Mittwoch, 31. Oktober 2007

6 Tage, 3 Städte, 10 Bibliotheken, 2 Verlage und eine Uni

Eine Exkursion nach England mit 13 Mädels und 2 Professoren
Die meiste Zeit sahen wir wohl aus wie Japaner, die versuchen ganz Europa in 10 Tagen zu sehen und dabei alles fotografieren was ihnen vor die Linse kommt. Ähnlich ging es uns nämlich auch, denn auf unserem Plan standen 10 Bibliotheken, 2 Verlage, eine Buchhandlung und die englischen Buchwissenschaftler in London. Und dafür hatten wir nur 6 Tage Zeit, das heißt, eigentlich nur 5 weil wir den ganzen Samstag für die Rückreise gebraucht haben.

Montag ging es also in aller Frühe los, erst mit dem Shuttle nach Hahn und von dort mit RyanAir nach London Standstead, und von da mit dem Zug nach Cambridge. Wir haben nur schnell unsere Zimmer bezogen und sind dann los. Das B&B sollte allerdings Erwähung finden, denn es war echt gut. Die Zimmer bestanden zwar auf Grund unserer schieren Zahl nur noch aus Betten, aber dafür war es total sauber und gemütlich. Das Bad war zwar eher interessant, weil die Tür nur bis auf einen handbreiten Schlitz zuging, was ein Mädel aus dem Zimmer dazu veranlasste nicht nur bei den anderen Duschen zu gehen, sondern sich auch im Dunkeln die Zähne zu putzen, ständig kontrollierend ob auch ja keiner guckt. Aber ansonsten war es super. Zum Frühstück gab es sogar selbstgebackene Muffins und eine Frau alleine schaffte es in einer normalen Küche English Breakfast für 15 Leute zu machen. Respekt!

Unsere erste Station noch am Montag waren dann die Bibliothek des St. John's College und die des Newhall College, übrigens ein reines Mädchen College. Die eine war sehr alt und die andere sehr modern. Einen größeren Kontrast sollten wir in dieser Woche nicht mehr zu sehen kriegen. Toll fand ich, dass die im Newhall 24 geöffnet ist und man bzw Frau sie jederzeit nutzen kann, da das ganze auf dem Honorsystem funktioniert, dass keiner Mist baut.
Den Abend verbrachten wir auf der Suche nach etwas zu essen, da wir ausgehungert wie die Wölfe waren. Fündig wurden wir dann mit fast allen bei einem Imbissladen. Ich glaube, ich habe Fast Food noch nie so genossen, aber wahrscheinlich echt nur, weil ich so Hunger hatte. Danach strichen wir noch etwas durch den einzig offenen Laden, die Buchhandlung Borders und suchten uns dann ein Pub, um noch ein Bier zu trinken. Da aber das Trimester in Cambridge noch nicht begonnen hatte, war nichts los und so landeten wir im Regal Wetherspoons, einem Pub, dass eher einer American Sportsbar glich und in dem sich die lokale Schülerschaft versammelte. Volljährig konnten die nämlich alle noch nicht sein. Viel geiler aber war das Outfit der Mädels, denn wir waren hoffnungslos underdressed. In ist dort im Moment vor allem eine pinke Neonleggings mit möglichst nur einem Shirt, das gerade über den riesigen Hintern reicht oder maximal einem Micromini Rock, den man schon fast gar nicht mehr sieht. Wenn sie doch bloß auch die Figur dafür hätten!
Relativ früh, aber nach meinem Gefühl schon sehr sehr spät haben wir uns dann ins Bett getrollt. Und das war richtig bequem. Sonst schlafe ich ja eher schlecht in Hotels, aber da konnte man echt schlummern!

Der Morgen kam allerdings viel zu früh und mit ihm ein Tag mit vier Programmpunkten, die alle im Laufschritt absolviert werden mussten, weil so eng geplant worden war.

Als erstes Pembroke College, das malerischste von denen die wir besucht haben. Dort war das besondere die geschmückten Bleigasfenster, die wahnsinnig schön waren. Zum Teil dienten sie als Schmuck zu Teil ans Sichtschutz, da man von der einen Gebäudeseite nicht in den Garten des benachbarten Peterhouse College gucken durfte. (Wieder eine der spleenigen englischen Regeln).

Danach war Christ College dran. Dort bekamen wir erst mal Tee und Kekse und dann wurden wir in eine wunderschöne alte Bibliothek geführt. Das Motto gefiel mir am besten: "Souvent me Souvient." Ich erinnere mich oft.

Dann mussten wir den Bus nehmen und nochmal ewig laufen um zur Cambridge University Press zu gelangen. Dort wurden wir durch die Druckerei geführt und konnten endlich mal die riesigen Heidelberger Druckmaschinen in Aktion sehen. War schon sehr beeindruckend.

Danach ging es im Trab und komplett zu Fuß zurück in die Stadt, damit wir pünktlich in Peterhouse waren, aber wir kamen doch zu spät, denn der Weg ist echt lang. Auch diese Bibliothek ist sehr alt und sehr schön.

Das anschließende Essen im University Club, der Mensa, war eher typisch englisch, also eher totgekocht und nicht sehr lecker. Dafür war der Nachtisch Spongecake mit Vanillesoße um so toller. Der Kuchen saugt sich wie ien Schwamm, deswegen Sponge, mit der Soße voll und das schmeckt himmlich, weil er auch noch warm ist.

Der Dienstag Abend war dann eigentlich auch schon gelaufen. Zum Weggehen waren wir gar nicht mehr fähig also besorgten wir uns bei Sainsbury's ein paar Bier und was zum Knabbern und machten ne Pyjama Party und sahen Englisches CSI, was mir natürlich sehr entgegenkam als Fan der Serien.

Mittwoch Morgen hieß es dann unseren Kram zur Bushaltestelle in die Stadt bringen und dan dreieinhalb Stunden mit einem unbequemen Bus nach Oxford tuckern. Die meisten von uns haben geschlafen, weil es nichts anderes zu tun ganb. Lesen ging nicht, weil wir gefühlte 100 Roundabouts durchquerten, und das auch dem hartgesottensten das Frühstück wieder hochkommen lässt.

In Oxford hatten wir einen vergleichsweise kurzen Fußmarsch mit Gepäck zur Jugenherberge. Meine Tasche war inzwischen auch auf dem Trolley eines der Professoren verstaut. Keine Ahnung warum, aber der wollte sie netterweise unbedingt mitnehmen, und ich war so kaputt, dass ich mich nur oberflächlich streubte. Unsere Zimmer konnten wir allerdings noch nicht beziehen, nur unsere Sachen einschließen und dann wieder weiter um pünktlich zu unserer Führung im Merton College zu kommen. Diesmal hatten wir allerdings mal ne gute Stunde um uns ein klein bisschen in der Stadt umzusehen, was zur Folge hatte, dass wir in den nächsten Accessories stürtzten und uns kurz einem Kaufrausch hingaben, der bei mir mit zwei Mützen endete.

Merton College war nett. Empfangen wurden wir gleich von einem netten Postgraduate (Doktorant) namens Nathan, der allerdings genauso wenig aus England kam, wie die nachkommende Bibliothekarin. Er kam aus Kentucky! Und er war auch sichtlich überwältigt von unserer weiblichen Überzahl. Also strengte er sich bei der Führung durchs College und dessen Bibliothek auch echt an. Aber acuh ohne Führung fand ich es toll hier. Das wäre in Oxford mein Favorit gewesen. Aber 3,000 Pfund pro Jahr sind schon happig.



Danach war das zum Glück benachbarte Christ Church College dran. Das war dann wiederum einfach nur überwaltigend. Schon die schiere größte und der Festsaal, der für das wöchentliche Bankett eingedeckt war, waren beeindruckend. Die Bibliothek, in der Lewis Caroll schon gearbeitet hat und in der zum Teil auch Alice im Wunderland für die Tochter des College Masters entstand, hatten bis jetzt die größten Ausmaße.

Hier ließe es sich schon sehr gut arbeiten. Die Massen an Büchern bei der Bibliohtekarin deuteten auch darauf hin, dass das Trimester bald beginnt und dann eine Schar von Neuankömmlingen die Tische bevölkert. Der benutzbare Teil ist nämlich für die Undergraduates (Erstsemester und so).
Da das unser letzter Programmpunkt für diesen Tag war, sind wir zurück in die Jugendherberge um aus zu packen und eigentlich auch um zu duschen, doch das haben wir uns alle ganz schnell verkniffen. Unser Bad roch nicht nur unappetitlich, es sah auch eher gesundheitsgefährdent aus. Meine Laune sank schon mal und jeder, der weiß, dass ich meine tägliche Dusche echt brauche um mich wortwörtlich in meiner Haut wohl zu fühlen, weiß wie das aussehen kann. Die anderen Mädels schien es aber nicht zu stören und sie machten sich mit Hifle von Deo und Schminke frisch. So aufgedonnert wie sie waren, kam ich mir echt underdressed vor. Später, als wir dann ein nettes Pub gefunden, etwas gegessen und ein paar Pitcher Bier zu uns genommen hatten, ging es mir aber auch wieder besser und wir hatten noch einen echt lustigen Abend. Allerdings wurden wir immer lauter, nichtsahnend, dass die Jungs über die wir uns auch ausließen uns nicht nur am anderen Ende des Pubs hören, sondern auch verstehen könnten. Ups! Peinlich! Sie waren aber gnaz gut drauf uns so hatten wir noch ein nettes Gespräch mit ihnen, bevor uns der Barkeeper alle rausfegte. Allerdings auch nur, um uns dann selbst in der Stadt wieder zu begegnen auf dem Weg um selbst zu feiern.

Die Nacht war, wie Nächte in ekligen Jugenherbergen halt sind. Aber das Frühstük machte eigentlich alles wieder wett, denn das erste mal auf der ganzen Fahrt gab es Obst, das ich auch essen konnte: Melone. Es tat so gut mal wieder was frisches zu essen, statt nur Sandwiches, Fish and Chips, oder Baguettes!

Wir mussten nur schon ganz früh los, weil wir schon vor normaler Öffnung eine Führung durch die altehrwürdige Buchhandlung Blackwell's bekamen. Wow! Die meisten Aktien hält tatsächlich immer noch die Familie und fast alle Mitglieder sind noch im Stammhaus geboren. Allerdings ist es vor ein paar Jahren komplett zum Laden geworden. Aber dafür merkte man hier die Liebe zu Büchern und zum Kunden. Im Gegensatz zu Waterstones und Borders gab es hier nicht nur die üblichen hundert Titel der Bestsellerlisten, sondern auch echte Qualitätsbücher. Habe zwei sehr schöne Bücher erstanden: dem Ort entsprechend eine illustrierte Ausgabe von Alice im Wunderland und Hinter den Spiegeln und eine tolle Edition von William Blake's "Songs of Innocence und Experience".

Für den nächsten Termin musste wir ausnahmsweise mal nur über die Straße, denn Blackwell's liegt genau gegenüber bzw auch über der Bodleian Library, der Mutter aller Bibliotheken.
Viel toller als das, was architektonisch sehr schön gebaut über der Erde liegt, fand ich aber das unterirdische Magazin. Da ein Großteil der Bibliothek rund ist, musste eine besondere Regalkonstruktion erfunden werden und so hängen die Regale an der Decke des Kellers und lassen sich einzeln der Länge nach ausziehen. Allerdings erstreckt sich das Ganze zwischen drei Gebäuden unter einer Straße hinweg ( also auch unter Blackwell's durch), so dass man sich nach 17h abmelden soll, wenn man runter geht, damit niemand eingeschlossen wird.

Im Anschluss hatten wir noch ein klitzkleines Bissschen Zeit und dann hieß es auch schon Koffer holen und mit dem Bus ab nach London. Ihr ahnt gar nicht wie sehr ich mich auf unser richtiges Hotel freute. Doch zuerst standen wir in Shepherd's Bush ewig im Stau. Lange genug um zu erkennen, dass London auch Slums haben, in denen die Menschen in Hüttchen wohnen und die Kinder unter der Autobahnbrücke Fußball spielen.

Als wir dann schon im Dunkeln im Richmount Hotel angekommen waren und die Zimmer möglichst gerecht verteilt hatten, stürtzte ich mich als erstes unter die Dusche. Boa! Das tat so gut! Danach war ich wieder fit und so haben wir uns mit einer kleinen Gruppe Mädels auf die Suche nach einem Restaurant gemacht. Man sollte nicht meinen, wie woll das Viertel um die Tottenhamcourt Road an einem Donnerstag Abend ist. Überall stehen Leute auf dem Bürgersteig, weil man drinnen ja nicht mehr rauchen darf, aber eigentlich ist das ein ganz schönes Bild. Und nach ein bisschen Suchen fanden wir auch einen Tisch in einem indischen Restaurant. Dort traf ich mich übrigens auch zum erstgen Mal mit Vinod, mit dem ich mir seit Dezember Emails geschrieben hatte.Er schien ganz nett. Und so zogen wir alle zusammen noch ein bisschen um die Ecken. Leider war ich hundemüde und fußlahm, also war der Abend relativ schnell vorbei. Eigentlich wollten Vinod und ich uns am nächsten Tag aber wieder treffen, wenn wir alle ins Globe Theater gingen. Aber wie es manchmal so geht, wurde aus beidem nichts, denn das Globe war ausverkauft und Vinod ist eine beleidigte Leberwurst, weil ich nicht schnell genug auf eine SMS genatwortet habe. (*pf*)

Am nächsten Morgen nach einem Chlorhaltigen Frühstück, das ahnen lies, warum es hier so sauber war, hatten wir einen der Höhepunkte auf der Liste: die British Library. Dort wurden wir erst in einem tollen Konferenzraum empfangen und mit Tee und Keksen versorgt und bekamen dann eine tolle Führung durch die Ausstellungen. In der ständigen lag das Manuskript von Charlotte Brontes "Jane Eyre"! Allein damit hätte ich mich einen ganzen Tag beschäftigen können.Die Magna Carta haben wir natürlich auch gesehen. Außerdem gibt es eine Ausstellung namens "SACRED" die heilige Schriften aus allen Religionen zeigt. Ich hätte ja niemals zu träumen gewagt einmal die Lindisfarne Gospels in echt zu sehen Und einen Vorhang, der einmal in Mekka die K'aba verdeckt hat, und der wohl jedes Jahr neu gemacht wird.

Am liebsten wäre ich den Rest des Tages hier geblieben, aber leider mussten wir noch zu zwei weiteren Treffen. Also hetzten wir dann mit einem 10 minütigen Abstecher ins British Museum zur London University, um dort mit DEM englischen Buchwissenschaftler Prof, Simon Elliot zusammenzutreffen und uns über unser Fach auszutauschen. Der Mann gefiel uns schon deswegen, weil er uns mit riesigen Tabletts voll Sandwiches erwartete, die genau zur richtigen Zeit kamen, denn es war schon weit nach Mittag und wir hatten keine Chance gehabt, essen. Und so stürtzten wir uns wie ausgehungerte Wölfe auf die Sandwiches. Danach waren wir endlich wieder fähig Prof. Elliot zu folgen und ich muss sagen, teilweise machen die echt interessantere Sachen als wir, aber deren System funktioniert auch ganz anders.

Nach einem angeregten Austausch von Gedanken und Informationen machten wir uns dann erfrischt, weil wir endlich mal zwei Stunden am Stück sitzen durften, auf zur St.Paul's Cathedral, deren Bibliothek wir gezeigt bekommen sollten. Und das war etwas, dass ein relativ großes Privileg ist, denn erstens durften wir noch rein ein Gottesdienst stattfinden sollte und zweitens wurden wir direkt an der Schlange vorbeigelotst. Der Bibliothekar war auch etwas besonderes, denn er schien direkt einem Roman über den englischen Hochadel entsprungen, wie er da im maßgeschneiderten Nadelstreifenanzug und Maßschuhen vor uns stand. Die Bibliothek selbst liegt unter dem Dach in einem eigens von Christopher Wren entworfenen Raum. Leider darf ich davon keine Fotos zeigen. Aber ich glaube ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sie der perfekte Drehort für eine Gelehrtenstube wäre (Dan Brown lässt grüßen). Die Atmosphäre war toll und wir konnten uns kaum losreißen.

Doch da das unser letzter Programmpunkt war, und wie ich finde mit der beste, sollte endlich unsere Freizeit beginnen. Das heißt wir hatten etwa drei Stunden bis wir uns zum Abschlussbier im Hotel treffen sollten. Nachdem sich einige aus der Gruppe verabschiedet hatten, zog ich mit zwei anderen Mädels los, um London mit einem der roten Doppeldeckerbusse, die hier Big Reds genannt werden, zu erkunden.
Aber wir blieben nicht lange sitzen, sondern stiegen doch am Trafalgar Square aus und liefen dann die typischen Touristenpunkte ab: Pall Mall, Westminster Abbey, Houses of Parliament, London Eye (mit dem wir leider wieder nicht gefahren sind) und zum Abschluss mein Lieblingsplatz Covent Garden. Bis dahin hatte auch ich mir dann endlich eine riesen Blase gelaufen trotz Turnschuhen.

Man merkte inzwischen aber allen an, dass sie ähnlich satt waren wie ich, denn die Stimmung wurde immer gereitzter. So verabschiedete ich mich nach einem netten Abend mit dem Professoren, die uns allen Bier spendierten, um mal ein paar Minuten für mich alleine zu haben.

Fazit: Es war toll und wahnsinnig interessant, und wir haben vieles gesehen, was man als normaler Tourist niemals zu Gesicht bekommen würde. Allerdings war ich auch froh, als es vorbei war und wir uns am Samstag Nachmittag dort von einander verabschiedeten, wo wir gestartet waren, am Mainzer Hauptbahnhof.

Noch toller fand ich, dass Mama und Peter mich abholten. Schließlich ist es schön, wenn man heimkommt und es heißt einen jemand willkommmen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Praktikum Köln die siebte Woche

Sonntag 21. Oktober 2007



Freudig sprang ich mittags aus dem Bette um mich zugleich aufzumachen in den Tempel der Schokorette. (Man ist das ein blöder Reim ) Also auf Deutsch, ich wollte ins Schokoladenmuseum. Das hatte ich mir die ganze Zeit aufgehoben, weil ich eigentlich mit Natascha rein gehen wollte. Da die aber leider nicht mehr kommen kann, dachte ich mir, mache ich es heute. An der Eingangstür musste ich dann feststellen, dass das Sonntags eine ziemlich doofe Idee ist, denn natürlich sind alle Familien Köln und der Umgebung auch da. Ich kam nicht mal ins Foyer.

Hm, Mist, was sollte ich denn machen? Aber da es ja Sonntag ist, ist natürlich auch Flohmarkt am Rhein. Also schlenderte ich einfach ein bisschen am Rhein entlang und ging dann zum Flohmarkt. Das Wetter war auch noch einigermaßen stabil, so dass ich tatsächlich bis ans Ende kam und erst auf dme Rückweg nass wurde. Der Flohmarkt ist echt schön und man findet wirklich alles. Sogar alte Playboy Hefte und einen Stand, wo der Kakadu Records e.V. alte Swing Musik aus den 1920ern digital aufgewertet hat und auf CD verkauft. Der Stand ist wie ein Magnet und die Leute, die daran vorbeigehen, tun dies doch immerhin im Wiegeschritt. Aber die Leute, die die Cds vertreiben sind auch sehr nett und erklären einem ganz viel zu der Musik. Habe bestimmt ne viertel Stunde nur da gestanden und zugehört.

Dann war aber der Regen doch etwas zu durchdringend, so dass ich eigentlich schon heim wollte, aber dann entschied ich mich doch noch auf dem Turm vom Dom zu steigen. Ja, 508 Stufen! Ohne Asthmaspray! das war sooooooo anstrengend, aber auch toll! Oben angekommen wäre ich aber lieber einfach da geblieben als die enge, dunkle Wendeltreppe wieder runter zu steigen. Der Verkehr ist wirklich Wahnsinn und man ist auch wieder froh, wenn man unten ankommt, ohne die Stufen auf dem Po hinunter gerutscht zu sein.

Da es sich nun eingeregnet hatte, bin ich heim und höre jetzt meine Swing Cd die ich natürlich erstehen musste. Deutsche Texte und es ist teilweise richtig lustig und macht an einem Tag wie diesem so richtig gute Laune. Aber die Texte sind auch schon: " Einer Frau muss man alles verzeihn'n" oder "Ich war heut auf dem Fundbüro....Fräulein Fundbüro..."



Montag 22. Oktober 2007



Habe heute vergeblich auf meine restlichen Bücher gewartet. Aber leider kam nix. Also habe ich so ein paar Sachen gemacht, die noch erledigt werden mussten. Vor allem für das Buch, dass uns im Moment permanent dazwischen funkt, weil es gar nicht geplant war. Dafür müssen jetzt Verträge geschrieben werden und deshalb musste ich noch Daten suchen und eingeben. Deshalb kommt Judith auch nicht zum Briefeschreiben, so dass ich auch keine Päckchen mehr packen kann.

Hier ist es auch schon richtig kalt. Es scheint, als würden wir direkt zum IWnter übergehen und so waren wir heute auch permanent auf der Suche nach warmem Wasser für Tee. Man traf sich also in regelmäßigen Abständen am Wasserkocher.

Da Judith in ihrer Arbeit versank und ich ihr dabei leider nicht helfen konnte, durft eich dann auch ein bissl früher gehen.

In Mainz hat heute auch das Semester begonnen. Und ich war nicht dabei. Schade, aber ich stoße nächste Woche ja schon dazu.



Dienstag 23. Oktober 2007



Also heute war ich das erste Mal ernsthaft in Versuchung mich wie ien blöder Groupie zu verhalten: Als ich nach der Arbeit vom Einkaufen kam, wäre ich nämlich fast mit Ralf Herforth zusammengestoßen und den finde ich wirklich toll. Aber beruhigt euch. Ich war brav, habe den Kurs korrigiert und bin um ihn herum gelaufen, ohne in um ein Autogramm zu bitten, oder so.

In dieser Stadt trifft man wirklich alle Nas lang auf einen Schauspieler oder Moderator. Mehr kann das eigentlich nur noch in Hollywood sein.



Mittwoch 24. Oktober 2007



Mal überlegen. Nee, heute gab es nichts besonderes. Ich habe Judiths Posteingang sortiert, weil meine Bücher noch nicht da waren, aber sie sollen morgen kommen. Dann kann endlich richtig losgehen. Sonst habe ich mir den HIntern abgefroren, weil ich ja unbedingt meinen schönen neuen Wintermantel zu Hause lassen musste. Freue mich schon, wenn ich endlich ne warme Jacke tragen kann und nicht lauter Pullis unter meinen dünnen Trench ziehen muss, damit ich nicht friere. Irgendwie fehlt der eignetliche Übergang von Sommer zu Herbst zu Winter. Es ist einfach gleich Winter geworden.

So, jetzt muss ich noch ein passendes Outfin für morgen finden, weil wir ja abends direkt vom Büro zur Buchvorstellung müssen und wir da einigermaßen fein aussehen sollen. Ich weiß echt nicht, was von den Sachen, die ich mithabe da passen könnte.



Freitag 26. Oktober 2007



Noch ein Besucher und ich habe 1000 Klicks!

Gestern war ja endlich die Buchvorstellung von "Jahrgang 1926 / 27" So ein Buch, bei dem sich jeder mal für seien Jugend 1933 bis 45 rechtfertigen darf.

Eigentlich war alles ganz unspektakulär. Es kamen eine Menge Leute, wir strichen auf unserer Liste die Namen durch und dann blieb ich noch, falls Sebastian Hilfe beim Büchertisch brauchte. War aber nicht der Fall, also konnte ich nach einem 12 Stunden Tag endlich heim.

Heute wurde ich an den Vertrieb ausgeliehen und war dann quasi die Praktikantin des Praktikanten. Durfte für den Mitarbeiterverkauf erst die Lieferung checken und dann alles wieder einpacken. Eine Heidenarbeit, sag ich euch.

Um 15 Uhr bin ich dann erst mal heim, aber das Wetter ist echt ungemütlich. Eigentlich müsste ich mal was zum Abendessen einkaufen, aber mir ist so kalt, dass ich unter der Decke nicht hervorkommen mag.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Praktikum Köln die sechste Woche

Sonntag 14. Oktober 2007

Durch die Wohnung zieht gerade leckerer Kuchenduft. Ich backe nämlich fürs Büro morgen. Da muss man nämlich an Geburtstagen und zum Abschied Kuchen mitbringen. Das tolle ist, dass ich das hier endlich mal wieder in einem richtigen Ofen tun kann. Sieht bestimmt besser aus, als das, was bei mir zu Hause aus dem Mikrowellenofen rauskommt.
Elisa ist schon seit heute morgen weg. Sie kam Freitag und wir hatten ein echt schönes Wochenende. Schließlich hatten wir uns ja nach 4 Jahren auch ne ganze Menge zu erzählen. Freitag Abend waren wir erst gemütlich im Café Waschsalon essen, dann auf einen Cocktail in der Zülpicher Straße und sind dann im Studentenclub "Das Ding" tanzen gegangen. Das war dermaßen voll, dass das Tanzen teilweise eher zur Körperverletzung ausartete. Aber wir ließen uns nicht stören, denn die Musik war tanzbar und das war das wichtigste. Allerdings sind die Studies, die da hingehen, eher Studienanfänger, denn die waren alle noch voll jung.
Habe auch Saskias Mitbewohnerin da getroffen, aber zum Quatschen war es zu laut.
Samstag haben wir ganz gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt. (Elisa war sogar Brötchen holen! Da sie mit einer Freundin gekommen war, die ihrerseits eine Freundin in Bonn besuchte, trafen wir Lene und Vanessa am Dom und haben uns dann einen schönen Nachmittag in der Sonne gemacht. Wir vier passten ganz gut zusammen und hatten echt immer was zu quatschen und ganz ähnliche Interessen. leider mussten sie nur schon recht früh wieder zurück nach Bonn.

Lischen und ich sind aber noch ne schöne Runde spazieren gegangen und waren dann bei nem netten Italiener. Ich hatte Muscheln! Hmmmmmmmmmm, lecker!
Leider hat der Kellner beim Bezahlen nur so lange gebraucht, dass wir im Rex keinen Platz mehr in Sterben für Anfänger bekommen haben. Aber da zeigte sich, wie toll es ist an den Ringen zu wohnen, denn wir sind einfach ins nächste Kino und haben uns Pornorama, die bekenntnisse der Näherin Rita Brauchts, den nächsten tollen deutschen Film angesehen. War total lustig.
Da sie heute morgen früh los musste, waren wir danach auch schon im Bett.
Hach ja! War echt schön! Es ist echt toll, wenn man alten Freuden begegnet und es ist wie früher, als man sich kennen gelernt hat.
Montag 15. Oktober 2007

Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich heute ganz viel zu tun haben würde, aber Judith musste erst mal ihre Notizen von der Messe ordnen und so hatte ich den ganzen Tag über nur sehr wenig zu tun. Habe mich in Sachen Online-Lizenzen etwas weitergebildet und dann etwas im Netz gesurft, aber ansonsten war nichts los.
Mein Kuchen kam allerdings total gut an, vor allem der Schokoladenkuchen. Freut mich ja immer wieder, wenn ich was genießbares produzieren kann.
Heute Abend will meine Mitbewohnerin heimkommen, weil hier heute die Uni begonnen hat. wie wir uns wohl vertragen werden, wenn wir die nächsten zwei Wochen tatsächlich zusammen wohnen werden?

Mittwoch 17. Oktober 2007

Tja, ich kann nur sagen, nichts neues. Habe im Moment viel zu tun mit der Vorbereitung der großen Bücherversendung. Meine Mitbewohnerin ist jetzt auch da, und wir verstehen und noch sehr gut.

Donnerstag 18. Oktober 2007

Heute war ein guter Tag. Die letzten Tage fühlte ich mich etwas schlecht, denn ich hatte echt das Gefühl auf der Arbeit unter meinen Fähigkeiten zu bleiben. Irgendwie habe ich nur Mist gebaut. Sachen vergessen und so. Aber heute ging es wirklich gut. Ich habe meine Listen fertig gekriegt und alles kopiert, so dass ich wenn die restlichen Bücher, die ich dann auch endlich alle bestellt habe, da sind, richtig loslegen kann. Ich glaube, Judith war heute auch zufriedener mit mir.
Nach der Arbeit bin ich gleich zu Svenja durchgefahren und wir waren schön was essen und dann habe ich mir ihre Wohnung angesehen. Eine schöne gemütliche Dachwohnung. Richtig zum wohlfühlen.
Meine Mitbewohnerin ist wieder unterwegs bis Sonntag. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich wohl echt nicht zum WG-Leben gemacht bin. Magdalena und Christof verhalten sich normal, doch irgendwie bin ich abends nach der Arbeit doch lieber alleine. Da kann man irgendwie besser abschalten.

Freitag 19. Oktober 2007

Juchu! Heute sind endlich die vielen vielen Bücher angekommen, die ich Montag bestellt habe. Das hieß dann natürlich heute Päckchen packen. Und da sie erst nach der Mittagspause kamen, war das ein Wettlaugf gegen die Zeit, also viel mehr gegen den Postboten. Ganz gewonnen habe ich nicht, aber das lag eher daran, dass mir noch die Bücher aus der zweiten Bestellung vom Dienstag fehlen. Die kommen aber bestimmt Montag und dann kann ich voll aufdrehen und versuchen alle alle Packete weg zu kriegen.
Um fünf meinte Judith, ich solle endlich nach Hause gehen und nicht das ganze Wochenende im Verlag verbringen.
Endlich zu Hause, habe ich den Abend mit einem Schaumbad begonnen und bin jetzt zu Bridget Jones übergegangen. Genau der richtige Film für heute Abend.
Samstag 20. Oktober 2007
Anscheinend habe ich mich an die Arbeit schon so richtig gewöhnt, denn als ich heute Morgen aufwachte, dachte ich ich hätte verschlafen. Erst als ich schon auf dem Weg im Bad war, habe ich gerafft, dass ja samstag ist und ich gar nciht ins Büro muss. Herrlich! Dafür habe ich dann bis 12 Uhr geschlafen. Dann bin ich losgezogen und ein bisschen durch die Stadt geschlendert, habe mich einfach unter die Leute gemischt und es genossen.
Jetzt ist Ally McBeal angesagt. Aber Billie ist schon blond, also wirds traurig.

Samstag, 13. Oktober 2007

Buchmesse 2007

Hallo ihr Lieben!

Entschuldigt die lange Funkstille, aber ich kam einfach zwischen Feiern und Buchmesse nicht zum Schreiben.

Also, erst mal Danke an alle für die Lieben Geburtstagsgrüße!

So, von meiner Geburstagsparty gibt es zu erzählen, dass sie total schön war. Ganz viele liebe Menschen haben es geschafft, obwohl es unter der Woche war und ich verstehen kann, dass das einigen zu spät war.

Es gab viel Bier und Sekt und Cordi spendierte an der Bar auch noch Tequila. Am Ende waren wir noch eine kleine Runde an der Bar und sogar die Barmädels waren schon weg. Also so wie in alten Zeiten!

Ich habe keine Ahnung, wann ich zu Hause war. Nur dass ich einen wahnsinns Schädel hatte, als ich aufstehen musste. Achso: Sorry Joost, dass ich noch nicht fähig war mich zu unterhalten als du anriefst, aber ich war eigentlich noch im Koma.

Habe mich dann mit Jessy zum Lunch getroffen. An Essen war nur leider auch noch nicht wirklich zu denken. Aber es war schön, so gemütlich im "Koi" zu sitzen.

Allerdings habe ich mich danach wieder in mein schönes warmes Bett begeben. Bis Sascha kam. Der konnte auch nicht ins Pub, aber er kam dann so nochmal vorbei. Das war schön, denn in letzter Zeit schaffen wir es leider so selten uns mal in Ruhe zu sehen.

Tja und dann kam auch schon meine Mum und wir sind spazieren gegangen und essen am Rhein. Und ich muss gestehen, auch wenn ich jetzt 25 bin, ich genieße es doch immer mal, meine Mama für mich ganz alleine zu haben.

Am Mittwoch musste ich dann schon um unwirtliche 7 Uhr aus den Federn, weil ich ja pünktlich auf der Buchmesse sein musste.
Das war alles sehr spannend, weil ich ja mit Judith in ihre Besprechungen gehen durfte. Bin mal gespannt, wie sich ihre Verhandlungen nächste Woche bemerkbar machen. Ich werde bestimmt ganz viele Päckchen packen dürfen.

Ab mittags bin ich dann alleine über die Messe gestreunt und habe ein paar Kontakte in Schottland geschlossen. Bin mal gespannt, ob das nächstes Jahr auch alles klappt.

Anschließen habe ich am DuMont Stand noch ein bisschen geholfen. Da war auch wirklich sehr viel los. Ganz viele unserer Autoren waren da und ich habe mich sogar kurz mit Dirk Wittenborn unterhalten. Der erkannte mich wieder von seinem Besuch vor ein paar Wochen! Nett!

Ich habe auch Frau Heidenreich gesehen, aber nur im Vorbeigehen. Und Michel Friedmann, aber der sieht wirklich wirklich unsympathisch aus.

Irgendwann gegen Abend war ich dann soweit, dass ich einfach nur noch heim wollte. Allerdings hat die Bahn über eine Stunde gebraucht. Bin einfach nur noch eingeschlafen.

Aber es war auf jeden Fall wahnsinnig interessant, die Buchmesse auch mal aus der Ausstellerperspektive zu sehen. Jetzt war ich schon als besuchender Schüler da und als Mitglied der Presse und als Mitarbeiter eines Verlags. Fehlt eigentlich nur noch die Sicht des Autors. ;-) Als Presse war es am besten, denn da bekommt ganz viele Leseexemplare. eins habe ich jetzt auch ergattert, aber nur so ein doofes über den Irak. Naja. Dafür habe ich aber Visitenkarten und Adressen und Kontakte.

Montag, 1. Oktober 2007

Praktikum Köln die fünfte Woche

Montag der 01.10.2007

Nur noch 9 Tage bis zu meinem Geburtstag !
Heute morgen durfte ich endlich mit auf die Vertreterkonferenz und das war zumindest für mich sehr interessant. Dort stellte man den Verlagsvertretern die neuen Titel vor und ich hätte nicht gedacht, dass die so viel Mitspracherecht haben, was zum Beispiel die Covergestaltung angeht. Eine der Autorinnen stellte auch ihr neues Buch über tibetische Flüchtlingskinder vor und das dermaßen toll und überzeugend, dass ich dabei die Tränen nur schwer zurückhalten konnte. Bei vielen Titeln bekam ich richtig Lust sie gleich zu lesen und deshalb muss ich mir, wenn Zeit ist, unbedingt die Fahnen kopieren gehen.
Da ich nur vormittags mitdurfte, habe ich die restliche Zeit mit der Erstellung der Backlist verbracht. Immerhin: Zwei von dreien habe ich fertig. Fehlt nur noch die Fiction. Eine neue Pressepraktikantin haben wir auch bekommen. Sie ist richtig nett. Morgen ist ihr erster Soloflug und wir sind alleine im Büro, weil alle auf der Sitzung sind. bin mal gespannt, ob alles klappt.
Zumindest habe ich dann mal Zeit mit meiner Arbeit auch wirklich fertig zu werden.

Dienstag 02. Oktober 2007

Herrlich! Zwei Tage arbeiten und schon wieder einen Tag frei. So lass ich mir das Leben gefallen.
Heute war mehr oder weniger Stallwache angesagt, denn Saskia, die neue Pressepraktikantin und ich waren alleine mit unserer Arbeit und den Telefonen. Hat super geklappt und ich habe sogar mit einem unserer Autoren telefoniert. Saskia hatte allerdings Elke Heidenreich dran, das toppt das Ganze natürlich.
Morgen ist Tag der deutschen Einheit, hm, auf jeden Fall werde ich wohl ausschlafen und dann...wohl nach Wetterlage entscheiden. Eigentlich hätte ich mal Lust den ganzen Tag zu lesen.

Mittwoch 03. Oktober 2007 Tag der Deutschen Einheit

Eigentlich wollte ich ja schön ausschlafen, aber dann rief Julia an, das Mädel vom dem ich das Zimmer habe. Sie ist schon seit Montag in Köln und wollte mal nach dem Rechten sehen. Echt nettes Mädel. Sie sah nur schnell nach ihrer Post und war ruckzuck wieder weg.
Weil ich dann schon mal wach war, habe ich mich erst ein bissl an den Rechner gesetzt und den ersten Fragebogen für meine Magisterarbeit entworfen.
Danach wollte ich mal fleißig sein und ein Buch für die Uni lesen, aber irgendwie komme ich weder in A Tale of Two Cities von Dickens noch in Tristam Shandy von Laurence Stern rein. Die Sprache ist seltsam und Tristam Shandy erscheint mir irgendwie so durcheinander und ungeordnet. Vielleicht lese ich doch erst noch ne Fahne aus dem Verlag.

Donnerstag 04. Oktober und Freitag 5. Oktober 2007


War gestern zu sehr mit den kleinen Gärten des Maestro Puccini beschäftigt um zu schreiben. Heut habe ich im Verlag ganz viel getackert. Es galt die verschiedenen Listen so zusammen zu heften, dass Judith sie dann nächste Woche bei den Verhandlungen verteilen kann. Es war so viel, dass ich heute Nacht im Schlaf bestimmt weiter tackere.
Dass ich ne Stunde früher als sonst, trotz allem, heim kam, habe ich gleich mal genutzt, um ins cleanicum zu gehen, damit miene Wäsche bis Montag auch sicher trocken ist. Tja sonst, weiß ich noch nicht, was ich heute mache.
Morgen gehe ich wahrscheinlich mit Saskia, der neuen Pressepraktikantin auf den Flohmarkt. Wissen nur nich nicht wann, und Julia will morgen ihr Fahrrad holen. Muss das alles noch koordinieren.
Sonntag 07. Oktober 2007

Gestern war ich nur erfolglos auf der Suche nach Stiefeln (wie jedes Jahr).
Aber heute war der Tag des großen KölnMarathons. Eigentlich waren meine Kollegin Saskia und ich ja für den Flohmarkt am Rheinufer verabredet, aber der fand heute natürlich nicht statt. Also entschlossen wir uns spontan mit ihrer Mitbewohnerin deren Kumpel auf dem Marathon anzufeuern.
So zogen wir dann zu viert, die zweite Mitbewohnerin schloss sich auch noch an, bewaffnet mit Plakaten losgezogen. Um Tobias, so heißt dr Kumpel, am Kilometer 32 vorbeirennen zu sehen. Er war da sogar noch so schnell, dass ich ihn nur noch von hinten erwischt habe.

Statt mitzulaufen, sind wir dann aber mit der Bahn zum Ziel gefahren, um ihn zu empfangen. Mit der Bahn zu fahren ist allerdings heute kein ganz leichtes Unterfangen gewesen. Wir mussten ständig wieder über den Rhein fahren, um dorthin zu gelangen, wo wir hin wollten, weil die Bahnen entweder gar nicht fuhren, oder umgeleitet waren. dabei hat man aber auch ne schöne Aussicht über den Rhein bekommen, also ist das gar nicht so schlimm.
So und jetzt muss ich packen, denn ich komme morgen heim!