Montag, 26. Januar 2009

Haggis schmeckt gar nicht so schlimm...

...wie ich gestern auf der 250. Burns Night ausgerichtet von der Hochschulgruppe Schottische Freunde an der Mainzer Uni erfahren durfte.
Wir hatten uns also mit Karos angetan und in die Uni aufgemacht.
Der Abend begann traditionell mit der "Adress to the Haggis" von Robert Burns, der von vier stattlichen Herren im Kilt hereingetragen und dann feierlich angeschnitten wurde. Bisher hatte ich mich darum gedrückt dieses Gebilde aus Schafsinnereien zu probieren, aber diesmal wollte ich mutig sein und es schmeckte vorzüglich, sogar den ängstlichsten unter uns. Dazu gab es "Neeps and Tatties", also Kartoffelbrei und Möhrenbrei. Ich glaube die Schotten hatten sehr schlechte Zähne, denn ein bisschen erinnerte es an Babynahrung. Es war auf jeden Fall lecker! Haggis schmeckt in etwa wie Kalbsleberwurst und somit zumindest für Nicht-Vegetarier ziemlich lecker. Nach dem Essen gab es erst noch ein paar Reden erst "To the Lasses" also auf die Mädchen und dann "To the Lads" also auf die Jungs. Nach jeder musste natürlich kräftig mit Whiskey angestoßen werden. Die "Authenitc Voices" unser Departmeneigener Chor gab auch noch einige Lieder von Robbie Burns, wie die Schotten ihren Nationaldichter liebevoll nennen, zum besten. Dabei kam mir der Gedanke, wie ernst wir unseren Geheimrat Goethe doch nehmen. Und so beschlossen wir, ab heute heißt er Wolle Goethe! Nicht immer alles so ernst nehmen!
Das wichtigste kam aber nach allen Vorführungen: Nachdem wir erst mal alle Tische und Stühle beseite geräumt hatten, startete das eigentlich Ceilidh. Zur Musik der Liveband Stew wurden wir ins Linedancing eingeführt. Ein wildes Hüpfen und drehen und vor und zurück, aber bei allem Chaos das entsteht wenn 150 Leute in einem kleinen Raum versuchen einigermaßen geordnet ihre Runden zu drehen ein riesen Spaß! Und was ich ziemlich erstaunlich fand war, dass es keinem peinlich war im Kreis herum zu hopsen. Ganz im Gegenteil! Wir hatten alle ne Menge Spaß.