Montag, 31. Dezember 2012

Der Jahresrückblick

Während ich hier sitze, muss ich mich immer wieder versichern, dass ich nicht in einem Kriegsgebiet sitze, denn es geht eine Rakete nach der anderen krachend in die Luft. Anscheinen muss das geübt werden, oder mein bescheuerter Nachbar will uns alle erschrecken, denn eben dachte ich fast mir bleibt das Herz stehen und ihm fehlen Gliedmaßen. Sein wahnsinniges Lachen schien aber Entwarnung zu geben. 
Also zurück zu meinem Jahresrückblick:

Das Jahr begann mit einer wunderschönen Überraschung, denn die Alster fror so zu, dass über eine Million Hamburger darauf gehen konnten. Eine von uns tanzten sogar Tango auf ihr. Für eine Freundin, die aus Australien zu Besuch war, ein ganz besonderes Spektakel, wenn auch ein sehr kaltes.

Richtig toll war mein Sommerurlaub in Schottland. Ein Traum, den ich mir nach langer Zeit endlich erfüllen konnte. 12 Tage auf Tour mit meiner besten Freundin. Und trotz der üblichen Kämpfe, die entstehen, wenn zwei Dickköpfe unterwegs sind, war dieser Roadtrip etwas ganz besonderes. Wir haben so viel gesehen, alte Freunde getroffen und neue Menschen kennengelernt, für deren Anwesenheit in meinem Leben ich sehr dankbar bin. Schottland macht mir auf jeden Fall eine Menge Heimweh.


In diesem Jahr fanden sich auch hier in Hamburg viele neue Freunde und bestehende Freundschaften verfestigten sich. Wir haben so viele schöne Dinge zusammen gemacht. Grillen am Strand, Feiern auf dem Kiez, CSD ... Es macht einfach so viel Spaß mit euch.

Jahre mit einer 2 am Ende scheinen für mich immer wieder Schicksalsjahre zu sein. Naja, sind halt auch immer die, in denen ich einen runden Geburtstag feiere. Runde Geburtstage waren dieses Jahr auch das große Thema: Es hagelte 40, 50, 30. Und so kam in diesem Jahr die Familie mal an den unterschiedlichsten Orten zusammen. Und zum ersten Mal in den bald drei Jahren, die ich nun hier wohne, haben mich alle besucht. Das hat mich besonders gefreut. Wir haben uns so oft gesehen, wie schon lange nicht. Was sehr schön war. Eigentlich schade, dass man das immer nur zu großen Feiern so macht.


Eine der größten Sachen überhaupt aber war, dass ich mit meinem Gesang so überzeugen durfte, dass ich von der Karaokebühne weg auf die Bühne des Schmidt Tivoli geschupst wurde. Eine riesen Gelegenheit! Seitdem weiß ich auch erst, was für eine Rampensau ich bin. Und mit Kay Ray zusammen auf der Bühne zu stehen, macht schlichtweg so viel Spaß, dass das Lampenfieber sofort weg ist. Danke dafür Kay und alle, die das möglich gemacht haben und vor allem Danke, dass ich wieder kommen darf!

All das hilft mir momentan den Kopf oben zu halten und weiter zu machen.

Aber lasst uns auch an die denken, für die das laute Knallen der Bomben und Raketen der traurige Soundtrack ihres Lebens ist. Die in Syrien und andernorts mit Angst ins Neue Jahr blicken und die nicht wissen, was werden soll, ob sie das Neue Jahr überhaupt erleben werden, oder ob ihre Lieben es werden.

An vielem können wir als einzelne nichts ändern, aber wir können Veränderungen im Kleinen bewirken. Also geht ohne Altlasten ins Neue Jahr und versucht das zu tun, was euch glücklich macht.


Sonntag, 30. Dezember 2012

What are you doing New Year's Eve?

Das ist doch mal eine schöne Idee für Silvester. Zumindest wisst ihr dann hinterher, wovon euch an Neu Jahr schlecht ist. Sicher toben nun auch bei euch die Diskussionen, wie der morgige Abend zu verbringen ist? Nein? Gehört ihr zu den Planern, die schon seit Juni wissen, was sie an Silvester machen? Dieser eine spezielle Abend in Jahr versetzt mich immer wieder in Stress, denn alleine sein, will ich schließlich auch nicht, aber alle Freunde bekommt man ja auch nie unter einen Hut? Eine Party zu Hause? Für viele viel zu langweilig, wenn auch herrlich gemütlich und stressfrei. Irgendwo feiern? Aber wo? Kiez, Restaurant, irgendeine Party in der Stadt? Da kommen schon mal Facebook Diskussionen mit über 10 Threads zu Stande. Da scheint ein Zwang zu entstehen, dass er unbedingt etwas besonderes werden muss. Dabei ist es doch eigentlich auch nur ein Abend im Jahr, halt nur der letzte von 365. Und eines ist sicher: in 365 ist wieder Silvester. Vielleicht sollte ich mir auch einfach einen Plattenspieler suchen und ein paar runden drehen?

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Über den Wolken - die 10.000 ist geknackt!

Wow! Während ich über den Wolken die Sonne genießen durfte, habe ihr meinen Blog tatächlich über die 10.000er Marke gebracht. Vielen Dank! Bitte macht weiter so!
Das Wetter hier in Hamburg lässt zum Glück ja auch genug Zeit zum Lesen.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Der Weihnachtsmann ist Biker

Wolltet ihr immer schon mal wissen, was der Weihnachtsmann vor der Beschehrung macht? Füttert er seine Rentiere und checkt nochmal die Ausrüstung? Naja fast, sein Rentier hat ein paar mehr PS und kommt aus dem Hause Harley Davidson. Ja der Weihnachtsmann ist Biker, aber nicht nur das, er ist auch Hesse und so wünschte er allen Motorradfahrern, Treckerfahrer und, was sich sonst noch so an kuriosen Fahrezeugen angesammelt hatte, in breitestem Hessisch: "Ei isch wünsch eusch allen ä Frohes Fest".
Ei so sei es denn.

Montag, 24. Dezember 2012

Weihnachtsgrüße

Ich danke meiner Familie und allen Freunden und Lesern, für die Treue, die ihr mir schon seit 5 Jahren schenkt und regelmäßig diesen Blog anklickt sodass wir nun bald auch den 10.000 Klick feiern können. Feiert ein schönes Fest und liebt die um euch! Wir starten in ein aufregendes neues Jahr! A big thank to my family and all my friends and readers, who follow me for 5 years now. Thus, we can celebrate the 10,000st klick shortly. Have joyous days and love the ones around you. We will start into a very interesting new year!

Adventkalender - Türchen 24

So eine Stimme in diesem Alter! Ich denke, dieser Song ist würdig, den diesjährigen Adventskalender zu beschließen. Ich wünsche euch allen eine besinnliche Zeit und hoffe, ihr seid von den Menschen umgeben, die ihr liebt und habt eine schöne Zeit. Und denkt daran, an Weihnachten wurde uns jemand geboren, der uns zeigen sollte, dass es nicht darum geht, wie viel das Geschenk gekostet hat, sondern um Liebe und darum anderen zu helfen. Also zeigt den Menschen um euch herum, dass ihr sie liebt und seid dankbar, dass ihr sie habt. Ich bin es, für jeden Teil meiner Familie, für jeden Freund und jede Freundin und alle Leser. Frohe Weihnachten!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 23

Morgen ist es soweit: Heiligabend. Ich werde diesen, wie schon seit inzwischen 30 Jahren im Kreise meiner Familie verbringen. Mittags fahren wir immer auf den Feldberg und treffen uns mit alten Freunden und begucken uns die vielen Motorräder und Traktoren, die sich dort versammeln. Da ich die einzige ohne Motorradführerschein bin, fahren wir schon länger mit dem Auto hin, früher fuhren meine Eltern ohne mich und ich ließ mich bei meinen Großeltern verwöhnen. Und abends essen wir dann alle zusammen. Vorher ist Beschehrung. Egal wie unweihnachtlich ich mich fühle, spätestens dann ist dieses warme, gemütliche Gefühl da und meine Augen beginnen zu glänzen. Schenken und beschenkt werden, ist doch immer wieder schön. Sehen, wie sich andere über das freuen, was man sich für sie ausgedacht hat, ist fast noch schöner als selbst Geschenke zu bekommen. Und in diesem Jahr habe ich etwas ganz besonderes für meine Mama. Aber pssssst. Was, wird noch nicht verraten.
So, damit die Mamis und Papis unter euch mal 2 Stunden Ruhe vor den aufgeregten Kiddies haben, und ihr den Baum schmücken oder das Essen für morgen vorbereiten könnt, oder ihr euch zusammen mit ihnen einkuscheln könnt, ist hier Adalbert Stifters "Bergkristall":
http://xoup.de/audio/stifter/stifter_bergkristall_01.mp3
http://xoup.de/audio/stifter/stifter_bergkristall_02.mp3
http://xoup.de/audio/stifter/stifter_bergkristall_03.mp3
http://xoup.de/audio/stifter/stifter_bergkristall_04.mp3
http://xoup.de/audio/stifter/stifter_bergkristall_05.mp3
http://xoup.de/audio/stifter/stifter_bergkristall_06.mp3
Und natürlich ist es auch für uns Singles schön, sich mit einem Tee auf die Couch zu kuscheln und einfach zuzuhören. Schließlich sind wir ja alle ein bisschen Kind!

Dienstag, 18. Dezember 2012

Adventkalender Türchen 18

Ok, sie können vielleicht nicht singen, oder sich gar ein paar Zeilen Text lernen, aber schließlich sind sie ja auch eigentlich eher schweigsame Kleiderständer, aber hübsch anzusehen. Und nachdem ich die letzten Jahre immer ein tanzendes Geschenk für die Mädels hatte, sind jetzt mal die Jungs dran.

Montag, 17. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 17

Der ist einfach so herrlich böse, da wäre doch zu schade, ihn nicht mit euch zu teilen. Wenn Santa dieses Jahr also nicht kommt, muss das Christkind einspringen.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 16

Guten Morgen! Vielleicht habt ihr ja auch schon euren Weihnachtsbaum besorgt und geschmückt? Ich habe meinen kleinen ja schon seit knapp 10 Jahren und der Vorteil ist, ich brauche ihn nicht abschmücken. Heute darf er wieder aus dem Keller raus und sein goldenes Licht verbreiten.
Ihm zu Ehren gibt es am heutigen Märchensonntag eine Geschichte von Hans Christian Andersen, meinem Lieblingsmärchenautor. Der Weihnachtsbaum:
http://xoup.de/audio/andersen/andersen_tannenbaum.mp3

Samstag, 15. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 15

Und wieder beginnen wir den Samstag beswingt! Bewegt diesmal die Füße und Hüften für die wunderbare Billie Holiday,die Weihnachten ja quasi schon im Namen trägt.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 13


Erinnert ihr euch noch daran, wie ihr als Kinder vor Weihnachten euren Wunschzettel geschrieben habt? Ich habe immer meine Wünsche aus einem Versandhauskatalog ausgeschnitten und aufgeklebt. Den Wunschzettel habe ich dann fürs Christkind auf die Fensterbank gelegt, damit es sie auch findet. Zuverlässig am nächsten Morgen war sie von dort auch verschwunden und ich konnte sicher sein, dass zumindest ein paar meiner Wünsche in Erfüllung gehen würden. Wäre es nicht schön, wenn das heute noch so ginge? Aber wie schneide ich immaterielle Wünsche aus dem Katalog aus? Als Kind, war Weihnachten vor allem dazu da, materielle Wünsche zu erfüllen. Wir wussten es ja nicht besser. Inzwischen können sich die meisten von uns diese Wünsche selbst erfüllen, auch, wenn es ein wenig Sparsamkeit erfordert. Aber wer erfüllt den Wunsch nach dem Traumjob, der uns glücklich macht, nach Liebe, nach dem Gefühl angekommen zu sein, nach Zufriedenheit, nach Gesundheit? Diese Dinge kann man nicht im Laden kaufen, in Geschenkpapier wickeln und mit einer Schleife versehen unter den Weihnachtsbaum legen. Die Wünsche können wir uns nur selbst erfüllen und dabei wohl manchmal auch viel Geduld haben. Und manche davon liegen nicht einmal in unserer eigenen Macht. Verliert nicht den Mut, gebt die Hoffnung niemals auf und vergesst nicht, es gab einmal eine Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat. Schickt doch mal wieder einen Wunschzettel ans Universum, denn alles, was ihr euch wünscht, steht euch auch zu.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 11

Wie viele von euch hetzten durch die Innenstädte und suchen Weihnachtsgeschenke und geben dabei Unmengen von Geld aus? Für Verwandte, die einem bestimmt wieder etwas schenken, über das sie nicht lange nachgedacht haben und das man auch eigentlich gar nicht braucht. Socken, Pullis, Mixer können wir uns schließlich auch selbst kaufen, wenn wir sie brauchen.
Unsummen werden wir dieses Jahr wieder ausgeben, für Technik, Bücher, Klamotten und andere Kleinigkeiten. Und wie oft wird man beim Auspacken Freude heucheln, wenn der andere mal wieder den eigenen Geschmack nicht getroffen hat? Und zwischen den Jahren geht dann das Umtauschen los. 
Meine beste Freundin will in diesem Jahr Zeit verschenken. Ein Gut das inzwischen beinahe wertvoller als Gold geworden ist. Zeit, die wir einfach mit den Lieben verbringen, ohne auf die Uhr zu sehen und einfach genießen. Das ist auch das, worauf ich mich an Weihnachten freue: Zeit mit meiner Familie und Freunden, die ich lange nicht gesehen habe. Wir werden uns dieses Jahr auch nichts riesiges schenken, denn wir haben gemeinsam geschlossen, das Geld, das wir für Geschenke ausgeben würden, für einen guten Zweck zu spenden und uns über die gemeinsame Zeit zu freuen und dass wir jemand anderem eine Freude bereiten können. Denn auch das ist Luxus.
Hier sind ein par Vorschläge, über die sich nachzudenken lohnt:
Ladet doch mal jemanden zum Essen ein. Bei Plan - Sinnvoll schenken - könnt ihr gleich 10 Kinder einladen und das zu einem Preis, den euch ein gutes Essen für euch alleine kosten wurde: 20€! Und die hat doch sicher jeder.
Oder sorgt dafür, dass 2 Kinder in einem sauberen und sterilen Umfeld zur Welt kommen können. Ist auch nicht teurer. Auf der Seite findet jede Geldbörse das Passende. Es muss nicht immer gleich ein Patenkind sein, man kann das Geld auch streuen.
Und auch bei uns gibt es genug Organisationen, die es zu unterstützen lohnt. Bedenkt man doch, dass  in Deutschland die Tierschutzvereine mehr Mitglieder haben, als Organisationen, die sich um den Schutz der Kinder bemühen.
Also, ehe ihr wieder irgendwelche Verlegenheitsgeschenke unter den Baum packt, überlegt mal, ob das Geld nicht besser angelegt werden könnte.


Montag, 10. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 10

So, da habt ihr es! Ich bin im Christmas Swing. Meine Nachbarn dürften mich inzwischen dafür hassen, dass ich fröhlich alle Weihnachtslieder meiner brandneuen Weihnachts CDs mitträllere. Wieso schreibt heute eigentlich keiner mehr solche Songs?

Sonntag, 9. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 9

Es ist wieder soweit: Märchensonntag! Und da wir hier ja im hohen Norden und recht nah am Meer sind, gibt es heute eine Geschichte von Jules Vernes, die ihr bestimmt noch nicht gehört habt. Also holt euch einen Tee, kuschelt euch ein und genießt die nächste Viertelstunde. Viel Spaß!
http://xoup.de/audio/weihnachten/verne_weihnachtskaelte.mp3


Donnerstag, 6. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 6

Sorry, Julia, das war so süß, dass ich es einfach klauen musste. So gaaaaanz langsam schleicht sich doch ein kleines Weihnachtsgefühl ein:

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 5

Heute habe ich etwas für all die Bastelkinder unter euch. Vielleicht kennt ihr ja schon picmonkey?
Damit kann man so lustige Sachen machen, wie dieses Foto:
Also los! Schaut es euch an und losgebastelt und das Schönste bekommt gaaaaaanz viiieeeel Applaus!

Montag, 3. Dezember 2012

Sonntag, 2. Dezember 2012

Adventskalender - Türchen 2

So, und da habe ich sogar den 1. Dezember gestern einfach verdaddelt. Dafür habt ihr dann jetzt 2 Türchen.
Weihnachtszeit ist ja auch ein bisschen Märchenzeit. Im Fernsehen läuft schon zum zweiten Mal "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und deshalb habe ich die Adventssonntage zum Märchensonntag erklärt. Heute gibt es "Sterntaler" aber mal ein bisschen anders: http://xoup.de/audio/grimm/grimm_ruhrpott-sterntaler.mp3
Die Geschichten könnt ihr kostenlos bei Vorleser.net downloaden.

Adventskalender - Türchen 1

Advent, Advent, kein Lichtlein brennt.
Ihr Lieben! Dieses Jahr werdet ihr wohl Türchen für Türchen meinen Versuch begleiten müssen, mich weihnachtlich zu fühlen. Ich habe schon seit Wochen überlegt, mit was ich euch hier eine Freude machen kann und damit auch mir. 
Da ich durch meinen Job aber schon seit März mit Weihnachtsdeko konfrontiert bin, ist mir dieses Jahr irgendwie die Weihnachtsstimmung abhanden gekommen. Der Grinch, der Schuld ist, trete bitte jetzt einen Schritt vor.
Nichts desto trotz soll die schöne Tradition des Adventskalenders ja nicht aussterben, die ich hier schon so lange pflege.
Als erstes gibt es eine Bastelanleitung. Ein "netter Kollege" hat mir ja meine geliebte London Schneekugel kaputtgemacht und sie einfach wieder auf den Schreibtisch gestellt. Da hilft nur, eine neue bauen:

Vielleicht habt ihr ja auch Lust bekommen, es auch mal auszuprobieren.

Sonntag, 4. November 2012

Die kleine Melina auf der großen Bühne des Tivoli

Ich schrieb ja bereits, dass mir seit ich dreißig bin, lauter wunderbare Dinge passiert sind. Dazu zählt auch mein erster öffentlicher Auftritt auf einer richtigen Bühne, und gleich die des Schmidt Tivoli!
Durch eine wundersame Fügung des Schicksals durfte ich mit und bei Kay Rays Latenight Show auftreten. 
Das erforderte Vorbereitung, nicht nur gesanglicher Natur, denn in meinem üblichen Schwarz wäre ich bei Kay glaube ich unsichtbar geworden. Also her mit der Farbe! Wie ihr seht, war die Verwandlung ziemlich erfolgreich:-)
Der Abend war der Hammer! Ich musste zwar drei Stunden hinter der Bühne warten, bis ich dran war, aber als ich dann dran war! Wow! Die Bühne, das Licht, die Leute und natürlich Kay! Das hat so Spaß gemacht! Davon will ich unbedingt mehr!
Ich bin Kay so dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe und hoffe, das Publikum hatte genauso viel Spaß wie ich.

Es gruselt im Hotel Atlantic *****

Manchmal muss man einfach die richtigen Leute kennen. In diesem Fall meine Beste, denn sie hatte eine Einladung für drei zur Halloween Party im Hotel Atlantic. Dort wollte ich schon immer einmal hin, bisher hatte ich mich aber nie über die Schwelle getraut. Mit einer offiziellen Einladung musste ich aber schließlich nicht fürchten, wieder hinausbefördert zu werden.
Zur Auswahl standen bei uns Diven der 40er Jahre oder Burgfräulein. Da Mittelalterkleider irgendwie besser zu Halloween passen, wurden es dann die Burgfräulein. Die Beste hatte sich sogar noch eine riesige Wunde ins Gesicht geschminkt. Wahnsinn? In letzter Sekunde fiel mir im Büro noch ein Windlicht in die Hände, das sich prima als Handtasche eignete. Da war das Foto aber schon geschlossen, also seht den kleinen Kürbis als Platzhalter an :-).
In der Lobby atmet man Geschichte. Hier kehrten die Kreuzfahrtgäste ein und das ganze Hotel ist aufgebaut wie ein Schiff. Die Lobby ist mit Ledersesseln bestückt und trotz der großen Renovierung der letzten Jahre, kann man den Tabak noch riechen, der hier geraucht wurde. Rauchen darf man hier inzwischen nicht mehr, dafür gibt es das distinguierte Zigarrenzimmer. Dafür kann man sich hier bei dem britischsten aller Bräuche den Nachmittag vertreiben: dem High Tea. Hier saß an diesem Abend ganz unbehelligt Philip Seymour Hoffman und genoss die Atmosphäre! Das geht nur, weil im Atlantic so sehr auf die Privatsphäre geachtet wird. Natürlich juckte es mich, ihn um ein Foto zu bitten. Aber stellt euch mal vor, ihr sitzt irgendwo und jemand in einem Mittelalterkleid kommt auf euch zu und will ein Foto. Also habe ich es gelassen.
Unsere Party war klein aber fein, mit gutem Essen, noch besserem Wein aus Rheinhessen (ja, hier weiß man, wo guter Wein her kommt) und einem lustigen Kürbisschnitzwettbewerb. Die Gewinnerinnen bekamen ein Wochenende im Adlon geschenkt. Wären die Kostüme bewertet worden, hätte die Beste gewonnen.
Das Highlight war eine private Führung durchs Hotel, bei der wir einige der nagelneuen Zimmer besichtigen durften. Die Zimmer wurden nach Eigenheiten und Farben aus Asien, Amerika, Europa und Afrika gestaltet und sind wirklich schon geworden. In die Bäder wäre ich am liebsten sofort eingezogen. 
Udo Lindenberg zieht wohl momentan so oft im Haus um, um alle neuen Stile zu testen, dass nicht einmal die Angestellten immer wissen, wo er gerade wohnt. Ruheloser geht es kaum.
Ich habe mich aber genauso in dieses Hotel verliebt und wenigstens ab und zu auf ein Glas Wein, werde ich bestimmt zurückkehren.
Sometime one has to know the right people, in this case my best friend. She had an invitation to the Halloween Party at the famous Hotel Atlantic. I always wanted to go their, since I live here, but I never dared to cross the door step.
We decided to wear dresses from the Middle Ages and my best friend even wore a creepy makeup prentending to have a big wound right in here face. If the competion were about hte costumes, she would have won a weekend at the famous Adlon Hotel in Berlin. But it was a pumpkin slicing competition.
We were also allowed to see some of the newly refurbished rooms. Amazing. I just wanted to move into one of the gorgious bathrooms. You can breath history in this house. This is were the passengers of the big cruisers slept during their stays.  And guess who was sitting in the lobby? Philip Seymour Hoffman! 
I fell in love with this hotel and maybe I can come back for a glass of wine, or two, because they serve wine from Rhine-Hessia.

Dreißig Jahre - Bin ich jetzt erwachsen, oder was?

Es war ja ein wenig länger Funkstille, aber es gab auch viel zu tun und vor allem viiiiiiieeeeeel zu erleben. Vor knapp drei Wochen hatte nämlich auch mir das Stündlein geschlagen. Mein dreißigster Geburtstag kam schneller, als es mir, ehrlich gesagt, lieb war. Das ganze Jahr schon war mir ziemlich mulmig, wenn ich an diesen Tag dachte. Was bedeutet diese drei vor der Null für mich? Muss ich jetzt erwachsen sein? Habe ich versagt, weil ich noch nicht verheiratet und Mutter bin, oder gar eine wahnsinns Karriere habe? Wo stehe ich im Leben? Bin ich zufrieden? Wo will ich noch hin? Mein Kopf schwirrte nur so vor Fragen. 
Und soll ich euch etwas sagen? Am Ende hat es dann gar nicht weh getan. Meine Freunde haben es mir aber auch leicht gemacht, auch, wenn ich unsere Lieblingskneipe von Bergen von Kronkorken befreien musste (Klinken geputzt hatte ich ja schon im Büro).  Meine Familie rückte auch beinahe vollzählig an, was wir viel gutem Essen und gutem Wein in einem tollen Restaurant feierten.
Danach habe ich beschlossen, dass 30 das neue 20 ist und ich mir wegen nichts Sorgen machen muss. Es wird sich schon alles finden. Und seitdem sind mir nur tolle Sachen passiert. Was, lest ihr in den nächsten Posts.
You didn't hear from me for sime time, but there was so much to do and to experience. Some weeks ago I turned thirty and this birthday arrived faster then I wanted. I panicked myself with the extential questions. What does thirty mean? Do I have to be grown up now? Did I fail because I am still not married and not a mother? What is my place in life? Am I satisfied? Where will I go from here? My head was buzzing.
And what shall I say? At least, it didn't hurt. My friends made it very easy for me, even if I had to clean my favorite bar (in the office I had to clean all the door handles). My family poped up for a big party with lots of good food and wine in a fabulous restaurant.
Now I decided, that 30 is the new 20. I don't have to worry. Everything will fall into place. And since then, so many good things happend. You will read about it soon.

Sonntag, 30. September 2012

Zurück in Edinburgh - Die schottische Bürokratie schlägt zu

Nachdem wir in Nairn so herrliches Wetter hatten, holte uns in Perth der Regen ein. "Extrem teure Straßenreinigung" so nannte es der Typ vom Hostel, das eigentlich das örtliche College war. Das wird in eine Jugendherberge umgewandelt, solange die Studenten in den Sommerferien sind. So konnten wir uns mal ansehen, wie schottische Studenten so wohnen. Fazit: Zum Glück fangen die Studenten schon mit 17 an zu studieren, denn sie leben in zweier Buden auf engstem Raum mit einem winzigen Bad. Die Küche war ein Lichtblick, denn von dort hatten wir einen tollen Blick über Perth. Mehr sahen wir von der Stadt nicht, denn mit einer extrem erkälteten Freundin, muss man ja nicht noch durch den strömenden Regen stapfen. Und nachdem wir hier ein Ticket für Falschparken bekommen hatte, als wir verzweifelt das Tourist Office suchten, reizte es uns auch nicht mehr so, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. 
Schon in Inverness hatten wir Heimweh nach Edinburgh bekommen und beschlossen, einfach ein bisschen eher dorthin zurück zu kehren und uns ein wenig auszuruhen. Hier kassierten wir dann netterweise noch ein zweites Ticket, weil wir 2 cm über der Parkmarkierung waren und der gute Bobby, der hier tagtäglich die  Straße auf und ab seinen Dienst versieht, anscheinend echte Langeweile hatte. Damit war unser Glück vollkommen und unser vorletzter Tag in Schottland bestand daraus, dass wir erst eine Post suchten, dann unser überzähliges Gepäck verschnürten und im Nieselregen wieder zur Post zerrten. Ihr erinnert euch bestimmt an unseren Hinflug. Und da wir inzwischen ordentlich shoppen waren und ich die Finger wieder nicht von Büchern lassen konnte, musste das ganze Zeug ja irgendwie heim. Allerdings haben wir etwas bedeutendes gelernt: Ein Päckchen nach UK ist eindeutig günstiger als eines von Schottland aus zu verschicken, denn ich habe sage und schreibe 45€ bezahlt! Aber eine Wahl hatten wir ja nicht.
Als nächstes waren die Parktickets dran, denn wir wollten schließlich sauber aus Schottland abziehen. Es ist nämlich so: Zahlt man sein Ticket innerhalb von 14 Tagen, vermindert sich die Summe von 60 GBP auf 30GBP, was wir natürlich nutzen wollten, vor allem auch, um die Bearbeitungsbegühr von Hertz zu sparen. Am Telefon sagte uns eine nette Dame in Perth, dass sie unser Ticket streichen werde, da wir ja Touristen in ihrer schönen Stadt gewesen seien und die örtlichen Regeln nicht kennen könnten. Dies hat sich im Nachhinein als heimtückische Lüge herausgestellt, was uns nicht nur die 60GBP sondern noch zusätzliche 40 GBP Bearbeitungsgebühr von Hertz einbrachte. Das wussten wir da aber noch nicht.
Der nächste Gang führte uns aufs Rathaus in Edinburgh, wo uns ein netter Herr ein Formular in die Hand drückte, auf dem wir Widerspruch gegen das Ticket einlegen sollten. Ich möchte betonen, wir waren gekommen, um zu bezahlen... Aber, wenn er uns schon solche Hoffnung machte, warum es nicht probieren, wo wir doch schon einmal vermeintlich so viel Glück gehabt hatten. Also fühlten wir das Formular brav aus und hofften das Beste. Dass meine Freundin Wochen später eine weitere Abbuchung von 102 GBP auf ihrer Kreditkartenrechnung fand, brauche ich nicht zu erwähnen, oder? 
Fehlte nur noch der Unfallbericht (Ihr erinnert euch an unser Missgeschick in Fort William?), den wir mit besonders schönen Skizzen des Unfallhergangs am nächsten Tag im Wagen deponierten.
So war der Tag schon fast rum, aber ich wollte mich von dieser Schönen Stadt in Ruhe verabschieden und zog nochmal alleine los, um ein paar Bilder zu machen und mir die Schottische National Bibliothek anzusehen. Dort gab es passenderweise gerade eine Ausstellung zu schottischen Schriftstellern, wie Arthur Conan Doyle  und eine zum schottischen Film. Der Eintritt war kostenlos und da es sowieso immer noch regnete, konnte ich so noch ein bisschen Zeit totschlagen. 
Abends waren wir mit Alan von der Rezeption verabredet, um uns das Spiel Deutschland gegen Italien in einem Pub am Grassmarket anzusehen. So eine Pleite...Unser allerletzer Tag verging irgendwie wie im Fluge mit einer kleinen Tour in die Unterstadt, wo wir uns eigentlich Hollyrood House, den schottischen Sitz der Queen ansehen wollten. Doch das war samt Park geschlossen, weil die Queen tatsächlich zugegen war. Dafür konnte man sich das gegenüber gelegene schottische Parlament ansehen, das wohl hässlichste Gebäude der Welt. 
Entschädigt wurden wir im People's Story Museum. Bei freiem Eintritt kann man sich hier die Geschichte der Schotten ansehen. Mit viel Liebe zum Detail werden hier etwas die verschiedenen Epochen dargestellt. Komischerweise traf man hier nur Deutsche an. Anscheinen finden wir als Erstes die Orte, wo es was kostenlos gibt... Das Museum der Kindheit gehört übrigens auch dazu, falls mal jemand seine Kinder einen Regennachmittag lang beschäftigen muss. Das Café, in dem J.K. Rowling "Harry Potter" geschrieben hat, haben wir auch gefunden.
Die  Nacht sollten wir mit Allan in einem Appartment schlafen, da sich eine Norwegische Reisegruppe angesagt hatte,die das ganze Haus belegt hatte. Wie wir ihn dazu gebracht haben, für uns zu kochen, weiß ich gar nicht mehr, aber es war vorzüglich. Weil unser Flug schon sehr früh gehen sollte, mussten wir um 4 Uhr nachts los, also machten wir einfach die Nacht durch. Geschlafen hätten wir nach der Ankunft der Norweger sowieso nicht mehr. Es gibt nämlich noch etwas schlimmeres als Deutsche Jungendreisegruppen: Norwegische Rentner! Sowas unfreundliches habe ich noch nie erlebt. Unsere Betten blieben diese Nacht also gänzlich unberührt, weil wir sie mit Allan und den anderen Mitarbeitern des Hostels komplett verquatscht haben.
Dafür bekamen wir noch eine Tour ins oberste Stockwerk, von wo aus man einen perfekten Blick aufs Castle hat. Wahnsinn! Ein toller letzter Eindruck von Ediburgh. Und so ging unser schottisches Abenteuer nach 12 Tagen zu Ende. Schön war's und ich werde auf jeden Fall zurückkehren. Schließlich gibt es noch so viele Orte, die wir uns noch nicht angesehen haben und einige, die ich gerne wiedersehen möchte. 

Dienstag, 25. September 2012

Aus der vegetarischen Kombüse: Gemüsequiche




 Für eine Form von etwa 26cm Durchmesser
Für den Teig:
200g Mehl
1 Eigelb
100g weiche Butter
Für die Füllung:
Gemüse nach Wahl
z.B. Karotten, Tomaten, Brokkoli, Blumenkohl
2 Eigelbe
2 Eier
300ml Sahne
1 Becher körniger Frischkäse
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
Etwas Rosmarin unf Thymian
Mehl für die Arbeitsfläche
Fett für die Form
1 Spring- oder Tarte-Form

Zubereitung:
1. Mehl mit 1/2 TL Salz mischen und auf die Arbeitsfläche geben (oder in eine Teigschüssel, wer nicht soviel Platz hat). In die Mitte eine Mulde drücken , Eigelb und 2 EL kaltes Wasser hineingeben.
2. Butter in kleinen Flöckchen auf dem Rand verteilen.
3. Alles mit einem Messer durchhacken und zu einem glatten Teig kneten.
4. Teig in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
5. Gemüse klein schneiden und in einer Pfanne kurz mit etwas Fett andünsten.
6. Backofen auf 220°C vorheizen und die Form fetten.
7. Den Teig auf etwas Mehl rund ausrollen. Den Boden und Rand der Form damit auslegen und ein paar
mal mit einer Gabel einstechen.
8. Das gedünstete Gemüse auf dem Teig verteilen.
9. Die Sahne mit den Eigelben und den Eiern gut verquirrlen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer und den Gewürzen würzen und dann über das Gemüse gießen.
10. Quiche im heißen Ofen (mittlere Schiene bei etwa 200°C) goldbraun backen.
Schmeckt besonders gut mit einem grünen Salat.

Sonntag, 2. September 2012

5 Jahre - Viel erlebt

Ich muss die Reiseberichterstattung mal kurz unterbrechen, denn gerade wird mir klar, dass ich mit diesem Blog inzwischen fünfjähriges Jubiläum feiern kann. Mit einem Praktikum in Köln fing es an und inzwischen sind so einige Posts zusammen gekommen. Eine bewegte Zeit und wie ihr seht, arbeite ich auch weiter daran, dass ihr hier Spannendes zu Lesen bekommt, denn die Leserzahl wächst stetig und wie ich in der Statistik sehen kann, sogar in der ganzen Welt, sogar in Alaska und Schweden, werde ich gelesen.
Für Vorschläge bin ich immer offen. Also topt euch aus. Hier, auf Facebook oder auch per Mail. Dann können wir vielleicht irgendwann weitere 5 Jahre feiern.
I have to interrupt the travel stories for a short notice: This blog exists since 5 years now! My first jubilee! It all started with an internship in Cologne and since then a lot of Posts and stories gathered here. And I am still working on exciting things to write, because the readership is growing and I have readers in Alaska and Sweden!
I am always open for tipps, advice and suggestiongs. So that I can improve this blog. Maby we will then have a reason to celebrate in 5 years again.

Nairn Beach - Ein bisschen Rosamunde Pilcher Feeling

Nach einigem Regen war uns nach goldenem Sandstrand und da auch endlich das Wetter wieder mitspielte, machten wir uns auf nach Nairn, einem kleinen netten Ort direkt am Strand. Hier holten wir uns, was die Seele brauchte und ließen uns den Wind um die Nase wehen.  Sah etwas  aus, wie man es aus den Pilcher Filmen kennt. Und am Ende schenkte mir Neptun sogar noch eine wunderschöne Zwirbelmuschel.
After some rain we needed some sandy beaches and went to Nairn, a nice tiny village near the beach. Here we finally got some sun and sand between our toes. And in the end Neptun gave a beautiful shell  as a present to remember this beautfiful place.





Inverness - die Luft ist raus

Von Inverness hatten wir uns einiges versprochen, weil so viele geschwärmt hatten, wie schön es sei, doch dann  war es doch eher enttäuschend. Das Einkaufzentrum schloss um 17 Uhr und die Stadt hatte auch nicht viel zu bieten. Die Entscheidung, den Abend lesend im Hostel zu verbringen fiel also nicht gerade schwer.
Das sind auch tatsächlich die einzigen Fotos, die ich hier geschossen habe.

We expected a lot from Inverness, because so many peopled praised its beauty. But we were rather dissapointed. Even the Shopping Centre closed at 5 p.m. So we spent the night reading in the hostle.



Sonntag, 19. August 2012

Loch Ness - Nessie spricht Deutsch

Nach einem ereignisreichen Wochenende verließen wir Skye in Richtung Loch Ness. Schließlich schlägt auch in uns ein Touristenherz und mal nachsehen, ob wir Nessie nicht doch entdecken, kostet ja nichts. 
Als wir ankamen, lag der tiefste Loch Schottlands allerdings spiegelglatt vor uns. Kein Lüftchen kräuselte auch nur seine Oberfläche.
After an exciting weekend, we left Skye for Loch Ness. Actually, we wanted to have a try whether we could discover Nessie. But when we arrived, the deepest of the Scottish lochs, was lying infront of us like a mirror. Not the slightest breeze rippled its surface.
Als großer Sherlock Holmes Fan musste ich unbedingt auch Urquhart Castle besichtigen. Das war ebenfalls in "Das geheime Leben des Sherlock Holmes" zu sehen und beherbergte dort das mechanisch betriebene Seemonster. Inzwischen ist aber mehr von den Ruinen ausgegraben worden, als damals zu sehen war. Alte Küchen, die Schmiede, Vorratsräume, die Wohnräume der Burgherren...
I am a big Sherlock Holmes fan, as you might have noticed, and so I wanted to see Urquart Castle, which also was in "The Secret Life of Sherlock Holmes" as the home of the mechanical Nessie. Meanwhile, they excavated even more of the ruins than could be seen in the movie. The old kitchen, the smithy, living rooms...

Und da.... ich hörte einen lauten Platsch! Ich schaute aufs Wasser.  Nessie? Also, wenn Sie etwa 16 und deutsch ist und immer ruft: " Ey, Alder! Ist das kalt!", dann ja. 
Suddenly, I heard a splash! I looked into the water. Nessie? Well, if it is about 16, German and always crying: "Ey, Alder! Ist das kalt!", then it was Nessie.

Wir ergriffen schnell die Flucht, denn nun wurden die Burgruinen von mehreren deutschen Schülergruppen geflutet. Großes Interesse hatten Sie keines an den Gemäuern, dafür machten sie um so größeren Krach. Und da ohne Wind, riesige Mückenschwärme versuchten uns zu fressen, wurde es ohnehin ungemütlich.
We took to our heels when several German Youth groups flooded the Castle. They showed no great interest in the ruins but made much noise. And since big swarms of midges tried to eat us, it was no longer comfortable, anyway.

Mittwoch, 15. August 2012

Die Sommerkombüse: Gurkengaspacio




Für 4 Portionen
Zutaten:
1 große Salatgurke
2 Becher Naturjoghurt
1/2 Becher Buttermilch
1 Bund Dill
Salz
Olivenöl
Creme Fraîche

Zubereitung:
1. Gurke schälen und kleinraspeln
2. die Hälfte der Gurken zusammen mit dem Joghurt, der Buttermilch und dem kleingehackten Dill in einem Mixer oder mit dem Zauberstab pürieren.
3. Die restlichen Gurkenraspeln hinzugeben. Je nach Geschmack für eta 15 Minuten in den Kühlschrank stellen, oder ein wenig erwärmen.
Mit etwas Olivenöl (zur Spaltung der Enzyme) und Creme Fraîche servieren.

Dienstag, 14. August 2012

Die Isle of Skye - Berge und Meer

Auf Skye werden Geschmäcker vereinigt, denn Liebhaber von Bergen und Meer kommen gleichermaßen auf ihre Kosten.
Das Wetter war sehr ... nennen wir es abwechslungsreich. Zum Glück hatte ich eine Kamera, denn mit Farben und Papier hätte ich das Spiel der Wolken niemals so schnell festhalten können. 
If you can't decide whether your holiday shall go into the mountains or to the sea, try Skye because there you can have both.
The weather was...well, changing. As a painter I would have gone mad, because the landscape changed with every new cloud. Luckily I had my camera with me and was fast enough to get at least a few.


Dunvegan Castle ist der Stammsitz der berühmten McLeods. Für die Highlander Verfilmung war es aber leider ungeeignet, weil einer der Clan Chiefs im 18. Jahrhundert auf die Idee kam, das Castle "modernisieren"  zu lassen, inklusive des hässlichen grauen Verputzes.  
 Dafür ist der Garten umso prächtiger. Wir haben uns das Innere des Castles gespart und haben nur eine Karte für den Garten gelöst. War eine gute Entscheidung.
Dunvegan Castle is the real family seat of the Clan McLeod. Unfortunately one of the clan chiefs had it refurbished in Victorian style including a very disgusting grey roughcast. But the Castle has a huge and wonderful garden that compensates the ugliness. We just bought a ticket for the gardens which was a good idea, because a castle is just another castle but the gardens are outstanding.
Im Reiseführer stand, dass es auf Skye ein verwunschenes Tal gebe, das Fairy Glen. Hier sollen die "kleinen Leute" wohnen. Klein ist vor allem schon die Straße, die mitten hinein führt. Wir beteten, dass uns kein Auto entgegen kommen würde und wagten uns mutig hinein.
The Lonely Planet said that there is an enchanted glen on Skye where the "wee people" live. The most wee thing is the road leading into the glen. We prayed that there wouldn't come a car from the other side and ventured the road.

Wie man sieht, ist dieses Glen tatsächlich etwas besonderes. Es gibt merkwürdige runde kleine Hügel, die aussehen als hätten Zwerge Wege in sie hinein gelaufen, irgendwie künstlich, aber auch magisch. Wenn man hinauf steigt aufs "Fairy Castle", eine Felsformation, die ein wenig aussieht, wie eine Festung für sehr kleine Wesen, kann man über das ganze Tal sehen. Ich musste immer an Shakespeares "Sommernachstraum" denken. Hier könnten sich in lauen Sommernächten Titania und Oberon zum Tanz vereinen.
Auf dem Foto sieht man übrigens auch nicht die "kleinen Leute", eher eine indische Großfamilie beim Picknick.
This glen is really special. There are peculiar little hills, with little paths that could be walked into by dwarf foots, somehow artificial. We climbed up to the "fairy castle", a formation of rocks that looks a bit like a tiny fortress. From here, you have a good view over the whole glen. The "Midsummernight's Dream" came into my mind because here could be a place where Titania and Oberon meet with their people to dance. On the picture you can't see the wee people, it's just an Indian Family having a picknick.

Die "Saucy Mary's Lodge" in Kyleakin, dem kleinen Hafendorf direkt hinter der Brücke ist ein idealer Ausgangspunkt für ein Wochenende auf der Insel. Die Zimmer sind schön ruhig und abends ist der Weg ins Pub nicht weit, denn das ist direkt im Erdgeschoss und am Wochenende gibt es Livemusik. Das beste ist die Lage, denn es liegt direkt an der kleinen Hafeneinfahrt mit Sicht auf den kleinen Leuchtturm. 
The "Saucy mary's Lodge" in Kyleakin is the perfect basis for trips around Skye and the Highlands. The rooms in the hostel are silent and the pub is just downstairs. At weekends there is even live music. The best: the view, because the hostel is seated at the harbour side looking to the lighthouse.
Als wir über die Insel fuhren, reihte sich ein Postkartenmotiv ans anderes. Die Landschaft ist extrem, da sie den Winden des Atlantik ausgesetzt ist, aber dieses Spiel aus dem Blau des Meeres, dem Grün der Wiesen und dem Grau der Wolken bringt diesen extremen Charakter erst zum Vorschein. Bei strahlend blauem Himmel wäre es wohl langweiliger gewesen.
One picture postcard-view follows another. The landscape is extreme in every way always exposed to the harsh winds of the Atlantic. But this makes its charakter with all the changing blue of the sea, the green of the hills and the grey clouds. It would have been boring in bright sunlight.

Spannend fand ich, dass man das Wetter schon von weitem kommen sehen konnte. Am liebsten wäre ich sofort in eines der kleinen Cottages in einem der Fjorde gezogen und hätte mein Leben damit verbracht, die Landschaft zu malen und sie mit Worten zu besingen.
We could see the weather come from a far and I would have loved to move into one of the tiny cottages at one of the fjords spending my life painting the landscape and singing of its beauty.
Auf Skye hatten wir auch einige tierische Begegnungen. Eine ganze Herde dieser strapazierfähigen Rinder graste neben der Straße. Nette Friese. Rinder sind allerdings ein eher seltener Anblick, dafür sind Schafe wie in ganz Schottland allgegenwärtig. Hier lagen mal wieder Mutter und Lamm direkt am Straßenrand und ließen sich vom Verkehr auch nicht aus der Ruhe bringen.
We had several beastly encounters. A whole flock of these hairy cows was grazing beside the road. Cool fringe. But they have been a more seldom view, sheep are omnipresent here as everywhere in the highlands. this mother sheep was showing her lamb how nice it is outside the fields, not caring for all the traffic passing by.
Beim Verlassen der Insel lernten wir noch eine Besonderheit kennen, die sich auf den Verkehr bezog. Nicht nur, dass man hier ja auf der anderen Straßenseite fährt nein, es gibt noch mehr. Wir mussten an einer Baustellenampel halten. Dort stand ein Schild "Bitte warten sie auf das Konvoi-Fahrzeug". Während wir noch überlegten, was das bedeutet, kam uns von der gegenüberliegenden Seite ein ganzer Zug von Autos entgegen, angeführt von einem rot-gelben Smart. Verdutzt beobachteten wir, wie der drehte, die anderen Autos vorbei ließ und sich dann vor uns setzte. Das war tatsächlich das "Konvoi-Fahrzeug"! Wir konnten uns vor Lachen kaum halten.
When leaving Skye we again learned something new that must be a Scottish speciality. We had to stop at a red light of a construction area. A sign told us to "Wait for convoy vehicle". While we were still wondering, what this means, a red and yellow coloured Smart came from the other side, followed by a long convoy of cars driving slowly. The Smart turned and the driver placed the car in front of us and the convoy started. We could stop laughing until we were out of the construction area.

Übernachten / Where to stay:

Saucy Mary's LodgeMeuse Lane, Kyleakin, Isle of Skye IV41 8PL, United Kingdom
01599 534845

Das Hostel ist größer als es aussieht. Ein Bett im Dorm kostet 18.50 GBP und ein Doppelzimmer 23.50€. Es ist sauber und es gibt auch einen kleinen Laden.
The hostel is bigger than it looks. A dormbed costs 18.50 GBP and a Twin Room 23.50 GBP.

Donnerstag, 2. August 2012

Eilean Donan Castle - meistfotografiert und doch geheimnisvoll

Man kann wohl sagen, dass jeder schon mal das Postkartenmotiv des Eilean Donan Castle gesehen hat, entweder auf Fotos oder noch eher im Kino. Im Highlander war es der Stammsitz der McLeods (über den tatsächlichen werdet ihr noch lesen), aber es war auch in einem meiner Lieblingsfilme, Das geheime Leben des Sherlock Holmes und Kitschfans kennen es aus Verliebt in die Braut mit McDreamy. Klar, dass wir es uns ansehen mussten.
Without a doubt, the picture-postcard view on Eilean Donan Castle is one of the most popular in Scotland, and many of you might know it from movies as the Highlander or the Secret Life of Sherlock Holmes. Fans of romantic movies know it from Maid of Honor with McDreamy. Of course, we had to go and visit it.

Der Sitz der Macreas liegt am Loch Druich, der eigentlich kein See, sondern ein Fjord ist, auf einer winzigen Insel. Bei Flut ist diese nur über die steinerne Brücke erreichbar. Im 13. Jahrhundert erbaut, im 18. Jahrhundert durch ein Schiffsbombardement fast vollständig zerstört, wurde es 1912-1932 wieder aufgebaut.  Die ganze Geschichte könnt ihr auch auf der Homepage des Castles nachlesen und sich das Schlos über die Webcam anschauen.
Wie man sieht, ist es auch bei Malern sehr beliebt und auch mich zog es magisch an.
The ancestral seat of the Clan Macrea is located at Loch Druich, which is not really a lake but a fjord.  Seated on a wee island it can only be reached over a stone bridge during high tide. Built in the 13th century and ruined by a cannonade in the 18th century, it was rebuild from 1912 to 1932. You can read the whole history on the castle's webpage, where you can also to a virtual tour.

Stilecht wurden wir wieder von Dudelsackmusik empfangen. Der junge Mann spielte nicht nur sehr gut, sondern auch ausdauernd, denn als wir die Burg verließen spielte er immer noch. Die derzeitige Lady Macrea erlaubt auch nur den jungen Leuten, sich hier ein kleines Zubrot zu verdienen. Und dieser hier, trägt sogar den Tartan der Macreas. Das Wetter gab sich alle Mühe, das Castle aus jedem Winkel malerisch erscheinen zu lassen.
We were welcomed by a young backpiper, who was playing very good and notably persistant. When we left, he was still playing. Lady Macrea allowed young people to earn a bit of pocket money by playing for the tourists. And this one was even wearing the Macrea tartan.

Die Burg wird noch immer bewohnt, ein großer Teil steht aber den Massen von Touristen offen. Im großen Bankettsaal, der auch für Trauungen genutzt wird, kann man die Gemälde der Ahnen betrachten und sehr schöne Antiquitäten. Ein Guide im kompletten Ornat mit Kilt und Fasanenfeder an der Mütze führte verschiedene Schwerter vor. Ich musste ihn unbedingt fragen, weshalb die ältere Dame auf einem der Bilder so furchtbar griesgrämig guckte. Und ein weiteres Urlaubsabenteuer nahm seinen Lauf. Er erzählte uns, dass diese Lady ein eher strenger Charakter gewesen war.
The castle is still inhabited, but a large part of it is open to the public and the great banquett hall is even used for weddings. When we were there, a guide in costume, including kilt and grouse-feather hat was showing several swords. I asked him why the old lady on one of the big paintings was looking so grumpy. He told us that she was a realy stern character and had not been that happy while living in the castle. But with this question one of our special holiday adventures began.

Wir besichtigten gerade das Stockwerk mit den Wohnzimmern, in denen auch die verschiedenen Hochzeitsfotos der jetzigen Familie stehen. Da kam Alex, der Guide uns nach und fragte, ob wir ein paar geheime Stellen der Burg sehen wollten. Da wir zu zweit waren, machten wir uns keine Sorgen und folgten ihm durch eine Tür, die eindeutig mit "No Entry" gekeinzeichnet war. Eine andere Touristin wollte uns folgen, doch er schloss sie direkt vor ihrer Nase wieder. Es ging eine enge Wendeltreppe hinauf, (eine von nur zweien in Schottland, die links herum gehen), und in ein weiteres Stockwerk, das einmal bewohnt war, aber schon seit Jahrzehnten der Renovierung harrt. Es war ein wenig wie eine Zeitkapsel: alte Betten mit Rosshaarmatrazen, Antiquitäten, die von einem Staubfilm überzogen dastanden, und lauter interessante Kleinigkeiten, wie ein Stiefelknechtset, das sogar eine Vorrichtung enthielt, damit die Damen ihre Stiefel zuhaken konnten. Faszinierend.
The living rooms were beautiful and even furnished with pictures of the family. While we were strolling around, Alex the guide from before, came up and asked whether we wanted to see some secret spots. We followed him through a door with a "no entry" signed, which closed in front of another tourist's nose.
After climping a steep staircase, one of only two that are turning anticlockwise, we entered a secret world. An abandoned floor with bedrooms and dusty antiques and nick nack, like this boot jack that even contained hooks for lady's boots. Fascinating.

Besonders gerührt hat mich die alte Badewanne. So eine alte, freistehende mit Füßen. Wie muss das schön gewesen sein, dort zu baden.
Ich kam mir ein bisschen vor wie Alice, die durch eine Tür in eine geheimnisvolle Welt geraten ist, die wunderschön, aber auch ein bisschen unheimlich ist. Über diesem Stockwerk gibt es wohl noch ein weiteres, das in einem ähnlichen Zustand ist, aber Alex sagte, es gäbe kein Licht, deshalb sei es zu unsicher uns auch dieses zu zeigen.
I was especially moved by this bath tub. One of the old ones, standing free and having these nice feet.
All this made me feel a bit like Alice, who went through a door in a mysterious world, that is beautiful and creppy in the same time. Alex told us that there is another such floor above this one, but since there is no light, yet, it would have been too dangerous to show us around.

Dafür führte uns Alex hinaus auf die Zinnen des Daches und ein unglaublicher Ausblick empfing uns. Diese Weite! Man muss auch sagen, wie hatten extremes Glück mit dem Wetter. Ein paar Stunden später fing es an zu regnen. So konnten wir ein tolles Panorama mitnehmen.  Ich musste mir direkt vorstellen, wie ich als Burgfräulein mit wehendem Haar nach dem Schiff meines Liebsten Ausschau halte. Kitschig, ich weiß, aber da war es wieder: das Gefühl angekommen zu sein.
Instead, Alex lead us out onto the battlements and an amazing view welcomed us. Such a vastness! We were lucky with the weather, so that we had this wonderfull panorama view. Sime hours later we had massive rain and wind.
I could imagine how I was standing there with flying hair, waiting for my beloved knight on his boat. Kitshy, isn't it? But I felt at home, immediately.

Ich musste wieder feststellen, wie toll so ein persönlicher Guide ist. Er führte uns höchstpersönlich durch die Burg und erklärte ganz viel, dass die normalen Touristen bestimmt so nicht erfahren hätten.
Als Autorin sind solche Begegnungen und Begebenheiten auf Reisen das Salz in der Suppe, denn sie machen einen bestimmten Ort zu etwas ganz besonderem. Das Eilean Donan Castle werde ich wohl niemals im Leben wieder vergessen.
A personal guide is great and Alex gave us a very personal tour around the castle, so that we learned and saw a lot of things the common tourist will never see.
Such encounters are the extra somethings for a writer and make some placed so special. I will never forget Eilean Donan castle and the view from the top.

Von den Zinnen aus sahen wir auf den Pöbel hinab und fühlten uns toll. Am liebsten wäre ich nie wieder hinab gestiegen.
From the battlements we looked down on the riffraff tourist and felt great. I could have stayed up there forever.