Freitag, 19. September 2008

Fernweh

Magnetisch zieht es den Blick in die Ferne;
der Körper hält dem Sog nur noch halbherzig stand.
Tief im Innern zerreißt es mich fast.
Es ist ein Sehnen nach der Weite, nach der Welt.

Jeder Bissen schmeckt nach Urlaub.
Das Croissant beschwört einen kalten Morgen in Paris,
die Muscheln einen Urlaub am Meer.
In einem Café erklingt Musik und lässt die Gedanken schweifen.

Orangen riechen nach Italien's Süden.
Die Gewürze nach Indien.
Eine ganze Weltreise lässt sich unternehmen im Gewürzregal.
Die Seele entschwebt, doch der Körper bleibt.