Montag, 22. November 2010

Das macht nachdenklich

Neulich war ich an einem verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt und auf dem Gänsemarkt war diese Skulptur aufgebaut:













Ein Iglu aus Kühlschränken mit einem überdimensionalen Stromzähler, der die Stromverschwendung anzeigt. Das sollte zum Nachdenken anregen, aber ironischerweise ließen sich vor allem chinesische Touristen mit breitem Grinsen davor fotografieren.
In das Iglu konnte man auch hineingehen, denn dort waren die "Vier Schreine der Verschwendung" von Isabel Ott aufgebaut. Das mag ja alles ganz bunt und lustig aussehen, aber die Message ist doch die, dass wir alle unglaubliche Stromverschwender sind. Also Leute, denkt darüber nach, ob euer Fernsehen immer auf Standby sein muss und, ob ihr überall das Licht brennen lasst. Bezieht Ökostrom und vielleicht wollt ihr ja auch mal eure Suchmaschine auf Forestle umstellen. Die retten für jede Suchanfrage ein Stückchen Regenwald.




Sonntag, 21. November 2010

Die Herbstkombüse: Kürbisrisotto salzig-süß



Der Kürbis ist noch lange nicht gegessen und ich war es allmählich leid, nur Suppe draus zu machen. Also lud ich gestern eine Freundin ein und wir versuchten uns an einem Kürbisrisotto mit getrockneten Aprikosen als Clou. Man könnte also sagen, ich habe mich irgendwie von "die Arraber", wie Herr Schubeck jetzt sagen würde, inspirieren lassen.

Mal sehen, ob ich das Rezept noch zusammenkriege:
Zutaten:
1 Hokaido-Kürbis
1-2 Tassen Rundkornreis (bevorzugt Arborio, wie wir festgestellt haben, geht es aber auch notfalls mit Milchreis)
1 Stange Lauch, oder 1 Bund Lauchzwiebeln
etwa 1 Hand voll getrockneter Aprikosen
etwas frischer Parmesan
etwa 1 L Gemüsebrühe
1 Glas Weißwein
etwas Olivenöl
etwas Salz und Pfeffer

Zubereitung:
  1. Lauch bzw. Lauchzwiebeln schneiden. Den Kürbis in mundgerechte Würfel schneiden.
  2. Lauch andünsten (aber etwas zum Garnieren zurückbehalten). Den Reis und die Kürbiswürfel dazugeben.
  3. mit dem Weißwein ablöschen und einreduzieren
  4. anschließend immer schöpfkellenweise etwas Brühe hinzugeben und immer rühren, damit nichts festkocht
  5. warten bis der persönliche Lieblingsgrad der "Schlotzigkeit" erreicht ist
  6. Parmesan einreiben
  7. Vor dem Servieren ein paar getrocknete Aprikosen kleinschneiden und dazu geben, sodass die noche twas warm werden
  8. noch etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!
Das Salzige und das Fruchtige war eine total gute Mischung und hat himmlisch geschmeckt!
Dazu einfach den Rest des Weißweins servieren, denn wenn die Flasche schon mal offen ist ... :o)

Samstag, 13. November 2010

Ein unverhofftes Livekonzert. . .



... durften wir heute bei Saturn in Hamburg erleben.  Graziella Shazad stellte ihr neuer Album vor.
Entschuldigt, dass das Video auf der Seite liegt, aber der Kameramann hatte leider sein Handy noch nicht im Griff. War auch das erste Mal, dass ich einem Mann Technik erklären musste, aber dafür darf ich jetzt auf seinem neuen Ipad bloggen.


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Freitag, 12. November 2010

Verzweiflung bei der Wohnungssuche

Heute möchte ich mich einmal einem Thema annehmen, dass besonders hier in Hamburg sehr brisant ist: Der Wohnungssuche.
Als ich umzog dachte ich noch, es würde schwer werden, meine alte Wohnung vor ablauf der eigentlichen Kündigungsfrist loszuwerden, aber das ging dann ganz schnell. Danke Cordi!
In Hamburg aber begann dann eine wahre Odyssee durch Stadtteile und Wohnungen, die ich mir nie hätte träumen lassen. Und ich danke heute noch der lieben Freundin, bei der ich mehrere Wochen auf der Couch wohnen durfte.
Gleich die erste Wohnung, die ich mir ansah war ein Traum und ich sofort in sie verliebt. Klein, aber mit einer Küche und Küchenbalkon und einer Badewanne, Kirschholzlaminat. Das ganze auch noch am beliebten Mühlenkamp und nach hinten raus zu einem kleinen Kanal, Mitbenutzung des Anlegers inklusive. Tja, leider standen mit mir etwa 20 andere Leute dort rum und versuchten die Besitzerin davon zu überzeugen, dass sie die richtigen Nachmieter sind. Und ihr vermutet richtig, ich habe sie natürlich nicht bekommen. Denn im Gegensatz zu einem Volontär mit Einjahresvertrag erscheint jeder, aber wirklich jeder attraktiver für einen Vermieter.
Jeden Samstag und Mittwoch absolvierte ich das gleiche Ritual: Abendblatt kaufen, Wohnungsanzeigen durchforsten, Termine machen, dann auf zur Besichtung. Oft drei Stück hintereinander nach der Arbeit. Das Internet war in diesem Punkt tatsächlich mal keine bessere Hilfe.
Ich musste mir noch etwa 15 weitere Wohnungen angucken und bekam vom absolouten Loch bis zum Traum weit ab vom Schuss so ziemlich alles zu sehen. Ich sage nur, hier werden Läden in Wohnungen umgebaut und das Schlafzimmer hat dann ein Schaufenster oder es wurden Keller umgebaut und zu Wohnraum gemacht. Hier könnte man wohl eine Garage vermieten und es würde jemand einziehen.
Am Schluss war ich völlig verzweifelt und bereit auch einem Makler Kohle in den Rachen zu werfen. Bei meiner jetzigen Wohnung hatte ich Glück und war die erste, da habe ich einfach den Vermieter so lange belabert und vorgejammert, wie lange ich schon suche. Ein tiefes Dekoltée und ein Augenaufschalg taten ihr übriges, naja und die telefonisch zugesagte Bürgschaft meiner Eltern. (Mit 28!) Aber anscheinen funktioniert es nicht anders.
Als wir wieder aus der Wohnung kamen, stand vor der Haustür bereits eine Schlange von Interessenten, und ihr könnt euch vorstellen welche Genugtuung ich spürte, als ihnen gesagt wurde, dass die Wohnung vergeben ist. Endlich mal an mich :o)
Aber wie ich neulich im Bus belauschen konnte, gibt es Leute, die sich bereits über 50! Wohnungen angucken mussten.
Wie kreativ man sein muss, um in dieser Stadt ein Zuhause zu finden sehr ihr hier:
 Auch Belohnungen sind Gang und Gäbe:
Und so könnte es enden, wenn man gar keine Wohnung findet:

Was musstet ihr denn schon alles machen, um eine Wohnung zu finden? Und wie sieht es in anderen Gegenden aus?