Freitag, 24. Dezember 2010

Türchen #24 - Die Pinguine sind los

Liebe Leute!
Ich wünsche euch ein herrliches, schönes, ruhiges, gesundes  und einfach rundum tolles Weihnachten!
Und hier noch der Brüller, um die Zeit bis zur Beschehrung zu überbrücken:

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Türchen #23 - Zeit um Danke zu sagen ...

Weihnachten ist ja nicht nur die Zeit für Unmengen von Essen und Geschenken, es ist auch die Zeit der Besinnung und die Zeit Dankbar zu sein für das Schöne, dass uns in diesem Jahr zuteil wurde.
2010 war für mich ein sehr besonderes, denn ich habe nach 15 Semestern endlich mein Studium abgeschlossen, wofür ich mehr als dankbar bin. Der Magistertitel war dann auch der Startschuss für eine ganze Welle von Veränderungen.
Ich bin von der Stadt, in der ich geboren wurde, und die meiste Zeit meines Erwachsenenlebens verbracht habe, in die große weite Welt gezogen und konnte mir den Traum erfüllen in der schönsten Stadt der Welt, Hamburg, ein komplett neues Leben zu beginnen. Dieser Schritt war unglaublich wichtig und eine sehr gute Entscheidung. Ich bin der Liebe wegen gekommen, nicht der Liebe zu einem Mann, sondern, der zu dieser Stadt. Und sie hat die Liebe erwidert. Ich musste mir Hamburg zwar erst erschließen, denn es nimmt einen nicht gleich auf. Für mich hieß das erst einmal eine verzweifelte Wohnungssuche. Umso dankbarer bin ich für die Geduld einer sehr guten Freundin, die mich mehr als 4 Wochen auf ihrer Couch ertragen hat. Und für die tolle Wohnung, die ich dann endlich fand. In einer schönen Straße, in der Kinder auf der selbigen spielen können, wenig Autos fahren und man ganz schnell an der Alster ist. Nach fast 8 Jahren an einer Hauptverkehrsader, schlafe ich endlich wieder richtig durch.
Ich habe einen Job, der nicht immer leicht ist, aber in dem ich schon unglaublich viel lernen konnte.
Und, da es im Gegensatz zum Taunus kaum Hügel gibt, endlich angefangen sportlicher zu sein. Radfahren ist zu einer meiner Lieblingssportarten geworden. Es war also nicht nur meine Faulheit, die mich all die Jahre davon abhielt fit zu sein.
Freunde sind ebenso wichtig und ich habe dieses Jahr gemerkt, wer meine wahren Freunde sind. Es ist eigentlich schade, dass man das erst durch die Erfahrung erkennt, aber trotzdem ist es schön zu wissen, wer hinter einem steht und auch wer es wirklich wert, das selbse für ihn zu tun.
Und schließlich bin ich dankbar für meine tolle Familie, die mich die ganze Zeit unterstützt und mich lieb hat, egal, was ist.
Dieses Jahr war toll und ich hoffe, dass das nächste mindestens ebenso aufregend aufregend wird.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Türchen #21 - Weihnachtsgefühl

Die Werbung habe ich gerade gefunden, und die ist sooooo süß! Sie drückt genau das Weihnachtsgefühl aus, dass mich durchströmt. Also teile ich gerne mit euch!

Samstag, 18. Dezember 2010

Freitag, 17. Dezember 2010

Türchen #17 - Helden der 70er

Ihr mögt es kitschig finden, aber ich habe als Kind Sendungen mit Peter Alexander geliebt und ich steh dazu!!! Wieso wird eigentlich nicht mehr gesungen in den großen Samstagabendsendungen, also von Leuten, die das können und nicht von als Wettbewerb.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

15. Dezember - Türchen # 15

So, jetzt sind es nicht mal mehr zwei Wochen bis Weihnachten. Na, schon im Stress? Habt ihr auch schon Allergien gegen Lebkuchen und Weihnachtsmusik entwickelt? Traut ihr euch auch schon nicht mehr in die Stadt?
Zum Abreagieren habe ich hier ein kabarettistisches Schmankerl für euch. Auf dass das Hohoho im Halse stecken bleibe ;o)

Türchen #16 - Ein bisschen Nostalgie

Weihnachten macht einen ja immer auch ein wenig nostalgisch und der Duft nach Zimt, gebrannten Mandeln und Plätzchen ruft in mir auch immer Kindheitserinnerungen wach. Die ganz frühen, meine ich. Plätzchen habe ich immer mit meiner geliebten Oma gebacken. Auf einem Stuhl stehend stach ich mit ihr Plätzchen aus und naschte Teig, bis der Bauch weh tat. Da meine Omi aber eine Oma war, wie man sie eigentlich nur aus Büchern kennt, hatte sie meist noch einen zweiten Teig gemacht. :-)
Dieser Platz auf dem Stuhl in der Küche war damals einer der schönsten Orte der Erde für mich. Geborgener kann sich ein Kind kaum fühlen und in der Zeit um Weihnachten fehlt sie mir ganz besonders. Wenn ich Plätzchenbacke und ich habe dieses Jahr schon oft gebacken, ist es immer so, als wäre sie bei mir.
Der heilige Abend begann für mich immer schon ganz früh, denn da meine Eltern mit dem Motorad auf den Großen Feldberg fuhren, durfte ich schon mal zu meinem Opa und seiner Frau. Die beiden haben mich immer nach Strich und Faden verwöhnt und ich fühlte mich wie eine kleine Prinzessin. Mein Opa ist ein sehr großer starker Mann mit riesigen Händen und hat mich immer ganz ganz fest gedrückt. Ich fand's toll, auch wenn's manchmal blaue Flecken gab. Mit seinen großen starken Händen zog er mich dann immer auf meinem Schlitten durch den Wald und wir haben Moos für die Weihnachtskrippe gesucht.
Wie man sieht, lag damals genauso viel Schnee, wie im Moment. Die Krippe ist so eine riesige handgearbeitete aus Holz, mit schönen glatten Holzfiguren, und ich durfte die Figuren dann immer ganz alleine einräumen. Das Moos aus dem Wald war dann noch ganz frisch und weich und kam mit in die Krippe. Das duftete ganz erdig und das Christuskind konnte ganz weich in seiner kleinen Krippe liegen. Die heiligen drei Könige kamen aufs Fensterbrett, denn schließlich sind die ja erst am 6. Januar dazugestoßen.
So sah mein kleines gemütliches Weihnachten aus und irgendwie fühlt es sich immer noch so schön an, obwohl sich die Rituale inzwischen verändert haben.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Türchen #14

Auch, wenn manche es elitär finden, aber ich genieße es doch sehr in Eppendorf zu wohnen und die Alster in nur wenigen Gehminuten erreichen zu können. Und wie ihr seht, ist schon mächtig Eis auf dem Wasser. Vielleicht kann ich ja noch in diesem Winter aufs Eis... Das würde das kleine Mädchen in meinem Inneren schon sehr freuen.

Montag, 13. Dezember 2010

Türchen #13 - Gesichtet: Der Weihnachtsmann ist unterwegs

Als ich gestern auf dem Rad unterwegs war (Ich weiß, ich bin krank!), machte ich doch eine ganz besondere Sichtung: Wie es scheint, ist der Weihnachtsmann bereits unterwegs, oder er trainiert schon mal für Heiligabend:

Samstag, 11. Dezember 2010

Türchen #11 - Besinnliches aus der Welt des Yoga

So richtig Weihnachtlich ist dieses Video nicht, aber Schönheit ist zeitlos und ich wollte euch einfach mal zeigen, was Yoga alles sein kann. also zurücklehnen und genießen! Namaste.

Freitag, 10. Dezember 2010

Türchen #10 - Mattusseks Krippenspiel

Ich muss mal ein kleines schmutziges Geheimnis mit euch teilen: Ja ich gucke Mattusseks Video-Blog und finde ihn super! Hier ein bisschen was Weihnachtsliches:

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Es ist mal wieder soweit - das erste Türchen öffnet sich

Dieses Jahr habe ich mal wieder Lust dazu und werde euch hier jeden Tag bis Weihnachten etwas einstellen. Das können Lieder sein, Gedichte, Bilder, Videos oder vielleicht lese ich euch auch mal wieder etwas vor... Also lasst euch überraschen!
Los geht's mit Max Raabe und seinem Palastorchester:


Montag, 22. November 2010

Das macht nachdenklich

Neulich war ich an einem verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt und auf dem Gänsemarkt war diese Skulptur aufgebaut:













Ein Iglu aus Kühlschränken mit einem überdimensionalen Stromzähler, der die Stromverschwendung anzeigt. Das sollte zum Nachdenken anregen, aber ironischerweise ließen sich vor allem chinesische Touristen mit breitem Grinsen davor fotografieren.
In das Iglu konnte man auch hineingehen, denn dort waren die "Vier Schreine der Verschwendung" von Isabel Ott aufgebaut. Das mag ja alles ganz bunt und lustig aussehen, aber die Message ist doch die, dass wir alle unglaubliche Stromverschwender sind. Also Leute, denkt darüber nach, ob euer Fernsehen immer auf Standby sein muss und, ob ihr überall das Licht brennen lasst. Bezieht Ökostrom und vielleicht wollt ihr ja auch mal eure Suchmaschine auf Forestle umstellen. Die retten für jede Suchanfrage ein Stückchen Regenwald.




Sonntag, 21. November 2010

Die Herbstkombüse: Kürbisrisotto salzig-süß



Der Kürbis ist noch lange nicht gegessen und ich war es allmählich leid, nur Suppe draus zu machen. Also lud ich gestern eine Freundin ein und wir versuchten uns an einem Kürbisrisotto mit getrockneten Aprikosen als Clou. Man könnte also sagen, ich habe mich irgendwie von "die Arraber", wie Herr Schubeck jetzt sagen würde, inspirieren lassen.

Mal sehen, ob ich das Rezept noch zusammenkriege:
Zutaten:
1 Hokaido-Kürbis
1-2 Tassen Rundkornreis (bevorzugt Arborio, wie wir festgestellt haben, geht es aber auch notfalls mit Milchreis)
1 Stange Lauch, oder 1 Bund Lauchzwiebeln
etwa 1 Hand voll getrockneter Aprikosen
etwas frischer Parmesan
etwa 1 L Gemüsebrühe
1 Glas Weißwein
etwas Olivenöl
etwas Salz und Pfeffer

Zubereitung:
  1. Lauch bzw. Lauchzwiebeln schneiden. Den Kürbis in mundgerechte Würfel schneiden.
  2. Lauch andünsten (aber etwas zum Garnieren zurückbehalten). Den Reis und die Kürbiswürfel dazugeben.
  3. mit dem Weißwein ablöschen und einreduzieren
  4. anschließend immer schöpfkellenweise etwas Brühe hinzugeben und immer rühren, damit nichts festkocht
  5. warten bis der persönliche Lieblingsgrad der "Schlotzigkeit" erreicht ist
  6. Parmesan einreiben
  7. Vor dem Servieren ein paar getrocknete Aprikosen kleinschneiden und dazu geben, sodass die noche twas warm werden
  8. noch etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!
Das Salzige und das Fruchtige war eine total gute Mischung und hat himmlisch geschmeckt!
Dazu einfach den Rest des Weißweins servieren, denn wenn die Flasche schon mal offen ist ... :o)

Samstag, 13. November 2010

Ein unverhofftes Livekonzert. . .



... durften wir heute bei Saturn in Hamburg erleben.  Graziella Shazad stellte ihr neuer Album vor.
Entschuldigt, dass das Video auf der Seite liegt, aber der Kameramann hatte leider sein Handy noch nicht im Griff. War auch das erste Mal, dass ich einem Mann Technik erklären musste, aber dafür darf ich jetzt auf seinem neuen Ipad bloggen.


Posted via Blogaway

Freitag, 12. November 2010

Verzweiflung bei der Wohnungssuche

Heute möchte ich mich einmal einem Thema annehmen, dass besonders hier in Hamburg sehr brisant ist: Der Wohnungssuche.
Als ich umzog dachte ich noch, es würde schwer werden, meine alte Wohnung vor ablauf der eigentlichen Kündigungsfrist loszuwerden, aber das ging dann ganz schnell. Danke Cordi!
In Hamburg aber begann dann eine wahre Odyssee durch Stadtteile und Wohnungen, die ich mir nie hätte träumen lassen. Und ich danke heute noch der lieben Freundin, bei der ich mehrere Wochen auf der Couch wohnen durfte.
Gleich die erste Wohnung, die ich mir ansah war ein Traum und ich sofort in sie verliebt. Klein, aber mit einer Küche und Küchenbalkon und einer Badewanne, Kirschholzlaminat. Das ganze auch noch am beliebten Mühlenkamp und nach hinten raus zu einem kleinen Kanal, Mitbenutzung des Anlegers inklusive. Tja, leider standen mit mir etwa 20 andere Leute dort rum und versuchten die Besitzerin davon zu überzeugen, dass sie die richtigen Nachmieter sind. Und ihr vermutet richtig, ich habe sie natürlich nicht bekommen. Denn im Gegensatz zu einem Volontär mit Einjahresvertrag erscheint jeder, aber wirklich jeder attraktiver für einen Vermieter.
Jeden Samstag und Mittwoch absolvierte ich das gleiche Ritual: Abendblatt kaufen, Wohnungsanzeigen durchforsten, Termine machen, dann auf zur Besichtung. Oft drei Stück hintereinander nach der Arbeit. Das Internet war in diesem Punkt tatsächlich mal keine bessere Hilfe.
Ich musste mir noch etwa 15 weitere Wohnungen angucken und bekam vom absolouten Loch bis zum Traum weit ab vom Schuss so ziemlich alles zu sehen. Ich sage nur, hier werden Läden in Wohnungen umgebaut und das Schlafzimmer hat dann ein Schaufenster oder es wurden Keller umgebaut und zu Wohnraum gemacht. Hier könnte man wohl eine Garage vermieten und es würde jemand einziehen.
Am Schluss war ich völlig verzweifelt und bereit auch einem Makler Kohle in den Rachen zu werfen. Bei meiner jetzigen Wohnung hatte ich Glück und war die erste, da habe ich einfach den Vermieter so lange belabert und vorgejammert, wie lange ich schon suche. Ein tiefes Dekoltée und ein Augenaufschalg taten ihr übriges, naja und die telefonisch zugesagte Bürgschaft meiner Eltern. (Mit 28!) Aber anscheinen funktioniert es nicht anders.
Als wir wieder aus der Wohnung kamen, stand vor der Haustür bereits eine Schlange von Interessenten, und ihr könnt euch vorstellen welche Genugtuung ich spürte, als ihnen gesagt wurde, dass die Wohnung vergeben ist. Endlich mal an mich :o)
Aber wie ich neulich im Bus belauschen konnte, gibt es Leute, die sich bereits über 50! Wohnungen angucken mussten.
Wie kreativ man sein muss, um in dieser Stadt ein Zuhause zu finden sehr ihr hier:
 Auch Belohnungen sind Gang und Gäbe:
Und so könnte es enden, wenn man gar keine Wohnung findet:

Was musstet ihr denn schon alles machen, um eine Wohnung zu finden? Und wie sieht es in anderen Gegenden aus?

Samstag, 23. Oktober 2010

Praise the Lord - Die Westminster Abbey mal ganz anders

Ich stehe noch immer unter dem tiefen Eindruck eines ganz besonderen Erlebnisses: dem Evensong in der Westminster Abbey.
Dank des Tube Streiks waren wir schon spät drann und eilten etwas atmenlos an dem Herrn im roten Mantel vorbei. Dieser ließ und passieren, weil wir zum Gottesdienst wollten. Die Eintritt zahlenden Schaulustigen mussten zuvor die Abbey verlassen. Relativ energisch wurden wir auch gleich in den hinteren Teil geleitet und angewiesen uns in die erste Reihe zu setzen. (Wie im Restaurant gilt auch hier "Please wait to be seated.")
Als ich mich umsah, war ich einfach nur beeindruckt.Wir atmeten Geschichte. So viele königliche Hochzeiten, Krönungen, der Trauergottesdienst für Prinzessin Diana hatten hier stattgefunden. Und dann begann der Gottesdienst. Netterweise lag auf den Plätzen ein Ablaufplan, sodass wir auch wussten, was zu tun war, als der Chor einzog und im weiteren Verlauf. Zum Glück mussten wir uns aber nicht hinknien, das mussten nur die tun, die in den Bänken saßen.
Der Chor der Lay Vicars fing schon am West Tor an zu singen. Der Klang der Männerstimmen schwoll so ganz langsam an und war so schön, dass ich eine Gänsehaut bekam. Englische Kirchenmusik ist auch melancholisch, aber gleichzeitig auch viel hoffnungsvoller und lyrischer. Vielleicht liegt es ja auch an der Sprache, dass die Lieder viel schöner klangen als die depressiven Lieder, die ich aus meiner Kindheit kannte. "Erbaulich" ist genau die richtige Beschreibung. Hier wird wirklich Gott verehrt.
Als nicht praktizierende Katholikin mit Kinderkirchengrundausbildung muss ich sagen, dass das Zeremoniell der Anglikanischen Kirche noch krasser ritualisiert als ich es bisher kannte. Es waren mindesten 4 Pfarrer - darunter eine Frau -anwesend, wobei nur der Dean (Dekan) den Gottesdienst hielt. Der stand aber nicht vor dem Altar, sondern auf einem besonderen Platz bei uns im Chorgestühl. Zum Altar beteten wir nur einmal, ansonsten guckten man nicht einmal hin. Und als die Vikarin ( ich hoffe, die Bezeichnung stimmt) zur Kanzel ging, schritt ihr eine Art Zeremonienmeister mit einem Stab vorran. Das sah ein bisschen aus, als Teile er die Menge vor ihr. Richtig stutzig machte mich aber das Glaubensbekenntnis. Denn dort wurde auf die katholische Kirche geschworen. Da muss ich im Studium irgendwo krank gewesen sein.
Auf jeden Fall war es ein ganz besonderes Erlebnis, das mit Sicherheit nicht viele aus London mitnehmen können. 
Schade fand ich, dass wir nur im Vorbeigehen ein paar der berühmten Grabmähler sehen konnten, weil die Aufsichten echt aufpassen, dass man nicht zu lange verweilt. Schließlich zahlt man ja auch keinen Eintritt und ist zum Beten da. Immerhin haben wir Drydens Grab und das von Churchill gesehen. Elisabeth I. und Shakespeare heben wir uns dann fürs nächste mal auf.

Hier könnt ihr nachempfinden, wie wir uns geführt haben, als der Chor einzog. Ich habe mich allerdings nicht getraut zu filmen. Doch man findet ja alles auf youtube. Danke an den Kameramann.

Samstag, 16. Oktober 2010

Kulturschock in der Brick Lane

1. Tag in London, die Zweite:

... Noch müde vom Hardcore Shoppen machte sich abends unser Magen bemerkbar. Und da wir beide ganz gerne indisch essen, ließen wir uns im Hotel den Weg zur Brick Lane beschreiben und auch ein paar Restaurants empfehlen. Vom Apex aus war es auch nur eine viertel Stunde zu Fuß. :o)
Allerdings wurde ich stark an den Pigalle in Paris erinnert. Dort stehen immer diese Kerle vor den Türen der Etablissements und versuchen Kundschaft einzufangen. Teilweise zerren die einem richtig am Ärmel. In London ist das die Aufgabe der Kellner. Und da in fast jedem Haus der Brick Lane ein Rastaurant ist, wurde das stressig. Denn überall rief man uns zu doch einen Blick auf die Karte zu werfen und versuchte uns hinein zu locken. Aber wir waren ja eigentlich nur auf der Suche nach den uns empfohlenen Läden. Naja, der erste war ziemlich düster, der zweite geschlossen. Also ließen wir uns dann doch locken, denn als wir noch unentschlossen vor der Karte des Nachbarinders standen, sprang auch gleich wieder einer auf uns. Ob wir gerne Bier oder Wein tränken. Tja, und als er uns eine Gratisflasche Wein versprach, war die Entscheidung gefallen. Freier Alkohol, da sind wir doch immer dabei!
Das Essen war aber auch echt lecker! Lamm mit warmem Naan Brot ist wirklich ganz großes Kino.
Satt und müde schwankten wir nach einem letzten Abstecher auf die Tower Bridge dann endlich in unser weiches Hotelbett und waren sehr sehr schnell weggeratzt ... zzzzzzzzzzzzzzz

Freitag, 15. Oktober 2010

Zwei Mädels reisen nach Oz

Die letzten zwei Wochen sind vergangen wie im Fluge. Mir schwirrt der Kopf und das Herz läuft mir über. Und das habe ich einer sehr guten Freundin zu verdanken, die mir einen Trip nach London zum Geburtstag geschenkt hat. Da wir so viel erlebt haben, werde ich mal nach und nach alles berichten.

London Tag 1:
Zusammen starteten wir enorm früh zum Flughafen und waren um 9 Uhr GMT schon in Heathrow. Endlich wieder britischer Boden! Und unser Hotelzimmer war erstaunlicherweise auch schon frei. Kann ich nur empfehlen The Apex City of London, direkt beim Tower.
Nachdem wir uns kurz erfrischt hatten, zogen wir direkt los, denn unser Ziel hieß Camden Markets. Wir hatten ja keine Ahnung was uns dort erwartet und als wir dann dort ankamen, war es als seien wir durch einen Spiegel gestiegen und in der Winkelgasse wieder rausgekommen! So viele Stände, kleine Läden, Malls... Zu Anfang dachten wir, dass das nur dieser eine Platz sei, der aus kleinen Klamottenständen bestand, die aneinandergereit die coolsten Kleider verkaufen. Allerdings sollte man sich hüten, zu interessiert auszusehen, denn guckt man etwas nur ein paar Sekunden an, wird man sofort von den Verkäufern verhaftet und muss alles mögliche anprobieren. Ich blieb bei einer jungen Designerin hängen, die wirklich hübsche Kleider und Röcke schneidert. Mit geübten Griffen hatte sie mir ruck zuck ein Kleid übergestreift und erläuterte mir dann, dass sie auch die Größen umbenannt habe. L und XL sind bei ihr "healthy" und "extremely healthy". Da macht es doch gleich mehr Spaß einzukaufen. Aber leider waren ihre Sachen nicht in meinem Budget.
Die Main Street entlang waren noch ganz viele Läden und irgendwie landeten wir in diesem Schuhgeschäft, wo sich der indische Verkäufer gleich auf meine Freundin stürzte. Sie gefiehl ihm wohl, denn er legte sich unglaublich ins Zeug, kniete gleich neben ihr, half ihr die Stiefel, machte ihr Komplimente. Wenn sie sich nicht gewehrt hätte, hätte er sie wohl auch abgeknutscht. Aber sie ist auch eine knallharte Einkäuferin und schlug  gleich mal nen ordentlichen Rabatt raus. Dazu gabs dann auch noch seine Telefonnummer. Unfassbar wie needy jemand sein kann...
Entgültig im Wunderland waren wir, nachdem wir vom Camden Lock Village zum Camden Stables Markets wechselten. Eine Minimall an der anderen und dort gibt es alles: Klamotten, Taschen, Möbel, Essen aus aller Herren Länder... Da sind auf kleinstem Raum Tausende von ausgefallenen Schätzen versammelt. Und hier ist auch die Schaltzentrale der 50er Jahre Retro-Kleider. Zum Niederknien schön!

Stundenlang stolperten wir durch die Gänge, mit glänzenden Augen und offenen Mündern. Auch die Architektur ist besonders. Pferdeskulpturen, Roboter, Indianer, Pavillions...als wären wir in den Kulissen eines riesigen Theaters gelandet. Bei einem Straßenhändler erstand ich auch mein persönliches Geburtstagsgeschenk: einen petrolfarbenen Mantel. Bei uns gibts ja nur schwarz, grau oder lila, aber dieser Mantel bringt endlich Farbe in den grauen Hamburger Herbst. Meine Freundin hatte bis dahin bereits Tüte um Tüte gesammelt und brauchte schon eine Tasche, um das alles zu verstauen. Aber wir waren beide seelig. Unser persönliches Shoppingparadies haben wir eindeutig gefunden.
Eines muss man allerdings sagen: Entweder man geht ganz ohne Geld hin, oder man nimmt sehr viel davon mit. Die Preise sind absolut moderat, aber man findet einfach so viele wunderschöne Sachen! Männliche begleiter setzt man am besten in irgendeinem Kaffe ab, oder schickt sie in den Apple Store in Covent Garden, denn ich bezweifle, dass die solches Hardcore Shoppen durchstehen ;-)

Hier noch ein Tipp zum Weiterlesen: http://www.camdenlock.net/markets.html

Mittwoch, 15. September 2010

Die Herbstkombüse: Kürbissuppe (laktosefrei und vegan)




Der Herbst beginnt und ich probiere wieder an meinem Lieblings-Grundnahrungsmittel zur kalten Jahreszeit herum)
Für etwa 4-6 Portionen

Zutaten:
1 Hokaidokürbis
3 mittelgroße Kartoffeln (möglichst weichkochend); oder eine Süßkartoffel
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bund Suppengrün (also Karotten, Lauch und Sellerie)
1 Dose Kokosmilch
1 Glas Orangensaft ( am besten natürlich frisch gepresst)

Zubereitung:
  1. Suppengrün schälen und in kleine Würfel schneiden.
  2. Kartoffeln schälen und würfeln.
  3. Kürbis zerkleinern (Schale dran lassen, ist auch weniger arbeit)
  4. Zwiebeln kleinschneiden und glasig dünsten. Knoblauch dazugeben. Kartoffeln-, Kürbis- und Suppengrünwürfel anschließend mitdünsten.
  5. Wasser zum Kochen bringen (Im Wasserkocher ist es energiesparender und man braucht keinen extra Topf)
  6. Gemüse mit etwas Orangensaft ablöschen und anschließend den Topf mit Wasser auffüllen, bis das Gemüse gerade bedeck sind. Kochen lassen, bis alles weich genug ist, um es zu Pürrieren.
  7. Topf vom Herd nehmen, Gemüse mit dem Zauberstab (oder im Standmixer)  pürrieren und dabei die Kokosmilch hineinlaufen lassen. Der Grad der Zerkleinerung ist Geschmackssache. Ich mag es, wenn noch ein paar Stücke zum Kauen übrigbleiben.
  8. Anschließend mit etwas Salz, Pfeffer und Muskat würzen. (Wer Schärfe mag und verträgt, gibt noch etwas Chilli und / oder Ingwer hinzu.)
  • generell gilt, je kleiner ihr die Würfel macht, um so schneller sind sie am Ende gar.
  • ohne Chilli und Ingwer ist die Suppe verträglicher für Leute, denen schnell zu warm wird, Frostbeulen sollten es mit den wärmenden Gewürzen gerne probieren

Montag, 13. September 2010

Sonntag mal nach China

In Hamburg kann man tatsächlich an einem Tag eine Weltreise machen, denn hier vereinen sich so viele Kulturen, dass man nur das Viertel wechseln muss, um wieder ein Museum oder eine Veranstaltung zu finden, die einen in die Ferne schweifen lässt.
Im Moment sind "China Wochen" in Hamburg und auf dem Rathausmarkt ist ein niedliches kleines Dorf aufgebaut, wo natürlich allermöglicher Tand aus China verkauft wird, oder solcher, der zumindest danach aussieht, wo man sich über das nächste Reiseziel erkundingen, oder auch von chronischen Schmerzen mit Hilfe chinesischer Massagen befreien lassen kann. Überteuerte Chinanudeln sind obligatorisch.
Aber es gab auch wirlich interessante Vorführungen chinesisches Handwerks und mittelalterlicher Musik. Ich muss nur sagen, ich fand den Sänger etwas gruselig und länger als diese 30 Sekunden hätte ich diese Musik wohl auch nicht ausgehalten:

Anschließend lohnt sich ein Gang zum Völkerkundemuseum, denn dort meint man, man sei ins alte China versetzt, wenn man das chinesische Teehaus betritt.


Sonntag, 5. September 2010

Einen Nachtmittag lang Ferien in Schweden...


...habe ich mit einer guten Freundin verbracht. Wir waren im Midsommerland in der Nähe von Hamburg und haben uns einfach mal ausgeklinkt. Ich persönlich bin ja gar kein Saunafan, weil mir immer schnell der Dampf aus den Ohren kommt, aber dieses Saunadorf war wirklich schön. In einer kleinen Landschaft mit roten Holzhütten, kann man vom Dampfbad, über die Kaminsauna und wunderschöne Wasserbetten zum Chillen, auch auf einem Steg am See sitzen. Und jetzt, wo das grelle Sommersonnenlicht, einem herrlichen goldenen Herbstlicht weicht, ist das besonders schön.
Und es reicht auch völlig sich nur eine Karte für drei Stunden zu holen, denn danach ist man schon völlig entspannt.
Wir hatten wirklich das Gefühl für ein paar Stunden an einen schwedischen See geflüchtet zu sein. Das wird auf jeden Fall wiederholt.

Sonntag, 29. August 2010

Viel Kultur auf dem Flohmarkt...


 ...findet man auf dem Kulturflohmarkt am Museum der Arbeit.
Und obwohl ich es kaum mehr zu hoffen wagte, habe ich auch tatsächlich einen echten Schatz für meine neue Wohnung gefunden. So eine herrliche Tiffany-Lampe habe ich mir schon immer gewünscht.
Sie strahl von nun an in meinem Fenster als kleines Licht in der Dunkelheit...

Montag, 8. März 2010

Aller guten Dinge sind drei...

...denn beim dritten Versuch nach Irland zu kommen, hat es endlich geklappt und so war ich ein ganzes Wochenende mit einer Freundin in Dublin.
Das Abenteuer begann bereits auf dem Flughafen in Frankfurt, denn die Sicherheitskontrolle war so schlecht organisiert, dass für vier oder fünf Flüge nur ein Kontrollgate offen war. Während wir noch in der Schlange standen, wurden wir ungefähr dreimal aufgerufen, doch zum Boarding ans Gate zu kommen. Können vor Lachen. Wir befürchteten schon, unseren Flug zu verpassen, aber ganze 5 Minuten vor Abflug schafften wir es gerade noch. Nach der Landung in Dublin begann aber dann endlich ein perfekter Urlaub. Die Sonne schien bei etwa 10°C.The Spire, die 120 Meter hohe Nadel, die die von der IRA gesprengte Nelson Säule ersetzt, sieht man von fast überall in der Stadt und so bietet sie immer einen guten Orientierungspunkt. Denn Dublin gehört zu den Städten, bei denen ich eine ganze Weile brauchte um mich zu orientieren. Da meine Freundin aber schon einmal in Dublin war, musste ich mir darum auch wenig Sorgen machen. Zielsicher brachte sie uns erst einmal zu Penneys, wo wir typisch für uns Weiber unsere erste Stunde in Dublin vershoppten.Die nächste verbrachten wir mit essen. Im Larder Bistro kriegt man nicht nur super leckere Bagels mit Bacon und gleich zwei Salaten, sondern auch den orgiastischsten Käsekuchen, den ich jemals irgendwo gegessen habe. Allein dafür hat sich der Trip schon gelohnt.
Für die beiden Übernachtungen hatten wir das Four Courts ausgesucht. Das erste Mal, dass ich in einem Zwölfbett-Schlafsaal übernachtet habe. Es ist natürlich eine günstige Art der Übernachtung, aber ich kam mir vor, als schliefe ich in einem Taubenschlag. Kann man Türen, denn nachts um drei nicht leise zumachen? Dafür waren die Jungs an der Rezeption lustig und vor allem musikalisch. Immer wenn man mal wieder seine Key Card neu aufspielen lassen musste, was oft genug vorkam, war einer da der sang. Das Vorurteil, dass alle Iren musikalisch sind, schien da also bestätigt.Die Lage des Hostels ist übrigens ideal, denn es liegt direkt an der Liffey und in Temple Bar, dem Ausgeh-Viertel. Abends ist der Weg also nicht mehr weit, wenn man nach einigen Pints ins Bett wankt. Wie alle Touristen, dass die Dubliner hier tatsächlich weggehen glaube ich kaum, streiften wir abends durch Temple Bar und genossen die Lieder der Straßenmusikanten, die an jeder Ecke sitzen, und gingen mal in dieses mal in jenes Pub und nahmen ein Pint. Auffallend waren die vielen Jungesellingen Abschiede. In fast jedem Pub fand sich eine Gruppe mit skurielem Outfit, die eine mutige Braut feierten.Die Nacht wurde für mich besonders kurz, weil ich einfach nicht schlafen konnte, denn in unserem Zimmer war die ganze Nacht Bewegung. Beim Frühstück stellten wir dann fest, dass anscheinend Klassenfahrtzeit ist, denn es waren mehrere amerikanische Gruppen und sogar eine dänische Klasse unterwegs. Fasziniert beobachteten wir, dass sämtliche Klischees wieder voll bestätigt wurden. Die coolen Kids sind natürlich unter sich und die Nerds bleiben übrig. Was allerdings nicht ganz so übereinstimmt ist die Klamottenwahl, bei der gerne mal ein Rock oder eine Hose vergessen werden zu Gunsten eines nicht wirklich langen Pullis und einer Strumpfhose (Leggins gingen ja noch), und die Tatsache, dass die Madammes sich im winzigen Klo verstecken, um sich umzuziehen und so lange weiterduschen bis auch ja keiner mehr im Bad ist.
Auch, dass man seine ollen Cornflakes nicht einfach in den Ausguss schüttet, hat anscheinend noch keiner von ihnen gelernt. Im Four Courts muss man sein Geschirr nämlich selbst abspülen. Aber vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass man in Amerika ja diese dollen Häcksler in der Spüle hat.
Meine Freundin und ich stimmten völlig überein, dass wir niemals wieder Teenager sein wollten, und machten uns dann auf nach Howth ans Meer. Das traumhafte Wetter musste ja ausgenutzt werden. Mit der Darts Bahn geht das ganz schnell. In wengier als 40 Minuten ist man schon an der Küste und kann in dem kleinen Fischerdorf am Meer sitzen. Es ist gar nicht touristisch erschlossen, also findet man hier keine Souvenirläden und so, aber man kriegt die besten Fish & Chips überhaupt. Durch die Sonne wurde ich wohl allerdings ein bisschen übermütig, denn als ich auf eine Mauer kletterte, um ein Foto zu machen, riss meine ohnehin schon ledierte Jeans. Von nun an, hatte ich zugige Luftschlitze...aber gut, andere bezahlen dafür, dass ihre Jeans so aussehen :-)
Wir hätten den ganzen Tag dort verbringen können, aber wir wollten uns an diesem Tag auch noch die Jameson Distillerie angucken. Zur Einführung dürften wir uns einen Film über John Jameson ansehen, der wohlgemerkt Schotte war. Wie soll ich es ausdrücken? Propaganda ist noch milde ausgedrückt. Auf jeden Fall hat er viel Geld gekostet. Unser Guide sagte es sehr treffend: "Jeden Abend gehe ich heim und dieser Film läuft 8 Stunden lang in meinem Kopf weiter. " Danach bekamen wir einen beeindruckenden Eindruck in die Herstellung des irischen Whiskys, der sich vom Schottischen dadurch unterscheidet, dass man keinen Torf benutzt. Und natürlich haben eigentlich die Iren den Whisky erfunden. Am ende der Führung wartete auf jeden von uns eine Probe des kostbaren Getränks und ich weiß, dass jeder Purist angewidert gewesen wäre, aber wir haben eine tolle neue Mischung kennengelernt: Jameson mit Granatapfelsaft und einem Schnitzer Limette. Für den Sommer ein sehr leckeres Mädchengetränk. Danach mussten wir uns allerdings im Hostel etwas aufs Ohr legen.
Der Abend verging schnell mit Abendessen und einem weiteren Bummel durch Temple Bar. Und als der Morgen graute und die nervige kleine Französin im Nebenbett anfing unter erheblichem Lärm zu packen, waren auch wir wieder wach. Nun ja, wir wollten ja auch noch ins Trinity College und das Book of Kells sehen. Dafür waren wir jedoch Stunden zu früh, denn sonntags macht die Bibliothek erst um 12 Uhr auf.
Das gab uns allerdings die Möglichkeit bei Queen of Tarts ein Frühstück einzunehmen, dass man nur als himmlisch bezeichnen kann, als seien wir gestorben und im Kuchenhimmel wieder aufgewacht. Pfannkuchen mit Ahornsirup, Apple Crumble, Himbeer Scones. Wer jemals nach Dublin kommt, sollte sich dafür auf alle Fälle die Zeit nehmen.
Für die Dublinia, ein Museum, dass Dublins Entstehen seit den Wikingern zeigt, war auch noch Zeit. Und auch die lohnt sich, vor allem wahrscheinlich für Familien an einem regnerischen Tag.Als wir zum Trinity zurückkamen, waren wir genau richtig zur Führung über das Gelände. Jamie der Guide ist selbst Student dort und konnte mit interessanten Anekdoten aufwarten. So sind die Postgraduates bis zu fünf Jahre nach ihrem Abschluss dazu berechtigt in der Kirche des Trinity zu heiraten. Eine Schießerei zwischen einem Professor und seinen Studenten hat es auch gegeben. Der Professor starb, die Studenten wurden exmatrikuliert, wurden aber später angesehen Mitglieder des Parlaments. Was aber wirklich mein Buchwissenschaftlerherz höher schlagen ließ, war das Book of Kells, wohl eines der schönstenExemplare der Buchmalerei. Und der Long Room der Old Library erst! Ich brauche keine Kirchen, wenn ich in dieser Bibliothek sitzen kann, die ein Dom ist für Bücher. Ich saß einfach nur schweigend und mit offenem Mund da. Leider darf man keine Fotos machen, denn das wäre ein Anblick gewesen, denn ich gerne für immer mitgenommen hätte.Das war dann auch leider schon unser letztes Sightseeing, denn als wir wieder in die Sonne traten, war es schon Zeit zum Flughafen zu fahren. So ein Wochenende ist einfach immer zu schnell vorbei und man wird mit Eindrücken dermaßen überflutet, dass man sie so schnell gar nicht verarbeiten kann. Aber ich werde auf jeden Fall wiederkommen.