feel the history more than in Edinburgh's cobble stone streets. I love the tiny streets around Grassmarket with all these cosy Pubs, beautiful secondhand shops and yes, Christmas shops, open all year. The Black Pull gives 20% off for students and is a great place to chill. The White Hart Inn, built in the 16th Century, even was one of Robert Burns' favourite drinking spots.
If you're sporty, take the 1000 steps (so it seemed to me), upstairs to Edinburgh Castle. The view increases step by step, into small backyards and old courts... and then it is immediatly cut off, because the stands for the Royal Tatto are already standing. Otherwise one could have a view all around the city.
But we saved the 16€ Entry for the Castle and spend it on a delicious tea time at the Café Truva on High Street. This tiny cafe is the best place, if you like profiterole cake or apple tart with caramel topping. Suicide by cake would be another good name for it.
Instead of shopping at Princess Street, we took a stroll through the exceptionel secondhand shops. Godiva is one of the best. Here you can find great  things from the last decades, but you can also have your very own clothes taylored.  Absolutely more fun than stuff off the rags.
The Soundtrack of the Royal Mile are Backpipes, one Piper is standing at every corner. But we also saw a lot of crazy people: a few Highlanders, young music students singing for some coins, the most pierced woman in the world, and a lot more street artists. It's a feast for eyes and ears.

Übernachten / Where to stay:
City Center Appartments, Inglis Court 1, Edinburgh
In kleinen Wohnungen gibt es Doppel- oder Twinbettzimmer oder Mehrbettzimmer. Jedes Apartment hat ein Wohnzimmer, eine voll funktionstüchtige Küche mit Waschmaschine und die Bäder sind garantiert keine ranzigen Hostelbäder. Wir fühlten uns gleich wie zu Hause. Die Nähe zum Grassmarket und zum Castle und der günstige Preis sind einfach unschlagbar.
Double or twin bed rooms, or up to 4 beds in one room. Every apartment has a living room, a full functioning kitchen with washing mashine, and the bathrooms are luxury against every normal hostel bath. We felt at home, immediately. It's just around the corner from Grassmarket and directly below the Castle and the reasonable prices can't be beaten.