Montag, 24. September 2007

Praktikum Köln die vierte Woche

Montag 24. September 2007



Bin wieder zurück in Köln nach einer turbulenten Woche in England. Darüber werde ich gesondert berichten, sobald ich ein paar Stunden am Stück Zeit habe zum Schreiben.

Nach einer Woche Urlaub und zwei Wochenenden in meiner eigenen Wohnung war es ganz schön schwer wieder her zu kommen, weil ich eigentlich eine Woche Urlaub gebraucht hätte, um mich von dem vielen Laufen und Stehen zu erholen.

Aber dafür weiß ich jetzt endlich dass in die ganze Buchmesse über in Wiesbaden und Frankfurt sein werde, also auch an meinem Geburtstag!

Nach der Arbeit war nicht mehr viel mit mir los, außer Waschsalon und n bissl Fernsehen. Geh auch gleich ins Bett. Ich muss einfach etwas Schlaf nachholen.



Dienstag 25. September 2007



Versuche erst mal England zu rekapitulieren. Hier war ansonsten eher wenig los. War im unheimlichen Kellerarchiv und habe Briefe und Texte geschrieben also nichts spannendes. Donnerstag gehe ich endlich mal zu einer Lesung, da gibt es bestimmt wieder tolles zu berichten.



Mittwoch 26. September 2007

Die Buchmesse steht jetzt für mich fest. Und ich komme sogar Montagabend schon heim. Also können wir sogar in meinen Geburtstag reinfeiern!

Ansonsten war heute viel zu tun und wir hatten endlich eine Schulung für den Bereich Vertrieb. Allerdings ist mein Hirn jetzt echt voll.



Donnerstag 27. September 2007

Heute kamen gleich zwei unserer Topautoren in den Verlag. Erst kam Dirk Wittenborn ("Call me Dirk [Döörk]!"), der sogar einen Abstecher zu uns Praktikantenzimmer machte um Hallo zu sagen. Er hat "Casper" geschrieben, dass ich gerade erst gelesen habe. Schon spannen, den Autor dann so in Natura zu erleben. Ich hatte ihn mir allerdings anders vorgestellt, nicht so bodenständig, weil man immer nur ließt, dass er in den Hamptons und der Upper Class aufgewachsen ist.

Und als zweites kam Alexa Hennig von Lange, die für die Vanity Fair fotografiert wurde. Sie schien auch recht nett zu sein. Genauer kann ich das aber erst morgen sagen, denn ich gehe mit den anderen Praktikantinnen zu ihrer Lesung ins Gloria Theater. Das heißt, wenn ich vorher nicht wegschwimme, denn es gießt seit heute Mittag in Ströhmen und ich bin klitschnass heimgekommen.

Nachtrag: Also die Lesung von dem Zeitautor war toll, auch Dirk Bach und Helmut Zerlet waren super, aber ich weiß jetzt wieder, warum ich ALexa Hennig von Langes Bücher nicht lese und sie nicht so toll finde. Diese Frau,die die 30 schon vor einer Weile überschritten haben dürfte, hat einen auf kleines Mädchen gemacht und zwar so dämlich, dass ihre Lesung über Alice Schwarzer nahezu ins Lächerliche gezogen wurde. Schade!



Freitag 28. September 2007

Heute habe ich mich den ganzenTag mit der englischen Backllist herumgeschlagen. Irgendwie wollte Word nie so wie ich. Aber am Ende sah es ganz gut aus, nur leider bin ich nicht fertig geworden.

Dafür kam heute Julia und bleibt das ganze Wochenende.Waren erst mal ein bissl auf der Piste und haben uns die hiesigen Cocktailbars angesehn. Da gibt es schon ein paar schöne und im Sqeezer gibt es auch einen sehr schönen Bartender. Eigentlich müsste der als Plakat auf dem Timesquare hängen. WoW!



Sonntag 30. September 2007 (und Samstag29.September)

Wochenenden sind immer so schnell fast vorbei. Gestern konnte ich nicht schreiben, weil ich ja mit Julia unterwegs war. Nachdem wir erst mal ausgeschlafen und schön gefrühstückt hatten, gings zum Sightseeign und shoppen. Dabei frequentierten wir besonders die Makeup Laden und vor allem mehrere dm Filialen. Abends waren wir dann im Rex und haben Irina Palm gesehen. Der Film ist wirklich sehr empfehlenswert. Marianne Faithfull ist nämlich noch immer eine tolle Schauspielerin.

Weil es regnete und wir keine Lust hatten im Regen rumstustapfen sind wir dann allerdings nach Hause und haben da noch ein bissl gequatscht.

Heute wollten wir dann noch Frühstücken gehen und endlich in die Dior Ausstellung im Museum für angewandte Kunst. Was mir bis jetzt aber noch nicht aufgefallen war, die meisten Cafés, die Frühstück servieren, machen erst um 11 h überhaupt auf. Aber wir waren dann auf einen Kakao und ein Croissant im Salon Schmitz, eines der Cafés, die in Köln wohl total bekannt sind. War gemütlich.

Die Ausstellung über Christian Dior war wieder mal sehr klein, aber dafür gab es wahnsinnig schöne Kleider zu sehen. Solche, wo das Herz gleich schreit: Haben will! Außerdem gab es acuh noch Schmuck zu sehen, und Skizzen für Kleider. Also wenn ich mal viel Geld habe, will ich Dior tragen!

Da danach noch etwas Zeit war, haben wir dann noch ein bissl am Rhein rumgesessen und die Sonne genossen. Denn heute war ein herrlicher Spätsommer oder Frühherbst Tag. Hoffentlich gibt es noch ein paar davon.

Auf dem Weg zum Bahnhof trafen wir dann auch noch lustigerweise einen Kunden aus der Landesbibliothek. Die Welt ist echt ein Dorf.

Tja, und so war das Wochenende schon wieder vorbei und Julia musste den Zug zurück nach Mainz nehmen.

Heute Abend muss ich früh ins Bett, den morgen darf ich mit auf die Vertreterkonferenz. Da muss ich allerdings früher im Büro sein. Aber ich freu mich schon. Wird bestimmt interessant.

Sonntag, 9. September 2007

Praktikum Köln die dritte Woche

14. und 15. Tag Samstag und Sonntag 8. und 9. September

Gestern hatte ich keine Lust zu schreiben, aber ich hole es heute nach.
Die ganze Woche über hatte ich es aufgeschoben, aber gestern war es nötig, also machte ich meinen ersten Besuch im Waschsalon. Das Cleanicum ist nicht nur ein Raum mit Waschmaschinen und Trocknern, sondern auch ein Klamottenladen und Café. Nachdem mir das nette Mädel hinter der Theke erklärt hatte wie alles funktioniert, war alles ganz einfach. Ich kam mir da echt blöd vor, dass ich mich die ganze Woche nicht hingetraut hatte.
Nachdem ich die nasse wäsche aufgehängt hatte, bin ich noch mein Zugticket für nächstes Wochenende holen gefahren. Auf dem Heimweh habe ich auf der Domplatte wieder zwei tolle Pantomimen gesehen.

Den Rest des Tages habe ich irgendwie verlesen und vergammelt. War mal ganz schön.
Heute dann war ich in der Balthus-Ausstellung im Museum Ludwig. Ich kannte diesen Maler gar nicht, aber anscheinend ist er einer der einflussreichstend Maler des 20. Jahrhunderts.
Er hat sehr oft junge Mädchen gemalt, an der Schwelle zum Frausein. Das ist irgendwie ein bisschen anstößig, aber die Bilder sind schön. Nicht umsonst gab es im Museumsshop Nabokovs Lolita zu kaufen.
Anschließend sah ich mir den Rest des Museums an, nur um dabei festzustellen, dass Moderne Kunst mir irgendwie nicht zugänglich ist.
So, und jetzt ist es schon wieder Sonntagabend und das Wochenende ist rum. Aber ich freue mich auch schon wieder auf die Arbeit morgen. Die Wochenenden sind doch, ehrlich gesagt, ein bisschen einsam. Allerdings gibt es auf comedycentral jeden Tag 4 Folgen Ally McBeal. das hilft auf jeden Fall.

16. Tag Montag 10. September 2007
Tja, ich würde euch gerne erzählen, dass heute etwas spannendes passiert ist, aber das ist es nicht. Auf der Arbeit habe ich heute Bücher verschickt und dann Texte übersetzt. Der Job ist immer noch interessant und macht Spaß. Ansonsten bin ich jetzt müde und muss dringend ins Bett.
Drücke euch alle!

17. Tag Dienstag 11. September 2007

Wahnsinn! Ist es schon 6 Jahre her?! Jeder weiß wohl, wo genau er an diesem Tag 2001 war. Wir waren auf Kursfahrt auf Malta. Ich erinnere mich noch, wie hilflos ich mich gefühlte habe, soweit weg von meiner Familie, die aber auch alle in Urlaub waren. Der Kopf sagte einem zwar, dass einem auf solch einer kleinen Insel im Mittelmeer relativ wenig passieren kann, aber der Bauch sendet Panik. Für die meisten ist es immer noch als wäre es erst letztes Jahr passiert und Ground Zero ist noch immer eine Narbe im Häusermeer von Manhatten. Aber das was danach kam, ist denke ich, genaus wenig gerechtfertigt gewesen wie der Anschlag. Manche sagen "Bombing for War is like Fucking for Virginity" und ich finde, da ist was dran.
So, nun aber zu meinem Tag: Er verlief sehr ruhig, bis jetzt. Nachher werde ich erfahren wie Svenjas Dreh mit Bastian Pastewka und Michael Kessler verlaufen ist. Bin schon ganz gespannt, was sie erzählt.
Nachtrag: Habe mich noch mit Svenja getroffen. Ihr Dreh war wohl sehr erfolgreich. Zusammen sind wir dann zu Camelo, der wohl jeden Abend für die ganze Truppe kocht. Die Truppe waren Pipi und Serkan, mit denen wir letzte Woche weg waren, Thomas und Svenjas Freund André, den sie liebevoll Hühnchen nennt. Nach dem Essen in so großer Runde haben wir noch Alzheimory eine Memoryversion von den Ärzten gespielt und Mensch-ärgere-dich-nicht. Aber es war kein normales sondern die Playboyedition mit Bunnies als Spielfiguren. (Camelos Spitzname ist Hase). Die bösen Wortgefechte beim Rausschmeißen gehörten ja schon dazu. Wir haben so richtig viel gelacht und hatten viel Spaß. Die letzte Bahn war allerdings schon weg, aber da Thomas eine Straße weiter von mir wohnt. habenw ir uns einfach ein Taxi geteilt, um 2.00 Uhr nachts!

18. Tag Mittwoch 12. September 2007
Heute gab es eine große Sitzung im Verlag, bei der das neue Programm für die Kunst vorgestellt wurde. Da gibt es schon ein paar sehr interessante Sachen. Spannend fand ich aber die Sitzung selbst. Endlich konnte ich mal sehen, wie ein Programm so zustande kommt und wer da alles mitzureden hat. Durch die Sitzung bin ich aber mit meinem Arbeitspensum nicht pünktlich fertig geworden. Deshalb bin ich dann etwas länger geblieben und habe ganz viele Päckchen versandfertig gemacht. Morgen gehts damit wahrscheinlich noch weiter. Da ich aber letzte Nacht aber relativ wenig Schlaf hatte, war ich danach auch hundemüde. Dabei fühlte ich mich heute Morgen sogar einigermaßen ausgeschlafen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass hier besser und tiefer schlafe, weil das Zimmer so schön ruhig hintenraus liegt. Hier fühle ich mich beim Aufstehen richtig erfrischt. Zu Hause bin ich einfach immer nur trotzdem fertig, auch wenn ich volle 8 Stunden Schlaf hatte. Muss das am Wochenende mal überprüfen, wenn ich in meinem eigenen Bett schlafe.

19. Tag Donnerstag 13. September 2007

Keine besonderen Vorkommnisse. Mir fiel nur siedendheiß ein, dass ich vergessen habe mit englische Pfund für Montag zu besorgen, aber zum Glück habe ich einen gaaanz tollen Opa, der für mich tauschen geht. Dann muss ich nur Euro besorgen und ihm geben, denn die Banken haben hier immer schon zu, wenn ich aus dem Büro komme.
Ansonsten war ich nochmal schnell im Waschsalon. Ist ja schon schön, wenn man einfach alle Maschinen auf einmal laufen lassen kann, also Weiß und Bunt. Dann muss man nicht so lange warten. Allmählich muss ich mir auch überlegen, welche Klamotten ich für England brauche und mir noch so kleine Reiseversionen für Duschgel und Schampoo und so besorgen, wegen der blöden Sicherheitsregelungen. Bin schon ganz aufgeregt. Endlich wieder England!!!!

20. Tag Freitag 14. September 2007

Kaum da schon wieder weg. Aber ist ja nur für eine Woche. Habe gerade meine Tasche für England gepackt. es ist echt demütigend seine ganzen Cremes und Lotions in diese kleinen durchsichtigen Behälter zu füllen, damit die einen ins Flugzeug packen. Beim Öffnen der einen habe ich mich gleich mal geschnitten. Die nächste lief Beim Einfüllen über. Für das meiste habe ich ja Reisegrößen bekommen, aber da ich nicht alle Cremes vertrage, musste ich den Rest halt abfüllen. Dicht sind diese Sachen aber bestimmt nicht. Aber um einem eventuellen Durchsuppen vorzubeugen habe ich sie alle nochmal in eine Tüte gepackt.
Morgen Früh gehst dann erst mal mit dem Zug nach Wiesbaden und Montag ab Mainz und dann vom Flughafen Hahn aus, endlich wieder ins gelobte Land! Freue mich shcon wie eine Schneekönigin auf England.
Jetzt muss ich aber nochmal checken, ob ich auch alles habe.
Den Blog werde ich dann also für diese Woche unterbrechen müssen. aber ich gebe euch natürliche einen Überblick, wenn ich wieder da bin!
Bis dahin *winke, winke*

Sonntag, 2. September 2007

Praktikum in Köln die zweite Woche


8. Tag Sonntag 02.September 2007

Klichées sind doch was schönes! Vor allem wenn sie so schön bestätigt werden: Aus einem Handy ertönt ein ABBA-Song, ein Typ geht ran und flötet wunderschön nasal: "Hallooo Achim!"
Aber zu meinem heutigen Tagesbericht: da ich mich heute etwas morbide fühlte, machte ich mich auf zum Melaten Friedhof. denn da konnte ich einem meiner lange vernachlässigten Hobbys fröhnen, dem Fotografieren von Grabengeln. Wahrscheinlich halten mich jetzt einige für verrückt, aber ich mag Friedhöfe. Sie sind so schön ruhig und es stört einen bestimmt keiner beim Schlendern durch die Reihen der Gräber mit ihren abertausenden Namen. Und da dieser Friedhof relativ alt ist, war die Chance groß, dort schöne Engel zu finden, die über die Toten wachen.
Den Beweis, dass der Herbst jetzt unwiderruflich Einzig hält habe ich hier auch entdeckt, denn auf dem Weg lag die erste Kastanie des Jahres.
Stundenlang lief ich einfach nur die vielen kleinen Wege entlang, las Namen und Familiengeschichten, besuchte das Grab von Willie Milowitsch und genoss einfach die Ruhe. Dabei begenete mir hier sogar ein Jogger.
Ansonsten habe ich auch endlich einen Ersatz für mein geliebtes Perfect Day gefunden: Die Bagelstation. Da gibt es nicht nur wahnsinnig leckere Bagel, sonder auch Suppen, Kaffee, Kakao und Muffins. Eben wie zu Hause. Das Ambiente ist auch sehr gemütlich und mit Swing kriegt man mich ja eigentlich immer.



9. Tag Montag 3. September 2007

Die Routine hat sich ganz langsam angeschlichen und nun ist sie da. Habe den ganzen Tag damit verbracht passende englischsprachige Verlage für drei unserer Titel zu finden. Das hat bis Feierabend gedauert und wirklich zufireden bin ich nicht. Mal sehen, was Judith morgen sagt. Mehr war nicht, tut mir leid.
Aber an dieser Stelle schicke ich euch allen ganz viele Grüße und Küsse!

10. Tag Dienstag 4. September 2007

Komme so langsam in den Job rein. Seit heute mache ich sogar die Terminierung für meine Chefin für die Buchmesse. Das heißt vor allem Telefonate mit dem Ausland. Aufregend! Meine ersten Gespräche in Englisch! Und es hat tatsächlich sehr sehr gut geklappt.
Der Abend war total lustig! Habe mich mit Svenja, einer Freundin mit der ich schon auf der Grundschule war, und ihren "Püppis", also ihren Jungs getroffen, um ins Scala Theater zur zweiten Hauptprobe von Richmodis - Jebütz weed immer zu gehen. Ein Freund von Svenja, Camelo, arbeitet dort an der Bar und so konnten wir für lau zugucken. Mit dieser illustren Runde hatten wir ziemlich viel Spaß und das Stück übrigens in Mundart mit ziemlich viel Musik, ein bisschen wie das Jugenclubtheater nur eben auf Kölsch, war echt komisch. Irgendwie geht es um eine der Stadtheiligen, die während der Pest für tot gehalten wurde, aber wieder auferstand und um einen Totengräber. Ganz verstanden habe ich das nicht, aber es man konnte ziemlich viel lachen. Richmodis von Aducht wird übrigens von einer Nichte von Trude Herr gespielt. Die Stimme klingt auch eindeutig nach Verwandschaft.
Da das Stück schon ziemlich lang ging, hatte ich leider nur noch kurz Zeit, um mit in den neuen Club "the O" am rudolphplatz zur Funky Chicken Party zu gehen. "the O" ist ein ziemlich kleiner Club, mit den typischen House Beats. In Köln geht es auch von ein Uhr Nachts nicht richtig los. Aber es war schon einigermaßen voll. Haben ein paar Kölsch, eher Limo als Bier, genommen und getanzt. Die Bardame machte dem Ruf ihrer Zunft alle Ehre, denn ihr BH-loser Busen viel einem aus dem Wickelkleid fast entgegen, wenn sie sich über die Theke beugte. In unserer Runde hatten die Herren dafür allerdings kein rechtes Auge, da sie wir mehr eher den Kerlen hinterguckten.

So um eins bin ich dann heim, denn sonst wäre ich morgen gar nicht mehr aus dem Bett gekommen.


11. Tag Mittwoch 05.09.2007

Heute morgen bin ich tatsächlich ganz gut aus der Kiste gekommen. Früh war es halt trotzdem. Auf der Arbeit gab es heute ein bisschen Aufregung, weil gleich zwei große Kritiken in der taz und der FAZ erschienen sind, die natürlich jeder gleich haben wollte, aber die Post war zu spät dran. Die arme Praktikantin aus der Presse war schon ganz genervt, weil alle paar Minuten jemand im Büro stand und nachfragte.
Als sie dann endlich da waren, machte ich mich auch gleich an die Auswertung und die Übersetzung. Der Rest des Tages bestand aus Termin planung, Briefen und Mails. Und dem Versuch Briefe aufzusetzen um unsere Bücher englischen und amerikansichen Verlagen schmackhaft zu machen. Da saß ich gestern schon dran, aber jetzt bin ich endlich soweit, dass sie morgen raus können.
Jetzt genieße ich erst mal den Feierabend. So ein 7,5 Stunden Tag schlaucht ganz schön.

12. Tag Donnerstag 6. September 2007

Man könnte meinen, ich sei heute etwas selbstmorgefärdet, denn erst hätte ich mich heute fast in die Hand getackert, also ich blieb mit dem anderen Ende des Tackers in der Haut zwischen Daumen und Zeigefinger hängen. Autsch! Tat das weh! Aber wenigstens hat es nicht geblutet. Und dann ist es endlich passiert. Ich bin fast von einem Fahrrad überfahren worden. Aber in dieser Stadt ist es sowieso nicht die Frage ob, sondern wann es passiert. Denn hier gibt es so dermaßen viele Radfahrer, wahrscheinlich mehr als Autos. Hier muss man wirklich richtig aufpassen, dass man nicht aus Versehen auf dem Radweg rumlatscht und da sich die lieben Radfahrer an keine Verkehrsregel halten, auch, wenn man über die Straße geht.

13. Tag Freitag 07. September 2007

Wieder liegt eine Interessante und arbeitsreiche Woche hinter mir. Und heute hatte ich sogar den ersten Besuch. Natascha und Ondrej kamen für ein paar Stunden, weil er geschäftlich hier zu tun hatte. Es tat so gut euch zu sehen, Leute! Und ich hoffe, dass ihr bald nochmal für länger kommt.
Auf der Arbeit gab es heute eine Verabschiedungsparty. Eine der älteren Kolleginnen geht in den Ruhestand und hat mit Prosecco, Zwiebelkuchen und Pflaumenkuchen gefeiert. Nach einem vollen Glas Prosecco ging es uns allen, glaube ich, ziemlich gut, zumindest wirkten alle viel lockerer. Ja und dann holte mich ja auch schon Natascha von der Arbeit ab. Zum Glück hatte ich schon alle Französichen Verlage für unsere Bücher gefunden, und konnte dann gehen.
Freue mich schon auf Montag, aber jetzt mache ich es mir erst mal mit den Manuskripten, die ich gestern mitgenommen habe, gemütlich. Die Bücher sind zwar alle mitlerweile erschienen, aber ich muss mich ja mal informieren woum es in ihnen geht.