Mittwoch, 24. Dezember 2008

Adventskalender - Türchen 24

Fröhliche Weihnachten ihr Lieben!
Ich wünsche euch eine schöne Bescherung und hoffe, dass ihr ein vergnügliches Weihnachtsfest habt. Drückt eure Lieben und streitet nicht zu viel.
Als letztes Türchen habe ich etwas ausgewählt, das traditionell an Heiligabend einfach nicht fehlen darf.
Ich habe euch lieb!
Feiert schön!
Eure Melina



P.S.: Ihr könnt übrigens alle von mir gelesenen Gedichte und Geschichten auch unter http://lavafee.podspot.de runterladen.

Montag, 22. Dezember 2008

Adventskalender - Türchen 22

Dieser Weihnachtsfilm darf einfach nicht fehlen, denn es ist eine der schönsten Versionen von Dickens' Christmas Carol. Danach fühlt man sich gleich viel weihnachtlicher, oder?

Auf Deutsch:


Aber ehrlich gesagt, ist es auf Englisch noch viel schöner:

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Adventskalender - Türchen 17

Manche Eltern sollte man dafür verhaften...

...dass sie ihre Kinder Adolf Hitler (Campel) or Aryan Nation nennen. Dieser Fall wurde bekannt, als sich eine amerikanische Bäckerei weigerte den Namen des kleinen Jungen auf seine Geburtstagstorte zu schreiben. Die Ausrede der Eltern, laut Times online für die Namen ihrer Kinder ist, dass sie die Namen einfach mochten und dass sonst niemand auf der Welt diese Namen habe. Dazu wäre noch zu sagen, dass der Vater schwarze Armeestiefel aus dem Zweiten Weltkrieg trägt, und die Eltern einige Zeit zuvor wollten, dass die Bäckerei ihnen Hakenkreuzkekse macht, was diese natürlich auch verweigerte.
Haben diese Menschen dabei nicht an ihre Kinder gedacht? Das kleine Mädchen ist noch besser dran, denn Aryan Nation ist nur der Dritt- und Viertname, aber der kleine Adolf Hitler wird mit Sicherheit später in der Schule verprügelt und wird für den Rest seines Lebens in Therapie sein. Mir fällt auch keine einzige Firma ein, die jemanden mit so einem derart rassistischen Namen einstellen würde. Man wird ihm immer mistrauen, sogar wenn er man Menschenrechtler werden sollte. Seine einzige Chance dürfte es sein, seinen Namen zu ändern sobald er volljährig wird.
Gibt es keine Gesetze dagegen Kindern solche bescheurten Namen zu geben? In letzter Zeit haben wir uns immer über die Hollywoodstars lustig gemacht, die ihre Kinder nach dem Ort der Zeugung benennen oder ihnen völlig dämliche Früchtenamen verpassen. Cruz Beckham, Peache Paltrow..oder sogar die Namen katholischer Pilgerstätten wie Madonna, die ihre Tochter Lourdes nannte. Angelina und Brad nannten ihr erstes leibliches Kind Shilo Nouwel, die neue Gesandte (Messiahs). Eine schwere Bürde und ergeizige Erwartungen auf den Schultern des kleinen Wesens. All diese Kinder sind doch zu verdammt, etwas besonderes zu werden. Aber sein Kind nach einem antisemitischen Massenmörder zu bennenen sollte als Verbrechen angesehen werden. Zumindest ist es seelische Grausamkeit.
Glücklicherweise ist es in Deutschland nicht möglich, seinem Kind so etwas anzutun, den wir haben Gesetze dagegen. Und ich denke, dass kein Standesbeamter einen solchen Namen akzeptieren würde. Hier würde ein solcher Name mit Sicherheit auch das Jugendamt auf den Plan rufen.
Es dürfte sehr fraglich sein, dass diese Eltern ihre Kinder in irgendeiner Weise die demokratischen Ideale lehren.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Freitag, 5. Dezember 2008

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Montag, 1. Dezember 2008

Adventskalender - Türchen 1

Advent, Advent das erste Kerzlein brennt seit gestern. Und nun habt ihr auch das erste Türchen an meinem ganz speziellen Adventskalender für euch geöffnet. Ich wünsche Euch viel Spaß!

Montag, 3. November 2008

Joy Denalane in Wiesbaden

Am Samstag eröffnete die Entega ihre neue Filiale in der Schulgasse mit einem Open Air Konzert der einzigen wirklichen Souldiva Deutschlands, Joy Denalane. Es war zwar ein bissl kalt, aber dafür waren Joy und ihre Band super! Das Wiesbadener Publikum ist halt nur leider etwas lahm gewesen, wie immer.


Hier ein paar Bilder und Videos:



Samstag, 11. Oktober 2008

In den Händen einer Makeup-Artistin

Die Augen waren ja echt schön, aber das Gesamtbild war, als hätte ich einen Kopfsprung in den Farbtopf gemacht.


So gehts übrigens auch. Das ist aber richtig grell.

Freitag, 19. September 2008

Frau im Spiegel

Frau im Spiegel
ich kenne Dich nicht mehr.
Deine Maske sitzt so gut,
hat sich so an Dein Gesicht geschmiegt,
dass Du sie nicht mehr absetzen kannst.
Wer bist Du?
Trägst nach außen ein fröhliches Gesicht,
zeigst Dich stark,
weil keiner Deine Schwächen auffängt.
Keiner macht sich Sorgen,
denn Du machst das schon.
Die Tränen sieht man nicht unterm Porzellangesicht.

Fernweh

Magnetisch zieht es den Blick in die Ferne;
der Körper hält dem Sog nur noch halbherzig stand.
Tief im Innern zerreißt es mich fast.
Es ist ein Sehnen nach der Weite, nach der Welt.

Jeder Bissen schmeckt nach Urlaub.
Das Croissant beschwört einen kalten Morgen in Paris,
die Muscheln einen Urlaub am Meer.
In einem Café erklingt Musik und lässt die Gedanken schweifen.

Orangen riechen nach Italien's Süden.
Die Gewürze nach Indien.
Eine ganze Weltreise lässt sich unternehmen im Gewürzregal.
Die Seele entschwebt, doch der Körper bleibt.

Donnerstag, 28. August 2008

Verlierertypen - Niederlage II

Während andere alles beim ersten Mal durchziehen und einen guten Lauf haben, gehe ich direkt wieder zurück auf Anfang. Schon wieder. 4,7 reicht einfach nicht zum bestehen. Nicht mal 4,3 würde reichen.
Tja, also kann ich jetzt außer meiner Arbeit auch noch ein Buch schreiben bis ich mein Studium endlich abschließen darf.
Die Worte "Wut", "Enttäuschung" und "Trauer" können gar nicht ausdrücken was ich gerade fühle.
Verdammt ich will endlich auch fertig werden und nicht nur anderen dabei zusehen, wie sie locker an mir vorbeiziehen! Ich will endlich auf eigenen Beinen durch die Welt ziehen und mich nicht mehr von anderen tragen lassen, die mich eigentlich nicht mehr tragen wollen und/oder können!
Ich fühle mich in dieser sch... Warteschleife gefangen und werde einfach nie verbunden, höre immer nur "Please hold the line". Es ist zum Kotzen.
Egal, was ich beim ersten mal so heroisch über Niederlagen geschrieben habe: Es ist einfach ungerecht. Jedesmal schicken die einen wieder ans Ende der Schlange zurück. Und weshalb? Wegen einer völlig unsinnigen Prüfung nach der am Ende keiner mehr fragt.

Samstag, 23. August 2008

Siegertyp

Aufgestiegen durch seinen Sieg im Radrennen der Elite C ist Roman Sedlmair. Tagessieg und Aufstieg für Roman SedlmairELLMENDINGEN.

Die Radsportler des RSV Schwalbe Ellmendingen haben am vergangenen Wochenende ihr Können bei einigen Wettkämpfen unter Beweis gestellt. Am besten schnitt dabei Roman Sedlmair ab, der in Rülzheim (Pfalz) das Rennen der Elite C gewann und sich somit den Aufstieg in die B-Klasse sicherte.30 Runden über je zwei Kilometer hatten die 200 Starter der Elite C in Rülzheim zu absolvieren. Roman Sedlmair holte sich in fast allen der sechs Sprintwertungen Punkte und letztlich in überlegener Manier auch den Tagessieg. Bereits am Vorabend hatte er, ebenfalls in Rülzheim, mit Platz drei bei einem Abendkriterium seine Ambitionen unterstrichen. Nach Steffen Rößler und Christian Rupf ist der 19-Jährige aus Graben-Neudorf der dritte Amateur aus den Reihen der Ellmendinger, dem im Jahr 2008 der Aufstieg in die B-Klasse gelungen ist. Seine Teamkollegen Matthias Beier, Steffen Lemke und Heiko Reith kamen dagegen mit dem Hauptfeld ins Ziel.Auf den sechsten Platz spurtete Christian Rupf beim traditionellen 200 Meter Parallelsprint. Rang 18 gab es für seinen Bruder Martin bei dem Kriterium der Elite A/B über knapp 80 Kilometer. Auch die Nachwuchsfahrer zeigten gute Leistungen. Felix Großmann (U 19) belegte Platz sechs, Manuel Sautner wurde Neunter. Christian Freund (U 17) erreichte in seinem Wettbewerb ebenfalls als Neunter das Ziel. Philipp Nicola, der am Tag zuvor Dritter wurde, folgte zwei Ränge dahinter auf dem elften Platz.
Das ist aus dem Pforzheimer Anzeiger! Ich denke wir können alle mächtig stolz sein auf Roman!

Sonntag, 17. August 2008

Für die Liebe, die Gesundheit und eine bessere Welt

Schaut euch mal meine Videobar auf dem Blog an. Es gibt ja ne Menge verrückter Weltrekordversuche, aber der hier ist dabei auch noch irgendwie süß. Und Küssen soll ja das Immunsystem stärken. Also schaut euch an und dann los! Nachmachen!

Sonntag, 27. Juli 2008

Ich glaub mich laust ein Affe

Also ich weiß ja, dass ich als Dauersingle vielleicht von manchen Sachen in Beziehungen keine Ahnung habe. Doch heute im Park habe ich etwas beobachtet, dass ich, glaube ich, gar nicht verstehen will: Ein recht süßes Päarchen saß auf der Decke neben mir und schmuste. Allerdings fing das Mädel dann plötzlich an, ihrem Freund in aller Öffentlichkeit die Pickel auszudrücken!
Ich hoffe, dass ich nicht die einzige bin, die das echt eklig findet.
Aber es zeigt halt auch mit wem wir uns das Erbgut teilen. Und ähnlich wie auf dem Foto, ließ der Typ die ganze Prozedur auch seelenruhig über sich ergehen. Also Liebe ist ja toll und sich nah zu sein auch, aber dem anderen die Pickel auszudrücken übertritt doch meiner Meinung nach wirklich eine Grenze. Die rennt ihrem Freund bestimmt auch aufs Klo nach!
Meiner Meinung nach muss es da doch noch ein paar Geheimnisse zwischen einander geben. Muss man denn dem Liebsten bis ins hinterste Eck krabbeln? Ich finde, dass die Klotür ruhig zugemacht werden darf.
Abgesehen davon finde ich öffentliches Lausen auch nicht wirklich angebracht. Schließlich sollte uns doch noch wenigstens ein Quäntchen von unseren tierischen Verwandten unterscheiden. Oder?

Samstag, 19. Juli 2008

Karaoke - das braucht Mut

Karaoke. Viele wissen, dass ich das ab und zu mal ganz gerne mache, aber nur wenige waren schon mal dort. Also dachte ich mir, ich zeige mal ein paar Exemplare der Spezies Karaokesänger. Da gibt es die All-American Girls, die sich nur zu zweit auf die Bühne trauen, die Vollblutkaraoker mit Liedern, die sonst keiner kennt, Elvise und die Mädels, die einfach nur mal wieder laut singen wollen, zu denen gehöre wohl auch ich. Hier also ein paar Videos.

Und hier bin ich in völler Länge, aber dreht den Ton leiser, denn dank Handykamera ist der Lautstärkepegel der Hintergrundgeräusche recht hoch.

Dienstag, 15. Juli 2008

Welpenliebe

Luna hat endlich einen Spielkameraden und die beiden haben sich echt lieb. Der mt dem Halsband ist Butsch, die mit dem Geschirr Luna. Inzwischen kann man sie nämlich immer schwerer auseinanderhalten.

Montag, 30. Juni 2008

Knapp vorbei ist auch daneben...

...das war wohl für unsere Jungs das heutige Motto. Gott sei Dank hat Lehmann so viele Bälle gehalten, sonst wäre die Schmach noch größer geworden. Aber des einen Versagen ist des anderen Sieg und so feiern die Spanier. Während in der Bodega gegenüber die größte Fiesta aller Zeiten auf der Straße weitergeht und südliche Klänge und "Viva Espania!" Rufe zu mir heraufklingen, zeige ich euch schon mal die schönsten Momente:


Da waren wir noch alle zuversichtlich auf dem Sonnendeck.Da schon nicht mehr.

Und so sieht es gerade bei mir vor der Tür aus. Also Baila Baila! Nach dem Ritmo de la Noche!



Da bleibt nur noch ein guter Verlierer zu sein und mitzutanzen. An Schlaf ist heute sowieso nicht mehr zu denken.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Kopenhagen - Stadt der Fahrräder und der entspannten Menschen

Fehmarn liegt sehr nah an Dänemark, was man auch daran merkt, dass die Dänen, aber auch die Schweden nur zu gerne mit der Fähre nach Deutschland kommen um vor allem Alkohol zu kaufen. Der ist nämlich bei uns eindeutig billiger. Und so findet man sich auf der Fähre immer umzingelt von Kleinbussen und großen Familienkutschen, deren Achse fast auf dem Boden aufsetzt, weil der Kofferraum voll Bier und Schnaps ist. Ich wiederum dachte mir, dass ich Dänemark einen Besuch abstatte und buchte eine Busreise nach Kopenhagen, inklusive Stadtrundfahrt und ein paar Stunden zur freien Verfügung.
Morgens um 7.00 Uhr ging es los. Wer mich kennt, weiß, dass ich da eigentlich noch im Tiefschlaf bin. Aber ich dachte, dass ich im Bus schlafen könnte. Mit mir standen noch ein paar Urlauber der Insel an der Bushaltestelle und warteten, dass der Bus auftaucht. Kaum eine Viertelstunde zu spät kam er dann auch und wir suchten uns jeder einen freien Platz in dem schon sehr vollen Bus, der schon auf dem Festland die ersten Mitreisenden aufgesammelt hatte. Typisch deutsch fand ich, dass man sich möglichst nicht anguckt und bloß keinen Kontakt zum Sitznachbarn herstellt. Ich fand aber noch einen freien Doppelsitz, auf dem ich mich komplett ausbreiten konnte.
Auf der Fähre mussten wir natürlich aus Sicherheitsgründen alle aus dem Bus und aufs Oberdeck. Im Duty Free versorgten sich noch mal alle mit Reiseproviant und schauten sich das morgendliche Meer an, das ganz still und ruhig da lag. Bei meiner ersten Überfahrt mit Opa, Brigitte und Gerti war der Seegang so hoch, dass wir übers Schiff schwankten als hätten wir schon einen kleinen Schwips.
Wie schon beim ersten Mal hatte ich bei der Landung im dänischen Hafen das Gefühl, auf der gleichen Seite rauszukommen auf der wir gestartet sind, denn landschaftlich ist das gar kein Unterschied. Könnte auch Deutschland sein. Von jetzt an hatten wir etwa drei Stunden Fahrt vor uns, die ich mit Schlafen zu verbringen gedachte. Aber Pustekuchen! Denn der Busfahrer meinte uns, jedes Bauernhaus als touristische Attraktion anpreisen zu müssen und uns darüber aufklären zu müssen, wie man in Dänemark ein Auto als Geschäftswagen melden kann. Immer, wenn ich gerade am Wegdösen war, knartzte das Mikrofon und er hatte wieder eine Neuigkeit. Den ganzen langen Weg nach Kopenhagen. Nur unterbrochen von einer kleinen Pinkelpause auf einem Rastplatz. Ich weiß ja, dass ich viel rede. Aber der ist der König der Labertaschen!
In Kopenhagen fuhren wir bequem alle Sehenswürdigkeiten ab und fotografierten pflichtschuldig aus dem Busfenster. Also wundert euch nicht, wenn die Scheibe auf einigen Bildern drauf ist. Aber wann kommt man vielleicht wieder hin und dann ärgert man sich, dass man nicht fotografiert hat.
An Schloss Amalienborg, dem Wohnsitz der dänischen Königin Margrethe II. wohnt, wurden wir dann wie hunderte andere Busgruppen aus dem Bus gejagt, um uns den Wachwechsel anzusehen. Und ich muss sagen, der Wachwechsel am Buckingham Palace mag spektakulärer sein, aber die Wachen selbst sind viel lustiger als Lizzy's Grenadiere, denn die müssen nicht stoisch still stehen, sondern treiben ihre Scherze mit den Touristen. Ist auch richtig so, denn jeder, aber wirklich jeder muss sich neben sie stellen, um sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Ich glaube, die armen Wehrpflichtigen (noch ein Unterschied zu England, wo Berufsoldaten es als höchste Ehre betrachten, mit Bärenfellmütze bei 30 Grad in der Sonne zu bruzzeln), die da stehen sind diejenigen, die morgens die A....karte gezogen haben. Lustig fand ich ihre Schuhe, denn die sind nach altem Brauch mit Metall beschlagen, was beim Gehen so schön klackert wie bei Steppschuhe. Ich wartete die ganze Zeit, dass einer anfängt zu singen und Fred Astair mäßig zu tanzen beginnt.
Letzte Station der Stadrundfahrt war die "Kleine Meerjungfrau". Ich dachte immer, die stehe weit draußen im Wasser, aber man kann sie anfassen, so nah ist sie am Ufer. Was wohl auch schon dazu geführt hat, dass ihr erst der Kopf und dannd er Arm gestohlen wurde. Ein paar besonders clevere Menschen wollte sie auch schon in die Luft sprengen. Deshalb will man sie jetzt tatsächlich weiter hinaus versetzen.
Von hier aus ging es zum Tivoli, dem ganzjährigen Vergnügungspark mitten in der Stadt. Das war unser Treffpunkt, denn nun begann unsere Freizeit. Ich freute mich schon darauf, die Fußgängerzone zu erobern und ein bisschen die Stadt zu erkunden. Drei Stunden schienen dafür viel zu kurz. Im klimatisierten Bus hatte ich aber noch nicht gemerkt, wie heiß es eigentlich war. Zwar schlenderte ich zuerst an Hans Christian Andersen vorbei über den Rathausplatz und in die ewig lange Fußgängerzone, aber irgendwann schlich ich nur noch von klimatisiertem Laden zu Laden und von Schatten zu Schatten. Dabei murmelte ich immer wieder vor mich hin: "Puh, ist das warm!" und "Boah ist das hell!" So nahe am Polarkreis ist die Sonne einfach gleißend hell, so dass nicht mal meine große Sonnenbrille half. Kühlung versprach nur das eisgekühlte Wasser von 7 /11. Einer Lebensmittelkette, die es dort an jeder Ecke gibt, wo man Getränke, Sandwiches und Süßes erstehen kann. Diese Läden suchte ich im Halbstundentakt auf. Alleridngs warne ich vor dänischem Eis. Denn die packen so viele künstliche Stoffe rein, dass es nicht mal mehr nach Eisschmeckt. Wer jetzt sagt, dass Häagen Dasz doch aber auch dänisch sei, irrt, denn das kommt aus dem tiefsten Brooklyn.

Super fand ich die Atmosphäre, denn ich habe, glaube ich, noch nie ein so entspanntes Volk gesehen. Vor allem die Mädels, von denen etwa 80% Models sein müssen, sind ganz relaxt. Und tolle Klammotten gibt es! Fast alle Frauen, egal welchen Alters, tragen wunderschöne Kleider. Weiß herrscht natürlich vor. Ich konnte mich gar nicht satt sehen und war auch zu müde und zu langsam um diese Pracht zu fotografieren. Vor allem, weil so viele auf Fahrrädern unterwegs waren. Ich hatte gedacht, Köln sei eine Fahrrädstadt, aber Kopenhagen toppt das bei Weitem! Laut der Quasseltasche wechseln hier jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Räder auf nicht wirklich legale Weise den Besitzer. Die meisten schließen ihre Räder nicht mal mehr ab und wenn ihres weg ist, nehmen sie einfach das nächste, das dort steht. Auch die Stadt Kopenhagen stellt Räder zur Verfügung. Um den Autoverkehr aus der Stadt zu halten, kann man für 20 Kronen also knapp 3 € ein Rad mieten. Das funktionert wie bei uns das Benutzen eines Einkaufwagens. Man steckt das Geldstück ein und wenn man das Rad wieder an einer der Stationen abstellt, kriegt man sein Geld wieder. Finde ich ne coole Sache.
Außerdem suchte ich ja immer noch eine Möglichkeit meine 250 Kronen, sprich 40€, die ich an Board der Fähre getauscht hatte loszuwerden, außer für Wasser, auch wenn das den größten Teil verschlang. Am Ende kaufte ich mir einen tollen weißen Rock im Stil, wie ihn dort alle tragen. So kann ich ein bisschen von dem Flair der Stadt nach Hause retten.Die drei Stunden waren noch nicht ganz rum, aber ich brauchte einfach ein schattiges Plätzchen und so suchte ich mir einfach am Rande des Tivoli eine Bank um friedlich auf ihr zusammenzubrechen. Kopenhagen ist absolut eine Reise wert, aber beim nächsten mal komme ich im Frühjahr oder Herbst wieder und vor allem mit mehr Zeit.
Irgendwann kam auch der Bus und sammelte uns alle wieder ein. Erstaunlicherweise ging keiner verloren und pünktlich waren auch alle.
Und auf der Rückfahrt blieb auch der Fahrer still, denn es war ja alles gesagt. So konnte ich ganz zufrieden schlafen, bis wir an der Fähre waren. Herrlich! So ein Tag ist doch ziemlich anstrengend, denn wir waren am Ende über 12 Stunden unterwegs.

Samstag, 14. Juni 2008

Wilde Tiere im friedlichen Dänemark

Ich mag vielleicht schon ein bisschen groß sein für einen Zoo-Ausflug mit meinen Großeltern, aber eigentlich ist mir das egal, denn die Chance Giraffen, Nashörner und Tiger in sozusagen freier Wildbahn zu erleben, kommt wohl nicht so oft. Also machten Opa, Brigitte, Gerti und ich uns auf gen Norden nach Dänemark in den Safaripark Knuthenborg. Dort gibt es um die 7km² große Parkanlage eine große Mauer und ansonsten nur noch ein Gehege für die Tiger, die sonst die anderen Tiere ja auffressen würden. Hier können allerhand Tierarten frei leben und umherziehen, geschützt von riesigen uralten Bäumen. Für diese war der Park schon berühmt bevor Graf Adam W. Knuth 1969 die ersten exotischen Tiere aus Kenia importieren lies.
Schon am Eingang gibt es wunderbar freche Esel, die sogar die Nase in die Autos stecken, um nach Essbarem zu suchen. Sie sind sogar schon so an Menschen gewöhnt, dass sich die Eselmutter ohne Sorge von ihrem Baby entfernte.













Eine ganze Giraffenfamilie zog an unserem Auto vorbei. Aus dem Auto auszusteigen ist hier dann auch nicht mehr erlaubt. Aber ehrlich gesagt, wollte ich auch nicht mehr aussteigen als ein Nashorn so nah kam, dass es in mir schon echtes Unbehagen auslöste. Die sind schon wirklich sehr groß. Und ihr Horn sieht wahnsinnig gefährlich aus. Noch viel gefährlicher sind die Tiger, zu denen man nur durch eine Schleuse aus Toren gelangt. Im Schritttempo fuhren wir an ihnen vorbei und ich kann euch sagen, mit Hauskätzchen haben die echt nichts zu tun. Seelenruhig streifen sie durch ihr Freigehege und lassen sich von uns nicht aus der Ruhe bringen. Einer lag auf einem Baumstumpf in der Sonne und sah aus wie der König der Tiere. Wahnsinn, so etwas aus so großer Nähe zu erleben. Majestätisch! Außerdem gibt es auch noch Strauße und Lamas. Und ich habe es sogar geschafft, nicht angespuckt zu werden. Auf dem riesigen Gelände kann man in den weniger gefährlichen Bereichen auch Piknicken. Warum man dazu mit dem Auto direkt auf die Wiese fahren muss, weiß ich zwar nicht, aber da man es darf, machen es dir Leute natürlich. Wir jedenfalls hatten ein formidables Mahl. Während wir durch den Park fuhren, fühlte ich mich immer an die Romane von Jane Austen erinnert, denn da es ja ein gräfliches Gut war, gibt es überall verteilt größere und kleiner Herrenhäuser, die direkt aus "Stolz und Vorurteil" stammen könnten. In jedes davon wäre ich am liebsten sofort eingezogen. Man stelle sich das mal vor: Leben wie im ausgehenden 18. Jahrhundert und umgeben von exotischen Tieren. Die Häuser haben natürlich alle einen Zaun, damit die Tiere nicht auch plötzlich einziehen. Die aktuelle Generation der Knuths lebt übrigens tatsächlich hier. Allerdings ein bisschen abseits vom Touristenrummel und der Park ist ja auch so groß, dass man sich bestimmt eine ganze Weile verstecken kann, ohne einem Menschen zu begegnen. Hach ja!

Dienstag, 10. Juni 2008

Fehmarn das Florida des Nordens

Sehr kurzentschlossen begleitete ich meine Großeltern auf die Ostseeinsel Fehmarn, um meiner Haut eine Ruhepause zu gönnen, die durch die explodierende Natur sehr gereizt war. Zweieinhalb Wochen am Meer erschienen mir da ein Geschenk des Himmels, beziehungsweise meiner Familie. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön!


Fehmarn war mal die größte Insel Deutschlands. Zumindest bis sie bei der Wiedervereinigung von Rügen abgelöst wurde. Zum größten Teil besteht sie eigentlich aus riesigen Getreide- und Rapsfeldern und Naturschutzgebieten. Burg ist die größte Ortschaft. Stadt kann man eigentlich nicht wirklich sagen.Und genau dort wohnten wir. Ich hatte sogar ein eigenes Appartement mit einer Terrasse auf der locker 10 Yogamatten Platz hätten. Wichtig war aber vor allem meine Unabhängigkeit zu behalten. Denn mit 25 muss man ja nicht jede Minute mit seinen Großeltern verbringen und die sicherlich auch nicht mit mir. Deshalb mietete ich mir auch sogleich ein Fahrrad, so dass ich auf der Insel auch beweglich war.
Tja, da fand ich mich also zur Vorsaison und während des Semesters auf einer Kurinsel wieder zusammen mit hunderten von Rentnern und Eltern mit kleinen Kindern, die zur Erholung hier waren. Aber das war ich ja auch. Und eins muss man der Insel lassen: Erholen kann man sich hier sehr gut, da es nicht wirklich viel Ablenkung gibt.

Einige Highlights gibt es aber: Erstens ist hier eigentlich jeder Strand richtig schön und es ist auch für jeden etwas dabei. Wer es natürlich mag, kann an romantische Naturstrände, an denen auch Campen erlaubt ist und an die man vor allem auch Hunde mitnehmen kann.
Für die vielen Rentner gibt es aber vor dem Kurzentrum in Burgstaaken den schön gepflegten Südstrand, wo man den ganzen Tag im Strandkorb sitzen kann und sich keine Sorgen über scharfe Gegenstände im Sand machen muss. Hier haben auch die Fehmaraner ihre Strankörbe. Ohne Kurtaxe geht es hier allerdings nicht. Dafür hat man an der Strandpromenade Geschäfte und Cafés und ab nächstem Jahr auch wieder ein Schwimmbad. Außerdem gibt es hier am Ende des Strandes und direkt am Eingang zum Yachthafen eine Strandbar, die aus der Becks-Werbung geklaut sein könnte. Das "Sorgenfrei" lässt einen bei einem Bier oder Drinks mit tollen Namen wie "Lebensfreude" (Prosecco mit Aperol) tatsächlich alle Sorgen vergessen. Mit dem Fahrrad war das Abends immer eine nette Runde nach dem Abendessen.
Eine Steilküste gibt es auch. Dort kann man Seeschwalben beobachten und aufs deutsche Festland rüber gucken.


Alle Orte der Insel sind eigentlich bequem mit dem Fahrrad erreichbar, denn sie ist nur knapp 15km lang und 12km breit und ohne jegliche Erhebung. Der einzige Gegner ist der Wind, der ziemlich stark blies. Mit Rückenwind ist das alles auch kein Problem, aber einmal war der Gegenwind so stark, dass ich fast vom Deich geweht wurde. Das war dann wirklich kein Spaß mehr und es half nur noch Absteigen und Schieben. Ich meine, ich liebe Wind wie niemand sonst in meiner Familie, die sich permanent darüber beschwerte, aber das war dann selbst mir mal zuviel. Sonst habe ich sogar einmal direkt auf dem Steg in Burgstaaken gesessen und den Wind frontal auf mich zurollen lassen und habe es wahnsinnig genossen.






Wettermäßig wurden wir überhaupt sehr verwöhnt. Während der Rest Deutschlands unter der Schwüle litt und in Gewittern unterging, hatten wir immer Sonne und durch den Wind angenehme 18 bis 20 Grad. Genau wie ich es am liebsten habe, weil es mir da am besten geht. Dazu noch die Füße in die Ostsee halten zu können war das Größte. Ganz rein wollte ich bei 14- 16°C allerdings nicht. Dazu bin ich wohl zu zimperlich. Meine Vermieter waren wohl aber schon schwimmen. Brrrrrrrrrrrrrrr! Es gab aber noch ein paar Leute, die die Kälte des Wasser nicht störte, weil sie nämlich Neopren trugen. Es waren jede Menge Kite-Surfer auf dem Wasser unterwegs. Mich wunderte immer wieder, dass die sich nicht ineinander verheddert haben, denn teilweise waren bestimmt zehn gleichzeitig zum Beispiel in der Bucht in Puttgarden.

Fehmarn ist durch seine vielen Brachlandschaften auch ein beliebtes Zeil für viele Sorten von Vögeln. Die kann man im Vogelschutzgebiet Wallnau beobachten. Hier folgt man einem Pfad und gelangt so zu Hütten von denen man aus, mit Ferngläsern zugucken kann, was die Blässralle oder der Kibitz so machen. Ganze Clans von Wildgänsen ziehen gerade hier ihre Jungen groß. Teilweise sieht das aus, wie ein Ausflug mit dem Kindergarten. Vorne und hinten watschelt eine große Gans und dazwischen wackeln in einer schönen Reihe die Kleinen. Während wir Spanner spielten, wurden wir aber auch genau beobachtet und umflogen. In den Schutzhütten nisten nämlich Schwalben und die schehren sich kein Stück, ob da Menschen drin sitzen und durch Ferngläser glotzen oder nicht. Man kann aber nicht nur Vögel beobachten. Wallnau ist auch ein bisschen wie ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Die Wasserkurbel zur Bewässerung kleiner Kanäle im Heideboden hatte es Opa besonders angetan.




Nachdem wir in der ersten Woche kein schlechtes Wetter hatten, haben wir in der zweiten einfach auch die Schlechtwetteraktivität schlechthin in Burg gemacht: Wir gingen ins Meereszentrum, wo wir alle Sorten von Tiefseefischen und sogar Haien bewundern konnten. Es gab so viele verschiedene Fische. Ganz winzige und welche, von denen ich niemals gedacht hätte, dass die so riesig sind. Das Schönste überhaupt waren aber die Rochen! Wir standen in einem Tunnel aus Glas, der unter dem Becken hindurchführte und diese schönen Geschöpfe glitten über uns hinweg. Ich hätte Stunden dort stehen und ihnen zusehen können. Es sieht fast aus als würden sie durchs Wasser fliegen. Hier fand ich aber auch heraus, woher der schlechte Ruf von Haien kommt. Diese riesigen Zähne und die kleinen starren Augen lassen sie wirklich aussehen wie verrückte Psychokiller.

















Zwischendurch waren wir auch noch am Plöner See. Der liegt auf dem Festland. Dort machten Nachbarn meiner Großeltern Urlaub und da wir ja Zeit hatten, statteten wir ihnen einen Besuch ab. Der See ist ziemlich groß, was wir bei einer Bootsfahrt herausfanden. Auch hier nisten viele Vögel und ansonsten kann man halt Segeln und schwimmen und was man an einem See halt so macht.
Ihr seht also, der Urlaub war angefüllt mit Interessanten Besuchen und Wanderungen und vor allem Fahrradtouren. Leider ging meine Kamera kaputt, so dass ich kein Beweisfoto mit Fahrrad habe. Aber es hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht.

Wenn ich nicht mit Opa, Brigitte und Gerti unterwegs war, habe ich gerne auch mal am Strand rumgesessen, die Füße gebadet oder saß auf meiner gigantischen Terrasse und hab einfach mal die Seele baumeln lassen. Außerdem bekam ich ja auch noch Solebäder in einem Kurhotel. Dass mich die Einrichtung ein bisschen an ein Irrenhaus und Elektroschocks erinnerte, führe ich lieber nicht weiter aus. Mir ist dort aber nichts passiert und die Bäder habe auch sehr gut getan.
Da wir sehr nahe zu Dänemark waren, sind wir auch noch in einen Safaripark gefahren und ich unternahm allein eine Bustour nach Kopenhagen, aber beides muss ausführlicher beschrieben werden, deshalb schreibe ich dafür noch eigene threads.

Den letzten Abend ließen wir im "Sorgenfrei" ausklingen bei Drinks und einer tollen Aussicht. Diese Bar hätte ich wirklich gerne in den Koffer gepackt und mitgenommen. So, habe ich aber wenigstens die Aussicht mitgenommen.






Hier noch ein paar Schnappschüsse meiner Reisebegleiter: